Die Entwicklung im südbadischen Grenzraum: Gespräche mit dem Regierungspräsidenten von Südbaden, Anton Dichtel und dem Oberbürgermeister von Colmar, Joseph Rey
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D611006/402
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1961 >> August
5. August 1961
(O-Ton) Anton Dichtel, CDU, Regierungspräsident von Südbaden, im Gespräch mit Heinz Stabe: Die Bevölkerung beiderseits des Rheingrabens geht heute miteinander / Positive wirtschaftliche Entwicklung / Die Schwierigkeiten des Grenzlandes sind in Generationen entstanden / Trotz kräftiger Hilfe aus Stuttgart kann man nicht in wenigen Jahren die Schäden von Jahrzehnten ausgleichen / Man kann den Hochrhein vernünftig unter Beachtung des Naturschutzes schiffbar machen / In der Badenfrage wäre Ministerpräsident Kiesingers Anregung, eine Abstimmung unter Änderung des Grundgesetzes durchzuführen, das Beste / Die Hypotheken der badischen Frage sollen möglichst bald durch eine faire Abstimmung abgetragen werden / (6'01)
(O-Ton) Joseph Rey, Oberbürgermeister von Colmar,im Gespräch mit Heinz Stabe: Erst der Krieg hat die Gesinnung der Bevölkerung des Grenzlandes geändert: man geht aufeinander zu / Er hat Anton Dichtel 1944 im Gefängnis von Freiburg kennengelernt / Er selbst war dort auch Gefangener / Der Rhein war für die Bevölkerung niemals eine starre Grenze / Heute haben wir ein gemeinsames Schicksal und eine gemeinsame Freiheit zu verteidigen / Die jungen Leute sind unbelastet vom Hader der Vergangenheit / Sie wollen eine neue Welt aufbauen, sich kennen und lieben lernen / (4'31)
(O-Ton) Joseph Rey, Oberbürgermeister von Colmar,im Gespräch mit Heinz Stabe: Erst der Krieg hat die Gesinnung der Bevölkerung des Grenzlandes geändert: man geht aufeinander zu / Er hat Anton Dichtel 1944 im Gefängnis von Freiburg kennengelernt / Er selbst war dort auch Gefangener / Der Rhein war für die Bevölkerung niemals eine starre Grenze / Heute haben wir ein gemeinsames Schicksal und eine gemeinsame Freiheit zu verteidigen / Die jungen Leute sind unbelastet vom Hader der Vergangenheit / Sie wollen eine neue Welt aufbauen, sich kennen und lieben lernen / (4'31)
0:12:50; 0'12
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg; Südbaden
Baden-Württemberg; Südweststaat: Badenfrage
Colmar, Dép. Haut-Rhin [F]
Hochrhein
Grenze: deutsch-französisches Grenzgebiet
Naturschutz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