Johann Jakob Schenk von Stauffenberg auf Rißtissen, Wilflingen und Horn verkauft für sich und alle seine Erben und Nachkommen an die ehrwürdige geistliche Mutter und die Konventschwestern des Franziskanerterziarinnenklosters Oggelsbeuren (Ogelspeuren) und alle ihre Nachkommen den Weiler Berg mit zwei Hofgütern und einem Seldnergütlein bei dem Dorf Moosbeuren mit allen Rechten und Gerechtigkeiten und Ein- und Zugehörungen für 1000 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Ausgenommen sind die vom Haus Österreich zu Lehen rührende Hoch- und Niedergerichtsbarkeit mit dem Blutbann, die dem Aussteller, seinen Erben und Nachkommen vorbehalten bleiben, und die Steuererhebung, die dem Kanton Donau der Reichsritterschaft in Schwaben vorbehalten bleibt. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.
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Johann Jakob Schenk von Stauffenberg auf Rißtissen, Wilflingen und Horn verkauft für sich und alle seine Erben und Nachkommen an die ehrwürdige geistliche Mutter und die Konventschwestern des Franziskanerterziarinnenklosters Oggelsbeuren (Ogelspeuren) und alle ihre Nachkommen den Weiler Berg mit zwei Hofgütern und einem Seldnergütlein bei dem Dorf Moosbeuren mit allen Rechten und Gerechtigkeiten und Ein- und Zugehörungen für 1000 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Ausgenommen sind die vom Haus Österreich zu Lehen rührende Hoch- und Niedergerichtsbarkeit mit dem Blutbann, die dem Aussteller, seinen Erben und Nachkommen vorbehalten bleiben, und die Steuererhebung, die dem Kanton Donau der Reichsritterschaft in Schwaben vorbehalten bleibt. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Nr. 804
II Rißtissen d 23
Act[a] N[ume]ro 12
Kasten Litt[era] A Schubl[ade] N[ume]ro 4
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden
Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden >> Rißtissen
1656 Oktober 25
Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg
Urkunden
Deutsch
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Abschrift
Überlieferungsart: Abschrift
Österreich; Erzhaus
Schenk von Stauffenberg, Johann Jakob; (Wilflinger Linie), 1614-1674
Moosbeuren, Oberstadion UL; Weiler Berg; Herrschaft; Blutbann
Moosbeuren, Oberstadion UL; Weiler Berg; Herrschaft; Hoch- und Niedergerichtsbarkeit
Moosbeuren, Oberstadion UL; Weiler Berg; Herrschaft; Steuererhebung
Moosbeuren, Oberstadion UL; Weiler Berg; Hofgüter
Oggelsbeuren, Attenweiler BC; Franziskannerterziarrinnenkloster
Schwaben; Reichsritterschaft; Kanton Donau; Steuererhebung
Blutbann
Franziskanerterziarinnenklöster
Hoch- und Niedergerichtsbarkeit
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:46 MESZ
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