Taufzeugnis, Impfschein und Unterlagen über das Vermögen des Theodor Friedrich Camill Karl Wilhelm von Tucher
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E 29/VIII Nr. 205
E 29/VIII Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
1838 - 1906
Enthält:
1860, Protestantisches Pfarramt Harburg: Taufzeugnis für Theodor Friedrich Camill Carl Wilhelm von Tucher, geb. 1838 September 15 auf Schloß Leitheim, wurde am 24. September ebenda getauft.
Eltern: Karl Friedrich Wilhelm und Karoline Friederike (= Friederike Karoline) Wilhelmine Camille von Tucher. Taufzeuge: Friedrich Ludwig Camill von Montperny.
1839 Mai: Schutzpocken-Impfschein des Gerichtsarztes des Landgerichts Donauwörth für Theodor Friedrich von Tucher, geb. 1838 September 15.
1838 bis 1859: Auszug aus der Kindergelderrechnung für den Sohn Theodor.
A. Schatzgeld: Theodor erhielt von seinem Großvater Montperny als Patengeschenk die braune Stute Judit, und zwar so, dass dieses Pferd von der Leitheimer Ökonomie benutzt wird, wofür Theodor jährlich 10 Gulden erhält. Weihnachts-, Geburtstags- und Namenstagsgeschenke in Geld von den Eltern und vom Großpapa, der meistens Dukaten schenkt. Verzinsung. 1857 zum letzten Mal Einnahmen von Judit, die im Oktober gestochen werden musste. B. Esterhazy-Lose. Großvater Montperny schenkte den Enkeln 1841 10 solche Lose, von denen inzwischen 3 gezogen und die Gewinne verteilt worden sind. Auf Theodor fällt ein Siebtel. C. Altersgelder.
Undatiert, ca. 1868/69: Theodors Besitz und Einkommen.
Darin u.a. Altersgeldrente aus der Tucherstiftung, auch für die Kinder. Ausstattungskapital für die Töchter. Für die Witwen bestehen 2 Stiftungen: Lebenslängliches Wohnrecht im Tucher'schen Wittumshaus (= S 528), und Altergeldrente für Witwen. Der jeweilige Geschechtsälteste genießt die Wohnung und den Garten bei Wöhrd (= Gärten bei Wöhrd 187 und 194) und die damit verbundene Stiftungsrente.
1870: Zusammenstellung Theodors über sein Vermögen und seinen Grundbesitz (in duplo).
Darin:
Leitheim Haus Nr. 9, 1867 von Magdalena Zinsmeister erworben. Auflistung der Grundstücke nach Plannummern mit Benennung, teilweise Flurnamen. Weitere Grundstückserwerbungen genannt. Hypothekenkapital auf der Staffelwirtschaft in Graisbach. Bayerische Eisenbahnanlehen von 1856
In Vorigem ein Zettel (gleichzeitig): Wohnrecht in Schloss Leitheim im Hochparterre.
Alleiniges Wohnrecht: Das Zimmer an der südöstlichen Ecke, das direkt anschließende, nach Süden gelegene Zimmer, das Zimmer an der nordöstlichen Ecke.
Zur gemeinschaftlichen Nutzung: Das nach Süden gelegene Gästezimmer, das Zimmer an der südwestlichen Ecke, das Badezimmer, die Küche, das Waschhaus, Raum für einen weiblichen Dienstboten.
1906: Vereinbarung zwischen Theodor von Tucher und seiner Tochter Marie (Karoline Friederike), verh. von Harsdorf.
Die Tochter erhielt bislang 3.000 Mark in Monatsraten á 250 Mark als Haushaltungszuschuss vom Vater. Um sie auch nach dessen Tod zu versorgen, erhält sie nun einen Versicherungsschein der Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha von 1882, lautend auf 100.000 Mark. Davon darf sie 70.000 Mark behalten, 30.000 Mark sind ihrer Mutter Josephine (Eleonore) v. Tucher, geb. von La Roche, oder falls diese nicht mehr leben sollte, deren Geschwistern auszuhändigen.
1860, Protestantisches Pfarramt Harburg: Taufzeugnis für Theodor Friedrich Camill Carl Wilhelm von Tucher, geb. 1838 September 15 auf Schloß Leitheim, wurde am 24. September ebenda getauft.
Eltern: Karl Friedrich Wilhelm und Karoline Friederike (= Friederike Karoline) Wilhelmine Camille von Tucher. Taufzeuge: Friedrich Ludwig Camill von Montperny.
1839 Mai: Schutzpocken-Impfschein des Gerichtsarztes des Landgerichts Donauwörth für Theodor Friedrich von Tucher, geb. 1838 September 15.
1838 bis 1859: Auszug aus der Kindergelderrechnung für den Sohn Theodor.
A. Schatzgeld: Theodor erhielt von seinem Großvater Montperny als Patengeschenk die braune Stute Judit, und zwar so, dass dieses Pferd von der Leitheimer Ökonomie benutzt wird, wofür Theodor jährlich 10 Gulden erhält. Weihnachts-, Geburtstags- und Namenstagsgeschenke in Geld von den Eltern und vom Großpapa, der meistens Dukaten schenkt. Verzinsung. 1857 zum letzten Mal Einnahmen von Judit, die im Oktober gestochen werden musste. B. Esterhazy-Lose. Großvater Montperny schenkte den Enkeln 1841 10 solche Lose, von denen inzwischen 3 gezogen und die Gewinne verteilt worden sind. Auf Theodor fällt ein Siebtel. C. Altersgelder.
Undatiert, ca. 1868/69: Theodors Besitz und Einkommen.
