Kreis-, Amts- und Stadtgerichte (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
XX. HA, Rep. 39
Tektonik >> TERRITORIALÜBERLIEFERUNGEN, PROVINZIAL- UND LOKALBEHÖRDEN >> Preußenland / Ostpreußen >> Die preußische Provinz bis 1945 >> Justizverwaltung und -ausübung
Laufzeit: 1616 - 1949
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Vorbemerkung
Behördengeschichte:
Im Zuge der Justizreform 1849 wurden sowohl die Privatgerichtsbarkeit als auch der eximierte (besonderer) Gerichtsstand aufgehoben. Die Justizverwaltung in erster Instanz erfolgte von jetzt an durch kollegial eingerichtete Kreis- und Stadtgerichte mit Einbeziehung von Einzelrichtern. In deren Zuständigkeitsbereich fielen Zivil- und Strafsachen, einschließlich Kreditangelegenheiten und Zwangsversteigerungen. [1]
Mit der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 27. Januar 1877 (Inkraftsetzung ab 01. Oktober 1879)[2] wurde die erste einheitliche Gerichtsverfassung des Deutschen Reiches begründet. Das auch heute in weiten Teilen noch gültige Gesetz regelt unter anderem Aufbau und Zuständigkeiten der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Straf- und Zivilsachen in erster Instanz. Weitere Regelungen betreffen den Rechtsmittelbezug, ebenso Besetzung und Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Spruchkörper. Im weiteren Verlauf wurde im "Ausführungsgesetz zum Deutschen Gerichtsverfassungsgesetz" vom 24. April 1878 [3] unter anderem die Aufhebung der Stadt- und Kreisgerichte festgelegt. Zeitgleich mit dem Gerichtsverfassungsgesetz trat die "Verordnung, betreffend die Errichtung der Amtsgerichte" vom 26. Juli 1878 [4] in Kraft.
Bestandsgeschichte:
Die im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz vorhandene Territorialüberlieferung Ostpreußens setzt sich im Wesentlichen aus denjenigen Beständen, Nachlässen und Sammlungen des früheren Staatsarchivs Königsberg/Preußen zusammen, die vor Ende des Zweiten Weltkriegs nach Westen verlagert und über das damalige Staatliche Archivlager in Göttingen 1979 an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz abgegeben wurden. Während das Archiv des Deutschen Ordens (bis 1525) und des Herzogtums Preußen (bis 1701) fast vollständig hier zur Verfügung stehen, nimmt die Überlieferungsdichte im folgenden Zeitraum kontinuierlich ab; im späten 19. und im 20. Jahrhundert ist dann nur noch ein kleiner Ausschnitt des ursprünglichen Archiv- bzw. Behördenschriftguts vorhanden.
Das im damaligen Staatsarchiv Königsberg unter der Repositur 39 Amtsgerichte, Kreisgerichte, Stadtgerichte, Kreisjustizkommissionen verwahrte Archivgut ist bis auf eine Verzeichnungseinheit [5] nicht überliefert. Erhalten ist jedoch das umfangreiche Altfindmittel, das die in den Jahren 1934 bis 1942 aus den Registraturen von Gerichtsbehörden übernommenen Aktenzugänge dokumentiert.[6] Reste der ursprünglichen Überlieferung werden heute im Staatsarchiv in Olsztyn (Archiwum Panstwowe w Olsztynie) verwahrt.[7] Überlieferungen der Amtsgerichte Heydekrug (1772 - 1944) sowie Ruß (1782 - 1943) sind zudem im Litauischen Zentralen Staatsarchiv (LCVA) in Vilnius vorhanden.[8]
Die vorliegende Überlieferung wurde bereits im sogenannten "Zonalen Archivlager" in Goslar aus Justizschriftgut angelegt, das aus dem NS-Gauarchiv von Ostpreußen [9] stammte. Weitere Zugänge erhielt das Geheime Staatarchiv PK durch eine umfangreiche Aktenabgabe des Bundesarchivs anlässlich eines Archivalienaustausches im Jahre 1969.[10] Nach Übernahme der im Göttinger Archivlager [11] betreuten Bestände des ehemaligen Staatsarchivs Königsberg erfolgte die Aufstellung als XX. HA, Repositur 39 Kreis-, Amts- und Stadtgerichte. Aufgrund weiterer Aktenzugänge [12] erfolgte 1995 eine Neuverzeichnung der Überlieferung. Dabei wurden auch die in einem gesonderten Findbuch aufgeführten Akten des Amtsgerichtes Nordenburg [13] mit aufgenommen. Zudem wurden die Aktenbände der Kreisjustizkommission Saalfeld ausgesondert und in die neu gebildete Überlieferung XX. HA, Rep. 42 Kreisjustizkommission zu Saalfeld integriert.
