Die Appellation richtet sich dagegen, daß dem Appellanten ein Anteil (32 Ruten) am klev. Deich zur Instandhaltung angewiesen worden war. Er erklärt, für seine im Stift Elten gelegene Ward und die zugehörigen Ländereien zur Instandhaltung der dortigen Deiche herangezogen zu werden, und sieht die Heranziehung zur Instandhaltung der klev. Deiche als unberechtigte neue Last. Die Appellaten bestreiten die Berechtigung der Appellation, da nach Herkommen aller zum „wasserländischen Quartier“ gehörenden Orte und der Deichordnung Herzog Wilhelms von 1575 Deichsachen und Entscheidungen der Deichgrafen als eilige, keinen Aufschub duldende Maßnahmen inappellabel seien. Wäre eine Appellation zulässig, hätte diese gegen den klev. Fiskal als rechtlichen Vertreter des Landesherren gerichtet und am RKG oder dem Hofgericht angebracht werden müssen. Inhaltlich betonen sie die Berechtigung der Anordnung, da sich im Eltischen nur ein Sommerdeich befinde, der eigentliche Schutz aber durch den klev. Deich erfolge.
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Die Appellation richtet sich dagegen, daß dem Appellanten ein Anteil (32 Ruten) am klev. Deich zur Instandhaltung angewiesen worden war. Er erklärt, für seine im Stift Elten gelegene Ward und die zugehörigen Ländereien zur Instandhaltung der dortigen Deiche herangezogen zu werden, und sieht die Heranziehung zur Instandhaltung der klev. Deiche als unberechtigte neue Last. Die Appellaten bestreiten die Berechtigung der Appellation, da nach Herkommen aller zum „wasserländischen Quartier“ gehörenden Orte und der Deichordnung Herzog Wilhelms von 1575 Deichsachen und Entscheidungen der Deichgrafen als eilige, keinen Aufschub duldende Maßnahmen inappellabel seien. Wäre eine Appellation zulässig, hätte diese gegen den klev. Fiskal als rechtlichen Vertreter des Landesherren gerichtet und am RKG oder dem Hofgericht angebracht werden müssen. Inhaltlich betonen sie die Berechtigung der Anordnung, da sich im Eltischen nur ein Sommerdeich befinde, der eigentliche Schutz aber durch den klev. Deich erfolge.
AA 0627, 5567 - T 58/347
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VIII: S-T
Reichskammergericht, Teil VIII: S-T >> 2. Buchstabe T
[1662 -], (1575 - 1662)
Enthaeltvermerke: Kläger: Otto von Tengnagel zu der Horst Beklagter: Kurbrandenburgisch-klev. Deichgraf und Landmesser; zur klev. Amtskammer verordnete Präsident und Räte und Johann Kehr, klev. spickischer Deichgraf; Franz von Senhem, klev. Landmesser Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Eberhard Albrecht von Lautterburg 1662 - Subst.: Lic. Johann Konrad Albrecht Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. ? - 2. RKG 1662 - ? (1575 - 1662) Beweismittel: Extrakte aus der Deichordnung Herzog Wilhelms von 1575, deutsch (Bl. 22 - 25), niederdeutsch (Bl. 26 - 29). Beschreibung: 29 Bl., lose; Protokoll ohne Einträge, 13 unquadrangulierte Aktenstücke prod. zwischen 10. September und 17. Oktober 1662.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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28.04.2026, 8:19 AM CEST