Notar Conrad Barcholtt bekundet am 26. Juli 1639, dass in Anton Jaspers Behausung zu Oelde vor Ludolf Estinghausen, fürstlich-münsterischer Gograf zu Stromberg und Oelde, vor dem Gerichtsschöffen Otto Brocking sowie vor Hermann Boker von Stromberg bezeugt wurde, die Eingesessenen des Kirchspiels Sünninghausen Franz Schulte zu Sünninghausen, Johann Schulte Wittengl, Steffen Elebracht, Johann Vlerßmann, Johann Moller, Steffen Wostehoff und Margaretha anstelle ihres Mannes Steffen Reineckenhoff persönlich erschienen seien und angaben, dass weiland Abt Hermann zu Liesborn ihnen als Eigenbehörigen eine zu Warendorf verschriebene Summe über 150 Reichstaler in Kupfergeld geliehen habe, um damit Kontributionen zu bezahlen, und dass sie in Silbermünze zu bezahlen versprochen hätte. Es folgen Ausführungen zur Schadloshaltung. Siegelankündigung des Gografen. Vermerk des Notars Johannes Lindenkampff vom 1. August 1639, dass die obige Schadloshaltung auf 150 Reichstaler spricht, der Prälat aber davon 100 Reichstaler an Dietrich Herting zu Warendorf verschrieben habe
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Notar Conrad Barcholtt bekundet am 26. Juli 1639, dass in Anton Jaspers Behausung zu Oelde vor Ludolf Estinghausen, fürstlich-münsterischer Gograf zu Stromberg und Oelde, vor dem Gerichtsschöffen Otto Brocking sowie vor Hermann Boker von Stromberg bezeugt wurde, die Eingesessenen des Kirchspiels Sünninghausen Franz Schulte zu Sünninghausen, Johann Schulte Wittengl, Steffen Elebracht, Johann Vlerßmann, Johann Moller, Steffen Wostehoff und Margaretha anstelle ihres Mannes Steffen Reineckenhoff persönlich erschienen seien und angaben, dass weiland Abt Hermann zu Liesborn ihnen als Eigenbehörigen eine zu Warendorf verschriebene Summe über 150 Reichstaler in Kupfergeld geliehen habe, um damit Kontributionen zu bezahlen, und dass sie in Silbermünze zu bezahlen versprochen hätte. Es folgen Ausführungen zur Schadloshaltung. Siegelankündigung des Gografen. Vermerk des Notars Johannes Lindenkampff vom 1. August 1639, dass die obige Schadloshaltung auf 150 Reichstaler spricht, der Prälat aber davon 100 Reichstaler an Dietrich Herting zu Warendorf verschrieben habe
B 061u, 146
B 061u Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
1639 Juli 26, 1639 August 1
Papier
Überlieferungsart: Original
Urkunde
Ausstellort: Oelde
Siegelführer: Gogericht Stromberg
Siegelführer: Gogericht Stromberg
Gogericht Stromberg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:21 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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