Rechtsextreme Verbindung? Der Ku Klux Klan und das NSU-Mörder-Trio
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 R120115/105
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012 >> Unterlagen
15. November 2012
Der "Nationalsozialistische Untergrund" mordete gleich neun Mal, immer Kleinunternehmer mit ausländischen Wurzeln. Dazu kamen Sprengstoff-anschläge und andere Vergehen. Und inzwischen stellt sich die Frage, welche Verbindung das NSU-Mördertrio um Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nach Baden-Württemberg hatte. Genauer: zum Klu Klux Klan, der sich im Jahr 2000 in der Region Schwäbisch Hall gegründet hatte. Das will jetzt der NSU-Untersuchungsausschuss klären. Dessen CDU-Obmann, der Bundestagsabgeordnete und Polizist Clemens Binninger aus Böblingen, spricht von "Hinweisen, die es zu klären gelte".
Dreh- und Angelpunkt ist Achim S. Er war der Chef des Ku Klux Klan-Ablegers in Schwäbisch Hall. Bis 2002 war der Klan aktiv, stand unter Beobachtung des Landesamtes für Verfassungsschutz. Brisant dabei: Achim S. warb zwei Polizeibeamte an. Einer von ihnen war einige Jahre später, im April 2007, Gruppenführer von Michèle Kiesewetter, die damals in Heilbronn vom "Nationalsozialistischen Untergrund" erschossen wurde. Die zweite Verbindung: In einer Garage von NSU-Mitglied Uwe Mundlos wurden Name und Telefonnummer zumindest eines KKK-Mitglieds aus Baden-Württemberg gefunden.
Und jetzt, viele Jahre später, scheint der Ku Klux Klan wieder in Schwäbisch Hall aktiv zu sein - mit Dietmar B. als Chef. Das Innenministerium hat den Mann "im Visier". Und der Grüne-Abgeordnete Daniel Lede-Abal meint über dessen Aktivitäten: "Das ist mehr als eine Feierabendlaune". Formiert sich da ein neuer Ku Klux Klan im Lande?
Dreh- und Angelpunkt ist Achim S. Er war der Chef des Ku Klux Klan-Ablegers in Schwäbisch Hall. Bis 2002 war der Klan aktiv, stand unter Beobachtung des Landesamtes für Verfassungsschutz. Brisant dabei: Achim S. warb zwei Polizeibeamte an. Einer von ihnen war einige Jahre später, im April 2007, Gruppenführer von Michèle Kiesewetter, die damals in Heilbronn vom "Nationalsozialistischen Untergrund" erschossen wurde. Die zweite Verbindung: In einer Garage von NSU-Mitglied Uwe Mundlos wurden Name und Telefonnummer zumindest eines KKK-Mitglieds aus Baden-Württemberg gefunden.
Und jetzt, viele Jahre später, scheint der Ku Klux Klan wieder in Schwäbisch Hall aktiv zu sein - mit Dietmar B. als Chef. Das Innenministerium hat den Mann "im Visier". Und der Grüne-Abgeordnete Daniel Lede-Abal meint über dessen Aktivitäten: "Das ist mehr als eine Feierabendlaune". Formiert sich da ein neuer Ku Klux Klan im Lande?
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Audio-Visuelle Medien
Heilbronn HN; Polizistenmord
Schwäbisch Hall SHA
Rechtsextremismus: Ku-Klux-Klan
Verfassungsschutz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:23 MEZ
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