Notar Johannes Binder von Schaffhausen ("Scaffusa"), Schreiber der Konstanzer Kurie und des Offizials, beurkundet Urteil des Konstanzer Offizials in Rechtsstreit zwischen Abt und Konvent zu Weingarten und Peter Keller von Immenstaad betreffend einen Hof zu Bermatingen, genannt "in dem Riet". Keller hatte ohne Zustimmung des Klosters zugunsten der Kirchenfabrik von Kippenhausen einen Zins von 2 Eimern Wein auf einen zu dem Hof gehörenden Weinberg gelegt. Obwohl er Leibeigener des Klosters war, hat er das Bürgerrecht von Buchhorn angenommen. Der Beklagte wird verurteilt, den Weingarten von der Zinslast zu befreien und das Kloster künftig im Besitz des Hofs nicht mehr zu stören. Sein Prokurator Johannes Nördlinger appelliert gegen das Urteil an das Mainzer Metropolitangericht. Das Urteil wurde publiziert in Gegenwart von Dr. decr. Rudolf Spitzli, Lic. decr. Johannes Keller und des Advokaten Johannes Schurpher.
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Notar Johannes Binder von Schaffhausen ("Scaffusa"), Schreiber der Konstanzer Kurie und des Offizials, beurkundet Urteil des Konstanzer Offizials in Rechtsstreit zwischen Abt und Konvent zu Weingarten und Peter Keller von Immenstaad betreffend einen Hof zu Bermatingen, genannt "in dem Riet". Keller hatte ohne Zustimmung des Klosters zugunsten der Kirchenfabrik von Kippenhausen einen Zins von 2 Eimern Wein auf einen zu dem Hof gehörenden Weinberg gelegt. Obwohl er Leibeigener des Klosters war, hat er das Bürgerrecht von Buchhorn angenommen. Der Beklagte wird verurteilt, den Weingarten von der Zinslast zu befreien und das Kloster künftig im Besitz des Hofs nicht mehr zu stören. Sein Prokurator Johannes Nördlinger appelliert gegen das Urteil an das Mainzer Metropolitangericht. Das Urteil wurde publiziert in Gegenwart von Dr. decr. Rudolf Spitzli, Lic. decr. Johannes Keller und des Advokaten Johannes Schurpher.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 8
GLAK 7/008
00405
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1404 März 1 (die prima mensis Martii)
42,5 x 45,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Lateinisch
Ausstellungsort: Konstanz
Aussteller: Notar Johannes Binder von Schaffhausen ("Scaffusa"), Schreiber der Konstanzer Kurie und des Offizials
Empfänger: Abt und Konvent zu Weingarten
Zeugen: Heinrich am Hoff und Johannes Sidennäyger, Notare der Konstanzer Kurie
Siegler: Offizial von Konstanz
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Aussteller: Notar Johannes Binder von Schaffhausen ("Scaffusa"), Schreiber der Konstanzer Kurie und des Offizials
Empfänger: Abt und Konvent zu Weingarten
Zeugen: Heinrich am Hoff und Johannes Sidennäyger, Notare der Konstanzer Kurie
Siegler: Offizial von Konstanz
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Binder, Johannes, Notar
Hoff, Heinrich am; Notar
Keller, Johannes, Lic. decr.
Keller, Peter
Nördlinger, Johannes; Prokurator
Schurpher, Johannes, Advokat
Sidennäyger, Johannes, Notar
Spitzli, Rudolf, Dr. decr.
Bermatingen FN
Buchhorn = Friedrichshafen FN; Einwohner
Immenstaad am Bodensee FN; Einwohner
Kippenhausen : Immenstaad am Bodensee FN; Kirchenfabrik
Konstanz KN; Bistum, Offizial
Konstanz KN; Kurie, Notare
Konstanz KN; Kurie, Schreiber
Mainz MZ; Metropolitangericht
Riet, in dem : Bermatingen FN
Schaffhausen [CH]; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Leibeigene
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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