Haehner, Alfred (Bestand)
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Best. 1193a
Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive >> Buchstabe H
Haehner, Alfred, 1880-1949, Dr. med., Stabsarzt, Leibarzt von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Victoria auf Haus Dora, Medizinalrat in Waldbröl, später ärztlicher Mitarbeiter in einem Versicherungskonzern in Frankfurt.;
Enthält unter anderem:
Ernennung zum Leibarzt, Vertragsangelegenheiten (1920-1923); Tagebücher über den Aufenthalt in Haus Doorn, Amerongen (1919-1924); Aufzeichnungen über den Krankheitsverlauf der Kaiserin Auguste Viktoria (1920-1921); geplante Veröffentlichung der Tagebücher (o. D., 1951, 1965); Briefe von Mitgliedern des kaiserlichen Hauses, u.a. Kaiser Wilhelm II., Kaiserin Auguste Viktoria, Kronprinz Wilhelm, Prinz Adalbert, Prinz August Wilhelm, Prinz Oskar, Prinz Joachim, Herzogin Viktoria Luise und Herzog Ernst August von Hannover, Landgräfin Margarethe von Hessen, Kaiserin Hermine, meist Grüße zu Geburtstagen und Weihnachtsfesten, Reise- und ärztlichen Angelegenheiten (1921-1941); Briefe von Mitgliedern des Hofstaates, u.a. Hofdame Mathilde Gräfin Keller, Sigurd von Ilsemann, Louis Müldner, Adjutant des Kronprinzen, Hofmarschall Karl von Reubeur-Paschwitz (1920-1932); Briefe von ärztlichen Kollegen u.a. Prof. Dr. A. A. Hijmans v. d. Bergh, Utrecht, Prof. Dr. Asch, Breslau, Dr. O. Bruns, Königsberg über den Krankheitszustand der Kaiserin Auguste Viktoria (1919-1924), Briefe von Franz von Papen (1925-1933); Briefe von Haehner an verschiedene Personen betr. u.a. Hochzeit des Kaisers mit Prinzessin Hermine, die Person des Kaisers (1920-1941); Briefe der Kaiserlichen Familie an Sophie Haehner, geb. Stübben, u.a. Kaiser Wilhelm II., Kaiserin Hermine, Kronprinzessin Cecilie (1923-1935); Briefe von Schriftstellern, u.a. Emil Ludwig und Hermann Sudermann (1916-1928), von verschiedenen Personen, u.a. Sigurd von Ilsemann (1933-1940); Niederschriften über Ereignisse in der Kaiserlichen Familie; Programme über Feste und Gottesdienste (1920-1922), Niederschriften zu politischen Ereignissen; Zeitungsartikel; Vorträge, Ansprachen des Kaisers (1921-1926); Fotoalben betr. Haus Doorn, Fotos von Mitgliedern der kaiserlichen Familie, Porträtfotos von Wilhelm II. (1919-1930); Exlibris des Kaisers und der Kaiserin; Gästebuch Haehners mit Eintragungen u.a. des Kaiserpaars, von Leo Frobenius, Ernst Ferdinand Sauerbruch.
I. Einleitung
1. Lebenslauf
Dr. med. Alfred Haehner wurde am 27. Januar 1880 in Düsseldorf als Sohn des Generaloberarztes und Geheimen Sanitätsrates Dr. Hermann Haehner und dessen Frau Klara, geborene Thissen, geboren.
In Köln, wo er seine Jugendjahre verlebte, legte er Ostern 1898 am Städtischen Gymnasium Kreuzgasse sein Abiturexamen ab. (Abt. 205 Nr. 39 Fasz. 64 Abiturzeugnis Haehners).
Wie sein Vater studierte er Medizin und bezog wie dieser auch die Kaiser-Wilhelm-Akademie in Berlin, die Ausbildungsstätte für Militärärzte.
Als Stabsarzt wirkte Haehner in verschiedenen Garderegimentern.