Im Zuge von Aktenabgaben durch das Landesarchiv Greifswald 2014/15 erfolgte im Jahre 2016 eine Bestandsrevision und Neuverpackung der Archivalien. Für das vorliegende Findbuch wurde die bestehende Verzeichnung im Hinblick auf die Onlinestellung durch die Unterzeichnende überarbeitet, neu klassifiziert [14] und durch Indizes erschlossen.
Verweis auf weitere Bestände des GStA PK:
- XX. HA, Rep. 31 Oberlandesgericht zu Königsberg
- XX. HA, Rep. 36 Landgerichte
- XX. HA, Rep. 38 a Amtsgericht zu Königsberg
- XX. HA, Rep. 38 b Stadtgericht zu Königsberg
- XX. HA, Rep. 42 Kreisjustizkommission zu Saalfeld
- XIV. HA Westpreußen, Rep.117 Justizbehörden
- I. HA Rep. 84 a Justizministerium
- I. HA Rep. 217 Preußisches Landeserbhofgericht zu Celle.
Weiterführende Literatur:
- Biernat, Czeslaw: Staatsarchiv Danzig - Wegweiser durch die Bestände bis zum Jahr 1945. Generaldirektion der Staatlichen Archive Polens, aus dem Polnischen übersetzt von Stephan Niedermeier. München 2000 (Schriften des Bundesinstituts für ostdeutsche Kultur und Geschichte, Band 16).
- Boberach, Heinz, Thommes, Rolf, Weiß, Hermann (Bearbeiter): Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates. Handbuch für die Benutzung von Quellen der nationalsozialistischen Zeit. Amtsbezeichnungen, Ränge und Verwaltungsgliederungen, Abkürzungen und nichtmilitärische Tarnbezeichnungen. München 1997.
- Gahlbeck, Christian, Vaivada, Vacys (Bearbeiter): Archivführer zur Geschichte des Memelgebiets und der deutsch-litauischen Beziehungen. München 2006 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa, Band 27).
- Gruchmann, Lothar: Justiz im Dritten Reich 1933 - 1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner. München 1988.
- Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945, Reihe A: Preußen, herausgegeben von Walther Hubatsch, Band 1: Ost- und Westpreußen, bearbeitet von Dieter Stüttgen. Marburg/Lahn 1975, Seite 7 folgende.
- Forstreuter, Kurt: Das Preußische Staatsarchiv in Königsberg. Göttingen 1955.
- Jähnig, Bernhart: Verlagerung der Königsberger Archivbestände von Göttingen nach Berlin, in: Der Archivar, Jahrgang 34, Heft 3, 1981, Spalte 400 - Spalte 402.
- Korejwo, Mariusz Tomasz: Archiwum Panstwowe w Olsztynie: informator o zasobie archiwalnym. Warszawa: Naczelna Dyrekcja Archiwów Panstwowych; Archiwum Panstwowe w Olsztynie, 2007.
- Laczny, Joachim: Verzeichnisse der 1944 nach Grasleben überführten Archivalien des Staatsarchivs Königsberg, in: Preußenland. Neue Folge 7/2016, Seite 155 - Seite 176.
- Täubrich, Rainer (Bearbeiter): Archive in Ostpreußen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Bonn 1990.
