Kulturpolitische Debatte anläßlich der Beratungen zum Kultusetat 1968
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D671007/503
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1967 >> Dezember
9. Dezember 1967
(O-Ton) Gerhard Weng, Dr., MdL, CDU, Tübingen: Die gute Ordnung an den hohen Bildungsstätten des Landes, die vorbildlich sein sollen, erhalten / Kein "neuer Hitler" notwendig, die parlamentarische Demokratie ist dazu selbst im Stande (Applaus) / Der Unterschied zwischen Unruhe und Lärm / "Die heutige Generation ist nicht gewillt, lediglich passiver Vermögensverwalter und Erbe der Aufbauzeit zu sein" / In der Überflussgesellschaft der Jugend Aufgaben zuweisen in Heimat und Welt, Erwachsene als Vorbild vorangehen / (3'16)
(O-Ton) Nikolaus Lorenz, MdL, SPD, Lörrach: Hochschulreform vordringlich und unaufschiebbar / Bewußtseinsbildendes Verdienst der aktiven Studentenschaft / Aufgabe des Landtags: fortschrittliches Hochschulgesetz / Verurteilt Ausschreitungen / Fordert echte Toleranz, beispielgebend für das Bekenntnis zur Demokratie / Nicht nur radikale zersetzende Kritik gefährdet die Demokratie, sondern auch die große Mehrheit passiver Zuschauer / (2'25)
(O-Ton) Wolfgang Vogt, Dr., MdL, FDP, Pforzheim: Auch die Wirtschaft ist Ausdruck der Kultur unserer Gesellschaft / Kulturpolitik betrifft nicht nur Künste und Wissenschaften im engeren Sinne / Bildungsrausch, Sozialromantiker / Zur Bildungspolitik ist wie zum Kriegführen Geld, Geld, Geld erforderlich / Enger Zusammenhang zwischen Bildungspolitik und Wirtschaft / Empirisch und theoretisch orientierte Bildungsforschung gefordert / (2'42)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Nicht eigentlich eine Krise der Hochschulen, sondern eine Krise eines Teils der Studentenschaft in ihrem Verhältnis zur Gesellschaft / Das Ziel derer ist keine Hochschulreform, sondern eine Gesellschaftsreform im Sinne Che Guevaras oder Marcuses / Hochschule als Mittel zum Zweck, die parlamentarische Demokratie abzuschaffen zu Gunsten einer idealkommunistischen Gesellschaft / Eine kleine radikale Gruppe gegen die überwiegende, ein geordnetes Studium wünschende Mehrheit der Studenten / Zusammenwirken mit der in den Zielen einigen Mehrheit der Studenten, Abhilfe bei berechtigten Anliegen, fest bleiben bei über das Ziel hinaus schießenden Forderungen / (2'51)
(O-Ton) Nikolaus Lorenz, MdL, SPD, Lörrach: Hochschulreform vordringlich und unaufschiebbar / Bewußtseinsbildendes Verdienst der aktiven Studentenschaft / Aufgabe des Landtags: fortschrittliches Hochschulgesetz / Verurteilt Ausschreitungen / Fordert echte Toleranz, beispielgebend für das Bekenntnis zur Demokratie / Nicht nur radikale zersetzende Kritik gefährdet die Demokratie, sondern auch die große Mehrheit passiver Zuschauer / (2'25)
(O-Ton) Wolfgang Vogt, Dr., MdL, FDP, Pforzheim: Auch die Wirtschaft ist Ausdruck der Kultur unserer Gesellschaft / Kulturpolitik betrifft nicht nur Künste und Wissenschaften im engeren Sinne / Bildungsrausch, Sozialromantiker / Zur Bildungspolitik ist wie zum Kriegführen Geld, Geld, Geld erforderlich / Enger Zusammenhang zwischen Bildungspolitik und Wirtschaft / Empirisch und theoretisch orientierte Bildungsforschung gefordert / (2'42)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Nicht eigentlich eine Krise der Hochschulen, sondern eine Krise eines Teils der Studentenschaft in ihrem Verhältnis zur Gesellschaft / Das Ziel derer ist keine Hochschulreform, sondern eine Gesellschaftsreform im Sinne Che Guevaras oder Marcuses / Hochschule als Mittel zum Zweck, die parlamentarische Demokratie abzuschaffen zu Gunsten einer idealkommunistischen Gesellschaft / Eine kleine radikale Gruppe gegen die überwiegende, ein geordnetes Studium wünschende Mehrheit der Studenten / Zusammenwirken mit der in den Zielen einigen Mehrheit der Studenten, Abhilfe bei berechtigten Anliegen, fest bleiben bei über das Ziel hinaus schießenden Forderungen / (2'51)
0:13:12; 0'13
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
Außerparlamentarische Willensbildung: APO
Bildung
Demokratie
Generationenproblem
Jugend
Kulturpolitik
Reform
Student
Universität
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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