Amtsgericht Jever (Bestand)
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NLA OL, Rep 950 JEV
Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Staatliches Archivgut, Neuere Bestände >> 2.6 Justiz >> 2.6.1 Amtsgerichte
1858-2004
Enthält: Justizverwaltung 1825-1996 (254); Zivilprozesse 1898-1997(10); Beurkundungen 1752-1968 (83); Konkurse, Zwangsversteigerung 1899-1998 (46); Vergleiche, Schiedsgerichtswesen 1924-1925 (1); Strafsachen 1946-1969 (10); Registersachen 1878-2001 (66); Todeserklärungen 1914-1951 (9); Kirchenaustritte 1935-1969 (36); Erb- und Nachlasssachen, Testamente 1813-2004 (35); Adoptionen, Vormundschaften, Pflegschaften, Beistandschaften, Schutzaufsichten, Entmündigungen, Fürsorgeerziehung und Erziehungsbeistandsschaften 1858-1993 (46); Geldwertfestsetzungen, Umstellung von Schulden 1929-1944 (2); Erklärungen von Sparbüchern, Konten, Hypotheken, Grundbriefen und sonstigen Verpflichtungen, Kraftloserklärungen 1729-1974 (46); Regelung der Rechtsverhältnisse wegen Wohnung und Hausrat 1919-1948 (11); Familiensachen, Ehescheidungen, Unterhalts- und Sorgerechtssachen, Vaterschaftssachen 1927-1990 (17); Erbhöfesachen 1933-1951 (98); Rechtsanwälte und Notare (Beurkundungen) 1929-1939 (24); Extraktenbücher (Grundbuchamt) 1876-1890 (30).
Beschreibung: Rep 950 JEV Amtsgericht Jever
Zeit: 1729-2004
Geschichte des Bestandsbildners: Das 1858 in Jever eingerichtete Amtsgericht war zuständig für die Stadt Jever und den gleichnamigen Amtsbezirk. Mit 23.724 Einwohnern war er damals der zweitgrößte des Herzogtums. Die Reform von 1879 änderte an seinem Zuschnitt nichts, wohl aber wuchs im Nordosten um das preußische Wilhelmshaven ein Siedlungsschwerpunkt heran, der 1902 in Bant (später Rüstringen) ein eigenes Amtsgericht erhielt, das bald mehr Bewohner betreute als das alte Amtsgericht. Das Amtsgericht Jever umfasste nach der Gebietsreform 1933 die Stadtgemeinde Jever und die Landgemeinden Wangerland, Wangerooge, Minsen, Kniphausen und Oestringen mit rund 28.200 Einwohnern. Der Sprengel erfuhr auch in der Folgezeit - sieht man von einer Ausdehnung des Stadtgebiets von Wilhelmshaven ab - keine Änderung. Das Amtsgericht ist zuständig für die Gemeinden Jever, Nordseebad Wangerooge, Sande, Schortens, Wangerland und die gemeindefreie Insel Minsener Oldeoog, in denen über 55.000 Menschen leben.
Findmittel: Archivdatenbank
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Beschreibung: Rep 950 JEV Amtsgericht Jever
Zeit: 1729-2004
Geschichte des Bestandsbildners: Das 1858 in Jever eingerichtete Amtsgericht war zuständig für die Stadt Jever und den gleichnamigen Amtsbezirk. Mit 23.724 Einwohnern war er damals der zweitgrößte des Herzogtums. Die Reform von 1879 änderte an seinem Zuschnitt nichts, wohl aber wuchs im Nordosten um das preußische Wilhelmshaven ein Siedlungsschwerpunkt heran, der 1902 in Bant (später Rüstringen) ein eigenes Amtsgericht erhielt, das bald mehr Bewohner betreute als das alte Amtsgericht. Das Amtsgericht Jever umfasste nach der Gebietsreform 1933 die Stadtgemeinde Jever und die Landgemeinden Wangerland, Wangerooge, Minsen, Kniphausen und Oestringen mit rund 28.200 Einwohnern. Der Sprengel erfuhr auch in der Folgezeit - sieht man von einer Ausdehnung des Stadtgebiets von Wilhelmshaven ab - keine Änderung. Das Amtsgericht ist zuständig für die Gemeinden Jever, Nordseebad Wangerooge, Sande, Schortens, Wangerland und die gemeindefreie Insel Minsener Oldeoog, in denen über 55.000 Menschen leben.
Findmittel: Archivdatenbank
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
23,7; 824 Verzeichnungseinheiten (Stand Mai 2016)
Bestand
Literatur: Ingo Hashagen, Das Amtsgericht Jever, in: Jörgen Welp (Red.), "Die Gerichtsbarkeit wird ausgeübt durch Amtsgerichte, ...". 150 Jahre Amtsgerichte im Oldenburger Land, Oldenburg 2008, S. 129-152.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 10:42 MESZ