A Rep. 082-22 Strausberger Eisenbahn - Strausberger Kleinbahn (Bestand)
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A Rep. 082-22
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 6 Unternehmen der Wirtschaft >> A 6.2 Unternehmen der privaten Wirtschaft >> A Rep. 082 Eisenbahngesellschaften, Klein- und Privatbahnen
1928 - 1948
Vorwort: A Rep. 082-22 Strausberger Eisenbahn
1. Institutionsgeschichte
Um die Stadt Strausberg an die seit 1867 vorhandene Ostbahn anzubinden, wurde am 2. Mai 1893 unter Beteiligung der Provinz Brandenburg und des Landkreises Oberbarnim eine Aktiengesellschaft gegründet, die eine Verbindungsbahn bauen sollte. Schon am 17. August 1893 konnte eine 6,0 Kilometer lange normalspurige Kleinbahn zwischen den Bahnhöfen Strausberg Vorstadt und Strausberg Stadt eröffnet werden, die für den Güterverkehr einen direkten Abzweig zu Ostbahn hatte. Die Bahn wurde zunächst mit kleinen zweiachsigen Dampflokomotiven betrieben und entwickelte sich gut. Betriebsmittelpunkt der Strausberger Kleinbahn war der Bahnhof Strausberg Stadt, dort existierten ein Lokschuppen, eine Güterabfertigung und ein Empfangsgebäude.
1921 wurde die Verbindung wesentlich verbessert: In diesem Jahr wurde eine zusätzliche Trasse bis in die Strausberger Innenstadt hinein eröffnet, und zugleich wurden beide Strecken elektrifiziert. Bis 1926 wurde die Strecke bis zur Provinzialanstalt verlängert.
Ab 1934 wuchs im Zuge der Aufrüstung das Strausberger Industrie- und Gewerbegebiet, wo sich u.a. eine Munitionsfabrik und ein Flugzeugreparaturwerk ansiedelten, die nach 1939 auch ein Fremd- und Zwangsarbeiterlager unterhielten. Auf der Strecke bestand ein reger Güterverkehr und sogar Personenverkehr mit elektrischen Loks.
2. Bestandsgeschichte
Im Unterschied zu vielen Kleinbahnen in Brandenburg wurde die Strausberger Kleinbahn nicht enteignet. Da sich zu Kriegsende 95% der Aktien in städtischem Besitz befanden, wurde die Gesellschaft stattdessen in ein ‚kommunales Wirtschaftsunternehmen' (KWU) umgewandelt.
Dennoch gelangten Unterlagen der Strausberger Kleinbahn in das Archiv der Reichsbahndirektion Berlin in einem Betriebsgebäude am Schöneberger Ufer. Zu diesem Archiv hatten nur wenige Mitarbeiter der RBD Zutritt, da es sich auf Westberliner Gebiet befand.
1997 gab die DB AG das gesamte Archiv der Reichsbahndirektion Berlin an das Landesarchiv Berlin ab, wo die Vorkriegsunterlagen des Archivs zuerst geschlossen unter der Repositur A Rep. 080 geführt wurden.
Im Zuge der Bearbeitung und Neuordnung dieser Überlieferung wurden die Unterlagen verstaatlichter ehemals selbstständiger Klein- und Nebenbahnen aus der A Rep. 080 herausgelöst und als Bestandsserie A Rep. 082 neu formiert. Die Vorkriegsüberlieferung der Kleinbahn erhielt dabei die Repositur A Rep. 082-22.
Die vorhandenen 5 AE wurden neu signiert, kartoniert und in AUGIAS-Archiv neu erschlossen.
Der Bestand umfasst jetzt 5 AE (0,3 lfm.).
Er wird folgendermaßen zitiert: LAB Berlin, A Rep. 082-22, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 080; C Rep. 309
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Preuß, Erich: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen: Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern. Berlin 1994 (transpress-Verlag)
Berlin, November 2011 Martin Luchterhandt
1. Institutionsgeschichte
Um die Stadt Strausberg an die seit 1867 vorhandene Ostbahn anzubinden, wurde am 2. Mai 1893 unter Beteiligung der Provinz Brandenburg und des Landkreises Oberbarnim eine Aktiengesellschaft gegründet, die eine Verbindungsbahn bauen sollte. Schon am 17. August 1893 konnte eine 6,0 Kilometer lange normalspurige Kleinbahn zwischen den Bahnhöfen Strausberg Vorstadt und Strausberg Stadt eröffnet werden, die für den Güterverkehr einen direkten Abzweig zu Ostbahn hatte. Die Bahn wurde zunächst mit kleinen zweiachsigen Dampflokomotiven betrieben und entwickelte sich gut. Betriebsmittelpunkt der Strausberger Kleinbahn war der Bahnhof Strausberg Stadt, dort existierten ein Lokschuppen, eine Güterabfertigung und ein Empfangsgebäude.
1921 wurde die Verbindung wesentlich verbessert: In diesem Jahr wurde eine zusätzliche Trasse bis in die Strausberger Innenstadt hinein eröffnet, und zugleich wurden beide Strecken elektrifiziert. Bis 1926 wurde die Strecke bis zur Provinzialanstalt verlängert.
Ab 1934 wuchs im Zuge der Aufrüstung das Strausberger Industrie- und Gewerbegebiet, wo sich u.a. eine Munitionsfabrik und ein Flugzeugreparaturwerk ansiedelten, die nach 1939 auch ein Fremd- und Zwangsarbeiterlager unterhielten. Auf der Strecke bestand ein reger Güterverkehr und sogar Personenverkehr mit elektrischen Loks.
2. Bestandsgeschichte
Im Unterschied zu vielen Kleinbahnen in Brandenburg wurde die Strausberger Kleinbahn nicht enteignet. Da sich zu Kriegsende 95% der Aktien in städtischem Besitz befanden, wurde die Gesellschaft stattdessen in ein ‚kommunales Wirtschaftsunternehmen' (KWU) umgewandelt.
Dennoch gelangten Unterlagen der Strausberger Kleinbahn in das Archiv der Reichsbahndirektion Berlin in einem Betriebsgebäude am Schöneberger Ufer. Zu diesem Archiv hatten nur wenige Mitarbeiter der RBD Zutritt, da es sich auf Westberliner Gebiet befand.
1997 gab die DB AG das gesamte Archiv der Reichsbahndirektion Berlin an das Landesarchiv Berlin ab, wo die Vorkriegsunterlagen des Archivs zuerst geschlossen unter der Repositur A Rep. 080 geführt wurden.
Im Zuge der Bearbeitung und Neuordnung dieser Überlieferung wurden die Unterlagen verstaatlichter ehemals selbstständiger Klein- und Nebenbahnen aus der A Rep. 080 herausgelöst und als Bestandsserie A Rep. 082 neu formiert. Die Vorkriegsüberlieferung der Kleinbahn erhielt dabei die Repositur A Rep. 082-22.
Die vorhandenen 5 AE wurden neu signiert, kartoniert und in AUGIAS-Archiv neu erschlossen.
Der Bestand umfasst jetzt 5 AE (0,3 lfm.).
Er wird folgendermaßen zitiert: LAB Berlin, A Rep. 082-22, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 080; C Rep. 309
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Preuß, Erich: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen: Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern. Berlin 1994 (transpress-Verlag)
Berlin, November 2011 Martin Luchterhandt
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 080 Eisenbahndirektion Berlin
LAB C Rep. 309 Reichsbahndirektion Berlin
LAB C Rep. 309 Reichsbahndirektion Berlin
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ
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