Im 1. Weltkrieg dauernd felddienstuntauglich geworden, wurde Haehner auf eigenen Wunsch ins Kriegsministerium versetzt.
Nach dem Zusammenbruch ernannte ihn das Kaiserpaar zu seinem Leibarzt.
Haehner übte diese Tätigkeit von November 1919 bis Februar 1924 aus. In dieser Zeit erwarb er zusätzlich die Approbation als Arzt in den Niederlanden. Haehner verließ Doorn 1924 und kehrte in den preußischen Staatsdienst als Medizinalrat in Waldbroel/Bergisches Land zurück.
Von dort aus siedelte er nach Frankfurt am Main über und trat in einen Versicherungskonzern als ärztlicher Mitarbeiter ein.
Der 2. Weltkrieg vertrieb ihn nach Seefeld/Tirol; von dort aus kehrte er nach Köln zurück.
Seit dem 20.6.1920 war Haehner mit Sophie Stübben, der Tochter des Städtebaumeisters Joseph Stübben, verheiratet.
Dr. med. Alfred Haehner starb am 26. Oktober 1949 in Köln im Haus seines Schwagers Dr. Leo Schwering, des damaligen Abgeordneten des Wahlkreises Schleiden-Monschau im Landtag NRW.
2. Übernahme des Nachlasses und Ordnungsverfahren
Zusammen mit dem Nachlaß Dr. Leo Schwering wurde der Nachlaß seines Schwagers Dr. Alfred Haehner am 18. August 1971 dem Historischen Archiv der Stadt Köln übergeben. (Acc. 734, 1971). Der Bestand besteht aus 1 Kasten. Er umfaßt im Wesentlichen die Tagebücher und die Korrespondenz Haehners und seiner Frau aus der Zeit als Leibarzt Kaiser Wilhelms II und seiner Gemahlin, von November 1919 bis Februar 1924.
Der Bestand war völlig ungeordnet.
Die Tagebücher wie die Briefe sind mit vorläufigen Nummern versehen worden.
Die Briefe wurden den schadhaften Mappen entnommen und in Archivmappen gelegt. Dann wurden sie einzeln verzeichnet und nach Korrespondenten geordnet, innerhalb der Korrespondetengruppen chronologisch.
Die Tagebücher, die sich vor allem mit der Persönlichkeit des Kaisers, mit seiner Familie und mit den Besuchern in Doorn befassen, sind kurz in Stichworten analysiert worden.
Zwei Niederschriften und ein Zeitungsartikel, die den Tagebüchern lose beigefügt waren, wurden aus konservatorischen Gründen mit Vermerk entnommen, verzeichnet und in die Systematik des Bestandes eingereiht.
Die im Bestand befindliche Fotosammlung konnte, da keine schwerwiegenden Gründe dagegen sprachen, im Verband gelassen werden.
Nach der Klassifizierung sind die Akten neu signiert und durch einen Index zusätzlich erschlossen worden.
3. Benutzungsbestimmungen
Dr. Leo Schwering legte, als Eigentümer des Nachlasses Dr. Alfred Haehner, fest (Schreiben vom 30.10.1970), daß für diesen die gleichen Benutzungsbestimmungen wie für seinen eigenen Nachlaß gelten sollen.
Im Vertrag zwischen Bibliotheksdirektor Dr. Leo Schwering und dem Historischen Archiv der Stadt Köln wurde festgesetzt, daß der Nachlaß Dr. Leo Schwering 10 Jahre nach dem Tode des Nachlassers nur mit Zustimmung dessen Sohnes Oberkustos Dr. Max-Leo Schwering Benutzern vorgelegt werden darf. Nach Ablauf der Frist am 7. Mai 1981 entfallen die Vertragsbestimmungen.
