Hauprecht Humpis von Waltrams beurkundet, dass sich Barbara Kränkel zu "Reinprechts" [oder Remprechts], eheliche Tochter des Joachim Kränkel und der bereits verstorbenen Barbara Mayer, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, die empfangen zu haben er hiermit bestätigt, von seiner Leibherrschaft losgekauft hat. Deshalb entbindet der Aussteller genannte Barbara von ihrem Eid, spricht sie von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verzichtet auch namens seiner Erben auf sein bisheriges Eigentum und die daraus erfließenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen, garantiert, die Freigelassene künftig von Leibeigenschafts wegen nicht mehr zu behelligen, und stellt ihr frei, von jetzt an "in des hailigen reichs, auch der fürsten vnd herren stett [zu] ziehen, oder auf dem landt ir wonung vnd wesen [zu] haben, wie ir füegt vnd eben ist", wobei sie von seiner oder seiner Erben Seite keine Behinderung befürchten müssen.
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Hauprecht Humpis von Waltrams beurkundet, dass sich Barbara Kränkel zu "Reinprechts" [oder Remprechts], eheliche Tochter des Joachim Kränkel und der bereits verstorbenen Barbara Mayer, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, die empfangen zu haben er hiermit bestätigt, von seiner Leibherrschaft losgekauft hat. Deshalb entbindet der Aussteller genannte Barbara von ihrem Eid, spricht sie von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verzichtet auch namens seiner Erben auf sein bisheriges Eigentum und die daraus erfließenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen, garantiert, die Freigelassene künftig von Leibeigenschafts wegen nicht mehr zu behelligen, und stellt ihr frei, von jetzt an "in des hailigen reichs, auch der fürsten vnd herren stett [zu] ziehen, oder auf dem landt ir wonung vnd wesen [zu] haben, wie ir füegt vnd eben ist", wobei sie von seiner oder seiner Erben Seite keine Behinderung befürchten müssen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3307
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1600-1649
1609 Juni 27
13,7 x 29,1 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Hauprecht Humpis von Waltrams
Empfänger: Barbara Kränkel
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Barbara Kränkel
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Humpis von Waltrams, Hauprecht
Kränkel, Barbara
Kränkel, Joachim
Mayer, Barbara
Reinprechts, nicht lokalisierbar, RV(?)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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- Leibeigenschaftsbriefe (Classification)
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