Hans Besserer, Verweser der Herrschaft Erbach, als Obmann, und Wilhelm von Bernhausen und Matheus Kraft, Richter und des Rats zu Ulm, Pfleger des Klosters Söflingen, als von den Parteien gewählte Beisitzer, schlichten in Beisein von Konrad von Stadion zu Altheim und Hans Wurm zu Ulm als Inhabern obrigkeitlicher Rechte in Eggingen, den im Prozess an das Kaiserliche Kammergericht gelangten Streit zwischen Cordula von Reischach, Äbtissin zu Söflingen, und ihrem Hintersassen Jacklin Haiden zu Eggingen einerseits und den Vierern daselbst - Lienhart Craumer, Hans Betz, Rudolf Cu(o)n und Utz Dickneter - für die Gemeinde zu Eggingen andererseits wegen der zum Hof des Klosters in Eggingen gehörenden und von Jackln Haiden genutzten Wiese Humelried dahin, dass Haiden die Wiese nutzen soll von St. Walpurgen (Mai 1) bis St. Jakob (Juli 25) und gegen Entrichtung von 7 Heller an die Gemeinde, wenn die Wiese brach liegt, und er das Wässern in der Weise handhaben, wie das die Egginger tun, die die oberen Wiesen im Bruel besitzen, und seine Anstösser das früher getan haben; das jetzt Gemähte aber mag er für sich behalten.