Formalangaben:
Letzte vergebene Nummer*:
(* bei Signierung nach nc)
Umfang (in laufenden Metern): 3,6
Lagerungsort: Dahlem
Die Akten sind auf weißen Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
XX. HA, Rep. 39 #, Nr. # + ggf. Band #
Zitierweise:
XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg, Rep. 39 Kreis-, Amts- und Stadtgerichte, # Nr. # + ggf. Band #
Berlin, 20. September 2021 (Constanze Krause M.A.; Archivamtsrätin)
______________________
Endnoten:
[1] Vgl. "Verordnung über die Aufhebung der Privatgerichtsbarkeit und des eximirten Gerichtsstandes, sowie über die anderweitige Organisation der Gerichte. Vom 2. Januar 1849", in: Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten, Band 1849, Nr. 1, Seite 1 ff.
[2] Vgl. Deutsches Reichsgesetzblatt, Band 1877, Nr. 4, Seite 41 - Seite 76.
[3] Vgl. Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten, Band 1878, Nr. 20, Seite 230 ff.
[4] Vgl. Ebenda, Nr. 25, Seite 275 ff.
[5] Reisen des Königs nach Gumbinnen, 1846 - 1871, 1890 (Signatur: GStA PK, XX. HA, Rep. 39, Gumbinnen Nr. 1).
[6] Vgl. GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1318.
[7] Vgl. Korejwo, Mariusz Tomasz: Archiwum Panstwowe w Olsztynie: informator o zasobie archiwalnym. Warszawa: Naczelna Dyrekcja Archiwów Panstwowych; Archiwum Panstwowe w Olsztynie, 2007, Seite 138 ff.
[8] Vgl. Gahlbeck, Christian, Vaivada, Vacys (Bearbeiter): Archivführer zur Geschichte des Memelgebiets und der deutsch-litauischen Beziehungen. München 2006, Seite 491 ff. sowie Seite 591 ff. (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa, Band 27).
[9] Heutige Repositur: XX. HA, Historisches Staatsarchiv Königsberg, Rep. 240 NSDAP-Gauarchiv.
Darunter befanden sich auch zahlreiche Zivilprozessakten (Signaturen: GStA PK, XX. HA, Rep. 39, Memel Nr. 1 - Nr. 79, Nr. 84 - Nr. 104) von Beamten und Angestellten gegen den Memelländischen Staat, da in den 1920er und 1930er Jahren von der unter litauischer Mehrheit stehenden Regierung des autonomen Memelgebietes zahlreiche öffentliche Beamte und Angestellte aus ihren Dienststellungen unter fadenscheiniger Begründung - lediglich wegen ihrer deutschen Herkunft - entlassen wurden.
[10] In Koblenz waren die Akten als Bestand Ost 2 "Justizbehörden innerhalb Preußens" aufgestellt. Dieses Archivgut wurde hier zunächst als XIII. HA Ostpreußen, Justizbehörden aufgestellt und später in die XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg eingearbeitet. Vgl. GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1321.
[11] 1952/53 wurde das in Goslar verwahrte Archivgut nach Göttingen verbracht.
[12] Dabei handelt es sich unter anderem um Abgaben aus dem Stadtgericht Berlin-Mitte und dem Archivdepot der ehemaligen staatlichen Archivverwaltung der DDR in Barby im Jahre 1991.
[13] Vgl. GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1426 sowie GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1427.
[14] Die bestehende alphabetische Gliederung der ostpreußischen Untergerichte wurde aufgelöst. Die Neuklassifizierung der Überlieferung erfolgte nach der Organisationsstruktur der Gerichtsbehörden gemäß Handbuch für den Preußischen Staat 1935, Seite 227 ff. sowie "Ordentliche Gerichtsbarkeit und Sondergerichtsbarkeit in Strafsachen", in: Boberach, Heinz, Thommes, Rolf, Weiß, Hermann: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates. Handbuch für die Benutzung von Quellen der nationalsozialistischen Zeit. Amtsbezeichnungen, Ränge und Verwaltungsgliederungen, Abkürzungen und nichtmilitärische Tarnbezeichnungen. München 1997, Seite 156 ff.
Entsprechend des internen Arbeitsmaterials "Vorgaben zur Verzeichnung im Geheimen Staatsarchiv PK. 1. Verzeichnung von Akten". Berlin 2018 erfolgt eine Untergliederung einer Klassifikationsgruppe nur, wenn mindestens zwei Unterpunkte gebildet werden können. Um die Zersplitterung der Überlieferung zu dokumentieren, wurde im vorliegenden Findbuch davon abgewichen.