Darin u.a. Altersgeldrente aus der Tucherstiftung, auch für die Kinder. Ausstattungskapital für die Töchter. Für die Witwen bestehen 2 Stiftungen: Lebenslängliches Wohnrecht im Tucher'schen Wittumshaus (= S 528), und Altergeldrente für Witwen. Der jeweilige Geschechtsälteste genießt die Wohnung und den Garten bei Wöhrd (= Gärten bei Wöhrd 187 und 194) und die damit verbundene Stiftungsrente.
1870: Zusammenstellung Theodors über sein Vermögen und seinen Grundbesitz (in duplo).
Darin:
Leitheim Haus Nr. 9, 1867 von Magdalena Zinsmeister erworben. Auflistung der Grundstücke nach Plannummern mit Benennung, teilweise Flurnamen. Weitere Grundstückserwerbungen genannt. Hypothekenkapital auf der Staffelwirtschaft in Graisbach. Bayerische Eisenbahnanlehen von 1856
In Vorigem ein Zettel (gleichzeitig): Wohnrecht in Schloss Leitheim im Hochparterre.
Alleiniges Wohnrecht: Das Zimmer an der südöstlichen Ecke, das direkt anschließende, nach Süden gelegene Zimmer, das Zimmer an der nordöstlichen Ecke.
Zur gemeinschaftlichen Nutzung: Das nach Süden gelegene Gästezimmer, das Zimmer an der südwestlichen Ecke, das Badezimmer, die Küche, das Waschhaus, Raum für einen weiblichen Dienstboten.
1906: Vereinbarung zwischen Theodor von Tucher und seiner Tochter Marie (Karoline Friederike), verh. von Harsdorf.
Die Tochter erhielt bislang 3.000 Mark in Monatsraten á 250 Mark als Haushaltungszuschuss vom Vater. Um sie auch nach dessen Tod zu versorgen, erhält sie nun einen Versicherungsschein der Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha von 1882, lautend auf 100.000 Mark. Davon darf sie 70.000 Mark behalten, 30.000 Mark sind ihrer Mutter Josephine (Eleonore) v. Tucher, geb. von La Roche, oder falls diese nicht mehr leben sollte, deren Geschwistern auszuhändigen.
Umfang/Beschreibung: 7 Prod
Archivale
Bemerkungen: Die ersten sechs Produkte in der alten Tektur, bez.: Für meinen lieben Sohn Theodor.
Bemerkungen: Das Tucher'sche Wittumshaus s. Anm. bei Nr. 127
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Marie Karoline Friederike von - geb von Tucher
Indexbegriff Person: Montperny, Friedrich Ludwig Camille von
Indexbegriff Person: Tucher, Frieda = Friederike Karoline Wilhelmine Camilla
Indexbegriff Person: Tucher, Josephine Eleonore geb La Roche
Indexbegriff Person: Tucher, Karl Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Tucher, Marie Karoline Friederike verh Harsdörffer
Indexbegriff Person: Tucher, Theodor = Theodor Friedrich Camill Karl Wilhelm
Indexbegriff Person: Tucher, Theodor Friedrich Camill Karl Wilhelm
Indexbegriff Person: Zinsmeister, Magdalena (Leitheim)
Bemerkungen: Das Tucher'sche Wittumshaus s. Anm. bei Nr. 127
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Marie Karoline Friederike von - geb von Tucher
Indexbegriff Person: Montperny, Friedrich Ludwig Camille von
Indexbegriff Person: Tucher, Frieda = Friederike Karoline Wilhelmine Camilla
Indexbegriff Person: Tucher, Josephine Eleonore geb La Roche
Indexbegriff Person: Tucher, Karl Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Tucher, Marie Karoline Friederike verh Harsdörffer
Indexbegriff Person: Tucher, Theodor = Theodor Friedrich Camill Karl Wilhelm
Indexbegriff Person: Tucher, Theodor Friedrich Camill Karl Wilhelm
Indexbegriff Person: Zinsmeister, Magdalena (Leitheim)
Donauwörth
Gärten bei Wöhrd 187 - Äußere Cramer-Klett-Str. 12
Gärten bei Wöhrd 194 - Keßlerstr.
Gotha
Graisbach, Staffelwirtschaft
Harburg
Leitheim, Haus Nr. 9
Leitheim, Schloß
Leitheim, Schloß - Erdgeschoss Badstübchen
Leitheim, Schloß - Erdgeschoss Dienstbotenzimmer
Leitheim, Schloß - Erdgeschoss Gästezimmer
Leitheim, Schloß - Erdgeschoss Küche
Leitheim, Schloß - Hochparterre = Erdgeschoss
Leitheim, Schloß - Waschhaus
S 528 - Burgstr. 1
Prostestant
Pfarramt, Harburg
Taufschein
Taufzeuge
Impfschein
Gerichtsarzt
Landgericht Donauwörth
Pockenschutzimpfschein
Pockenschutzimpfung
Kindergeldrechnung
Schatzgeld
Pferd
Stute, braune
Patengeschenk
Nutzungsgewinn
Esterhazysche Lose
Losgewinn
Altergeld
Besitz
Einkommen
Altergeldrente
Tucherstiftung
Ausstattungskapital
Witwenstiftung
Geschlechtsältester
Wohnrecht
Garten
Stiftungsrente
Hauserwerb
Plannunmmer
Flurname
Hypothek
Wirtschaft
Eisenbahnanleihen, Bayerische
Gästezimmer
Bad
Küche
Waschhaus
Dienstbotenzimmer
Vereinbarung
Haushaltungszuschuss
Versicherungsschein
Lebensversicherungsbank für Deutschland (Gotha)
Schenkung auf den Todesfall
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Stadtarchiv Nürnberg (Tektonik)
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