4. Abkürzungen
Blatt = Blatt
eh. = eigenhändig
fl. = Gulden
geschr. = geschrieben
hs. = handschriftlich
ms. = maschinenschriftlich
oD. = ohne Datum
oO. = ohne Ortsangabe
Us. = Unterschrift
Enthält unter anderem:
Ernennung zum Leibarzt, Vertragsangelegenheiten (1920-1923); Tagebücher über den Aufenthalt in Haus Doorn, Amerongen (1919-1924); Aufzeichnungen über den Krankheitsverlauf der Kaiserin Auguste Viktoria (1920-1921); geplante Veröffentlichung der Tagebücher (o. D., 1951, 1965); Briefe von Mitgliedern des kaiserlichen Hauses, u.a. Kaiser Wilhelm II., Kaiserin Auguste Viktoria, Kronprinz Wilhelm, Prinz Adalbert, Prinz August Wilhelm, Prinz Oskar, Prinz Joachim, Herzogin Viktoria Luise und Herzog Ernst August von Hannover, Landgräfin Margarethe von Hessen, Kaiserin Hermine, meist Grüße zu Geburtstagen und Weihnachtsfesten, Reise- und ärztlichen Angelegenheiten (1921-1941); Briefe von Mitgliedern des Hofstaates, u.a. Hofdame Mathilde Gräfin Keller, Sigurd von Ilsemann, Louis Müldner, Adjutant des Kronprinzen, Hofmarschall Karl von Reubeur-Paschwitz (1920-1932); Briefe von ärztlichen Kollegen u.a. Prof. Dr. A. A. Hijmans v. d. Bergh, Utrecht, Prof. Dr. Asch, Breslau, Dr. O. Bruns, Königsberg über den Krankheitszustand der Kaiserin Auguste Viktoria (1919-1924), Briefe von Franz von Papen (1925-1933); Briefe von Haehner an verschiedene Personen betr. u.a. Hochzeit des Kaisers mit Prinzessin Hermine, die Person des Kaisers (1920-1941); Briefe der Kaiserlichen Familie an Sophie Haehner, geb. Stübben, u.a. Kaiser Wilhelm II., Kaiserin Hermine, Kronprinzessin Cecilie (1923-1935); Briefe von Schriftstellern, u.a. Emil Ludwig und Hermann Sudermann (1916-1928), von verschiedenen Personen, u.a. Sigurd von Ilsemann (1933-1940); Niederschriften über Ereignisse in der Kaiserlichen Familie; Programme über Feste und Gottesdienste (1920-1922), Niederschriften zu politischen Ereignissen; Zeitungsartikel; Vorträge, Ansprachen des Kaisers (1921-1926); Fotoalben betr. Haus Doorn, Fotos von Mitgliedern der kaiserlichen Familie, Porträtfotos von Wilhelm II. (1919-1930); Exlibris des Kaisers und der Kaiserin; Gästebuch Haehners mit Eintragungen u.a. des Kaiserpaars, von Leo Frobenius, Ernst Ferdinand Sauerbruch.
I. Einleitung
1. Lebenslauf
Dr. med. Alfred Haehner wurde am 27. Januar 1880 in Düsseldorf als Sohn des Generaloberarztes und Geheimen Sanitätsrates Dr. Hermann Haehner und dessen Frau Klara, geborene Thissen, geboren.
In Köln, wo er seine Jugendjahre verlebte, legte er Ostern 1898 am Städtischen Gymnasium Kreuzgasse sein Abiturexamen ab. (Abt. 205 Nr. 39 Fasz. 64 Abiturzeugnis Haehners).
Wie sein Vater studierte er Medizin und bezog wie dieser auch die Kaiser-Wilhelm-Akademie in Berlin, die Ausbildungsstätte für Militärärzte.
Als Stabsarzt wirkte Haehner in verschiedenen Garderegimentern.
Im 1. Weltkrieg dauernd felddienstuntauglich geworden, wurde Haehner auf eigenen Wunsch ins Kriegsministerium versetzt.