Zitierweise: GStA PK, XX. HA, Rep. 39
Vorbemerkung
Behördengeschichte:
Im Zuge der Justizreform 1849 wurden sowohl die Privatgerichtsbarkeit als auch der eximierte (besonderer) Gerichtsstand aufgehoben. Die Justizverwaltung in erster Instanz erfolgte von jetzt an durch kollegial eingerichtete Kreis- und Stadtgerichte mit Einbeziehung von Einzelrichtern. In deren Zuständigkeitsbereich fielen Zivil- und Strafsachen, einschließlich Kreditangelegenheiten und Zwangsversteigerungen. [1]
Mit der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 27. Januar 1877 (Inkraftsetzung ab 01. Oktober 1879)[2] wurde die erste einheitliche Gerichtsverfassung des Deutschen Reiches begründet. Das auch heute in weiten Teilen noch gültige Gesetz regelt unter anderem Aufbau und Zuständigkeiten der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Straf- und Zivilsachen in erster Instanz. Weitere Regelungen betreffen den Rechtsmittelbezug, ebenso Besetzung und Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Spruchkörper. Im weiteren Verlauf wurde im "Ausführungsgesetz zum Deutschen Gerichtsverfassungsgesetz" vom 24. April 1878 [3] unter anderem die Aufhebung der Stadt- und Kreisgerichte festgelegt. Zeitgleich mit dem Gerichtsverfassungsgesetz trat die "Verordnung, betreffend die Errichtung der Amtsgerichte" vom 26. Juli 1878 [4] in Kraft.
Bestandsgeschichte:
Die im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz vorhandene Territorialüberlieferung Ostpreußens setzt sich im Wesentlichen aus denjenigen Beständen, Nachlässen und Sammlungen des früheren Staatsarchivs Königsberg/Preußen zusammen, die vor Ende des Zweiten Weltkriegs nach Westen verlagert und über das damalige Staatliche Archivlager in Göttingen 1979 an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz abgegeben wurden. Während das Archiv des Deutschen Ordens (bis 1525) und des Herzogtums Preußen (bis 1701) fast vollständig hier zur Verfügung stehen, nimmt die Überlieferungsdichte im folgenden Zeitraum kontinuierlich ab; im späten 19. und im 20. Jahrhundert ist dann nur noch ein kleiner Ausschnitt des ursprünglichen Archiv- bzw. Behördenschriftguts vorhanden.
Das im damaligen Staatsarchiv Königsberg unter der Repositur 39 Amtsgerichte, Kreisgerichte, Stadtgerichte, Kreisjustizkommissionen verwahrte Archivgut ist bis auf eine Verzeichnungseinheit [5] nicht überliefert. Erhalten ist jedoch das umfangreiche Altfindmittel, das die in den Jahren 1934 bis 1942 aus den Registraturen von Gerichtsbehörden übernommenen Aktenzugänge dokumentiert.[6] Reste der ursprünglichen Überlieferung werden heute im Staatsarchiv in Olsztyn (Archiwum Panstwowe w Olsztynie) verwahrt.[7] Überlieferungen der Amtsgerichte Heydekrug (1772 - 1944) sowie Ruß (1782 - 1943) sind zudem im Litauischen Zentralen Staatsarchiv (LCVA) in Vilnius vorhanden.[8]
Die vorliegende Überlieferung wurde bereits im sogenannten "Zonalen Archivlager" in Goslar aus Justizschriftgut angelegt, das aus dem NS-Gauarchiv von Ostpreußen [9] stammte. Weitere Zugänge erhielt das Geheime Staatarchiv PK durch eine umfangreiche Aktenabgabe des Bundesarchivs anlässlich eines Archivalienaustausches im Jahre 1969.[10] Nach Übernahme der im Göttinger Archivlager [11] betreuten Bestände des ehemaligen Staatsarchivs Königsberg erfolgte die Aufstellung als XX. HA, Repositur 39 Kreis-, Amts- und Stadtgerichte. Aufgrund weiterer Aktenzugänge [12] erfolgte 1995 eine Neuverzeichnung der Überlieferung. Dabei wurden auch die in einem gesonderten Findbuch aufgeführten Akten des Amtsgerichtes Nordenburg [13] mit aufgenommen. Zudem wurden die Aktenbände der Kreisjustizkommission Saalfeld ausgesondert und in die neu gebildete Überlieferung XX. HA, Rep. 42 Kreisjustizkommission zu Saalfeld integriert.
