Immission der Appellaten in den Zehnten Johanns von Binsfeld zu Frauwüllesheim (Kr. Düren) und in seinen Hof zu Enzen (Kr. Euskirchen). Wilhelm von Palant, Herr zu Laurenzberg, Bettendorf und Weisweiler, hatte am 29. Sept. 1594 mit Wissen und Willen seiner verwitweten Mutter Anna von Gertzen [gen. Sintzig] von Kaspar von Bourscheidts Eltern Dietrich von Bourscheidt und Lucretia von Zweifel 3000 Goldgulden gegen eine Jahrrente von 187 ½ Goldgulden aufgenommen und dafür seine Einkünfte (Zehnt) zu Weisweiler, die 70 Mltr. Roggen jährl. betrugen, zu Unterpfand gesetzt (II 620-627); da auf Weisweiler jedoch schon eine seinem dortigen Mitherren Wilhelm von Hatzfeldt zustehende Hypothek von 2000 Tlr. lag, versprach er, diese abzutragen (II 628-630). Diese Geldaufnahme bzw. Vereinbarung ihres Sohnes wurde von Anna am 24. Juni 1600 ratifiziert, die zugleich von Kaspars Eltern weitere 3000 Goldgulden gegen eine Jahrrente in gleicher Höhe aufnahm, wofür ihr Neffe („Vetter“) Johann von Binsfeld (Sohn Konrads von Binsfeld und Marias von Gertzen, der Schwester Annas) seinen Zehnt zu Frauwüllesheim und seinen Hof zu Enzen verpfändete. Während nun zwar Hatzfeldt ausgezahlt wurde, blieb die Jahrrente außer einer 1602 gezahlten Summe von 654 Gulden unbezahlt. Im Zusammenhang mit dem Attentatsmandat Erscheinen des Herzogs und Streit, inwieweit es zulässig sei, daß er seine zitierten Beamten vertrete.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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