Nach dem Zusammenbruch ernannte ihn das Kaiserpaar zu seinem Leibarzt.
Haehner übte diese Tätigkeit von November 1919 bis Februar 1924 aus. In dieser Zeit erwarb er zusätzlich die Approbation als Arzt in den Niederlanden. Haehner verließ Doorn 1924 und kehrte in den preußischen Staatsdienst als Medizinalrat in Waldbroel/Bergisches Land zurück.
Von dort aus siedelte er nach Frankfurt am Main über und trat in einen Versicherungskonzern als ärztlicher Mitarbeiter ein.
Der 2. Weltkrieg vertrieb ihn nach Seefeld/Tirol; von dort aus kehrte er nach Köln zurück.
Seit dem 20.6.1920 war Haehner mit Sophie Stübben, der Tochter des Städtebaumeisters Joseph Stübben, verheiratet.
Dr. med. Alfred Haehner starb am 26. Oktober 1949 in Köln im Haus seines Schwagers Dr. Leo Schwering, des damaligen Abgeordneten des Wahlkreises Schleiden-Monschau im Landtag NRW.
2. Übernahme des Nachlasses und Ordnungsverfahren
Zusammen mit dem Nachlaß Dr. Leo Schwering wurde der Nachlaß seines Schwagers Dr. Alfred Haehner am 18. August 1971 dem Historischen Archiv der Stadt Köln übergeben. (Acc. 734, 1971). Der Bestand besteht aus 1 Kasten. Er umfaßt im Wesentlichen die Tagebücher und die Korrespondenz Haehners und seiner Frau aus der Zeit als Leibarzt Kaiser Wilhelms II und seiner Gemahlin, von November 1919 bis Februar 1924.
Der Bestand war völlig ungeordnet.
Die Tagebücher wie die Briefe sind mit vorläufigen Nummern versehen worden.
Die Briefe wurden den schadhaften Mappen entnommen und in Archivmappen gelegt. Dann wurden sie einzeln verzeichnet und nach Korrespondenten geordnet, innerhalb der Korrespondetengruppen chronologisch.
Die Tagebücher, die sich vor allem mit der Persönlichkeit des Kaisers, mit seiner Familie und mit den Besuchern in Doorn befassen, sind kurz in Stichworten analysiert worden.
Zwei Niederschriften und ein Zeitungsartikel, die den Tagebüchern lose beigefügt waren, wurden aus konservatorischen Gründen mit Vermerk entnommen, verzeichnet und in die Systematik des Bestandes eingereiht.
Die im Bestand befindliche Fotosammlung konnte, da keine schwerwiegenden Gründe dagegen sprachen, im Verband gelassen werden.
Nach der Klassifizierung sind die Akten neu signiert und durch einen Index zusätzlich erschlossen worden.
3. Benutzungsbestimmungen
Dr. Leo Schwering legte, als Eigentümer des Nachlasses Dr. Alfred Haehner, fest (Schreiben vom 30.10.1970), daß für diesen die gleichen Benutzungsbestimmungen wie für seinen eigenen Nachlaß gelten sollen.
Im Vertrag zwischen Bibliotheksdirektor Dr. Leo Schwering und dem Historischen Archiv der Stadt Köln wurde festgesetzt, daß der Nachlaß Dr. Leo Schwering 10 Jahre nach dem Tode des Nachlassers nur mit Zustimmung dessen Sohnes Oberkustos Dr. Max-Leo Schwering Benutzern vorgelegt werden darf. Nach Ablauf der Frist am 7. Mai 1981 entfallen die Vertragsbestimmungen.
4. Abkürzungen
Blatt = Blatt
eh. = eigenhändig
fl. = Gulden
geschr. = geschrieben
hs. = handschriftlich
ms. = maschinenschriftlich
oD. = ohne Datum
oO. = ohne Ortsangabe
Us. = Unterschrift
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Rechteinformation beim Datengeber zu klären.
10.06.2025, 8:12 AM CEST