Im Zuge von Aktenabgaben durch das Landesarchiv Greifswald 2014/15 erfolgte im Jahre 2016 eine Bestandsrevision und Neuverpackung der Archivalien. Für das vorliegende Findbuch wurde die bestehende Verzeichnung im Hinblick auf die Onlinestellung durch die Unterzeichnende überarbeitet, neu klassifiziert [14] und durch Indizes erschlossen.
Verweis auf weitere Bestände des GStA PK:
- XX. HA, Rep. 31 Oberlandesgericht zu Königsberg
- XX. HA, Rep. 36 Landgerichte
- XX. HA, Rep. 38 a Amtsgericht zu Königsberg
- XX. HA, Rep. 38 b Stadtgericht zu Königsberg
- XX. HA, Rep. 42 Kreisjustizkommission zu Saalfeld
- XIV. HA Westpreußen, Rep.117 Justizbehörden
- I. HA Rep. 84 a Justizministerium
- I. HA Rep. 217 Preußisches Landeserbhofgericht zu Celle.
Weiterführende Literatur:
- Biernat, Czeslaw: Staatsarchiv Danzig - Wegweiser durch die Bestände bis zum Jahr 1945. Generaldirektion der Staatlichen Archive Polens, aus dem Polnischen übersetzt von Stephan Niedermeier. München 2000 (Schriften des Bundesinstituts für ostdeutsche Kultur und Geschichte, Band 16).
- Boberach, Heinz, Thommes, Rolf, Weiß, Hermann (Bearbeiter): Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates. Handbuch für die Benutzung von Quellen der nationalsozialistischen Zeit. Amtsbezeichnungen, Ränge und Verwaltungsgliederungen, Abkürzungen und nichtmilitärische Tarnbezeichnungen. München 1997.
- Gahlbeck, Christian, Vaivada, Vacys (Bearbeiter): Archivführer zur Geschichte des Memelgebiets und der deutsch-litauischen Beziehungen. München 2006 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa, Band 27).
- Gruchmann, Lothar: Justiz im Dritten Reich 1933 - 1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner. München 1988.
- Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945, Reihe A: Preußen, herausgegeben von Walther Hubatsch, Band 1: Ost- und Westpreußen, bearbeitet von Dieter Stüttgen. Marburg/Lahn 1975, Seite 7 folgende.
- Forstreuter, Kurt: Das Preußische Staatsarchiv in Königsberg. Göttingen 1955.
- Jähnig, Bernhart: Verlagerung der Königsberger Archivbestände von Göttingen nach Berlin, in: Der Archivar, Jahrgang 34, Heft 3, 1981, Spalte 400 - Spalte 402.
- Korejwo, Mariusz Tomasz: Archiwum Panstwowe w Olsztynie: informator o zasobie archiwalnym. Warszawa: Naczelna Dyrekcja Archiwów Panstwowych; Archiwum Panstwowe w Olsztynie, 2007.
- Laczny, Joachim: Verzeichnisse der 1944 nach Grasleben überführten Archivalien des Staatsarchivs Königsberg, in: Preußenland. Neue Folge 7/2016, Seite 155 - Seite 176.
- Täubrich, Rainer (Bearbeiter): Archive in Ostpreußen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Bonn 1990.
Formalangaben:
Letzte vergebene Nummer*:
(* bei Signierung nach nc)
Umfang (in laufenden Metern): 3,6
Lagerungsort: Dahlem
Die Akten sind auf weißen Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
XX. HA, Rep. 39 #, Nr. # + ggf. Band #
Zitierweise:
XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg, Rep. 39 Kreis-, Amts- und Stadtgerichte, # Nr. # + ggf. Band #
Berlin, 20. September 2021 (Constanze Krause M.A.; Archivamtsrätin)
______________________
Endnoten:
[1] Vgl. "Verordnung über die Aufhebung der Privatgerichtsbarkeit und des eximirten Gerichtsstandes, sowie über die anderweitige Organisation der Gerichte. Vom 2. Januar 1849", in: Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten, Band 1849, Nr. 1, Seite 1 ff.
[2] Vgl. Deutsches Reichsgesetzblatt, Band 1877, Nr. 4, Seite 41 - Seite 76.
[3] Vgl. Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten, Band 1878, Nr. 20, Seite 230 ff.
[4] Vgl. Ebenda, Nr. 25, Seite 275 ff.
[5] Reisen des Königs nach Gumbinnen, 1846 - 1871, 1890 (Signatur: GStA PK, XX. HA, Rep. 39, Gumbinnen Nr. 1).
[6] Vgl. GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1318.
[7] Vgl. Korejwo, Mariusz Tomasz: Archiwum Panstwowe w Olsztynie: informator o zasobie archiwalnym. Warszawa: Naczelna Dyrekcja Archiwów Panstwowych; Archiwum Panstwowe w Olsztynie, 2007, Seite 138 ff.
[8] Vgl. Gahlbeck, Christian, Vaivada, Vacys (Bearbeiter): Archivführer zur Geschichte des Memelgebiets und der deutsch-litauischen Beziehungen. München 2006, Seite 491 ff. sowie Seite 591 ff. (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa, Band 27).
[9] Heutige Repositur: XX. HA, Historisches Staatsarchiv Königsberg, Rep. 240 NSDAP-Gauarchiv.
Darunter befanden sich auch zahlreiche Zivilprozessakten (Signaturen: GStA PK, XX. HA, Rep. 39, Memel Nr. 1 - Nr. 79, Nr. 84 - Nr. 104) von Beamten und Angestellten gegen den Memelländischen Staat, da in den 1920er und 1930er Jahren von der unter litauischer Mehrheit stehenden Regierung des autonomen Memelgebietes zahlreiche öffentliche Beamte und Angestellte aus ihren Dienststellungen unter fadenscheiniger Begründung - lediglich wegen ihrer deutschen Herkunft - entlassen wurden.
[10] In Koblenz waren die Akten als Bestand Ost 2 "Justizbehörden innerhalb Preußens" aufgestellt. Dieses Archivgut wurde hier zunächst als XIII. HA Ostpreußen, Justizbehörden aufgestellt und später in die XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg eingearbeitet. Vgl. GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1321.
[11] 1952/53 wurde das in Goslar verwahrte Archivgut nach Göttingen verbracht.
[12] Dabei handelt es sich unter anderem um Abgaben aus dem Stadtgericht Berlin-Mitte und dem Archivdepot der ehemaligen staatlichen Archivverwaltung der DDR in Barby im Jahre 1991.
[13] Vgl. GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1426 sowie GStA PK, Altfindmittel, Nr. 1427.
[14] Die bestehende alphabetische Gliederung der ostpreußischen Untergerichte wurde aufgelöst. Die Neuklassifizierung der Überlieferung erfolgte nach der Organisationsstruktur der Gerichtsbehörden gemäß Handbuch für den Preußischen Staat 1935, Seite 227 ff. sowie "Ordentliche Gerichtsbarkeit und Sondergerichtsbarkeit in Strafsachen", in: Boberach, Heinz, Thommes, Rolf, Weiß, Hermann: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates. Handbuch für die Benutzung von Quellen der nationalsozialistischen Zeit. Amtsbezeichnungen, Ränge und Verwaltungsgliederungen, Abkürzungen und nichtmilitärische Tarnbezeichnungen. München 1997, Seite 156 ff.
Entsprechend des internen Arbeitsmaterials "Vorgaben zur Verzeichnung im Geheimen Staatsarchiv PK. 1. Verzeichnung von Akten". Berlin 2018 erfolgt eine Untergliederung einer Klassifikationsgruppe nur, wenn mindestens zwei Unterpunkte gebildet werden können. Um die Zersplitterung der Überlieferung zu dokumentieren, wurde im vorliegenden Findbuch davon abgewichen.
Zitierweise: GStA PK, XX. HA, Rep. 39
Umfang: 3,6 lfm (455 VE); 3,6 lfm (455 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