Dr. iur. utr. Jakob Christoph Raßler, gräflich montfortischer Rat, Oberamtmann der Grafschaft Tettnang und Syndikus der freien Reichsgrafen und Herren, bekennt, daß ihm Placidus [Reimann], Abt, sowie Dekan und Konvent zu Einsiedeln Hof und Gut in Kippenhausen zu Erblehen verliehen haben laut eines inserierten Leihebriefs vom selben Datum. Den Hof hatte zuvor der Vater des Ausstellers, Dr. iur. utr. Joachim Raßler, gräflich fürstenbergischer Rat und Oberamtmann der Grafschaft Heiligenberg inne. Er gibt davon jährlich zu Martini 2 lb 10 ß d Landswährung, an Ostern 50 Eier. Der Verleiher behält sich ein Vorkaufsrecht vor. Bei Handänderungen oder Wahl eines neuen Prälaten muß das Gut mit 1/2 fl Handlohn vom Erwerber neu empfangen werden, während der abgehende Teil ebenfalls 1/2 fl Weglöse zahlt.
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Dr. iur. utr. Jakob Christoph Raßler, gräflich montfortischer Rat, Oberamtmann der Grafschaft Tettnang und Syndikus der freien Reichsgrafen und Herren, bekennt, daß ihm Placidus [Reimann], Abt, sowie Dekan und Konvent zu Einsiedeln Hof und Gut in Kippenhausen zu Erblehen verliehen haben laut eines inserierten Leihebriefs vom selben Datum. Den Hof hatte zuvor der Vater des Ausstellers, Dr. iur. utr. Joachim Raßler, gräflich fürstenbergischer Rat und Oberamtmann der Grafschaft Heiligenberg inne. Er gibt davon jährlich zu Martini 2 lb 10 ß d Landswährung, an Ostern 50 Eier. Der Verleiher behält sich ein Vorkaufsrecht vor. Bei Handänderungen oder Wahl eines neuen Prälaten muß das Gut mit 1/2 fl Handlohn vom Erwerber neu empfangen werden, während der abgehende Teil ebenfalls 1/2 fl Weglöse zahlt.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 416
GLAK 7/499
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1655 September 23 (den drey und zwantzigisten Herbstmonat)
28,8 x 63,6 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig
Aussteller: Dr. iur. utr. Jakob Christoph Raßler, gräflich montfortischer Rat und Oberamtmann der Grafschaft Tettnang
Empfänger: Placidus [Reimann], Abt, sowie Dekan und Konvent zu Einsiedeln
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Aussteller: Dr. iur. utr. Jakob Christoph Raßler, gräflich montfortischer Rat und Oberamtmann der Grafschaft Tettnang
Empfänger: Placidus [Reimann], Abt, sowie Dekan und Konvent zu Einsiedeln
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Einsiedeln, Placidus Reimann; Abt
Raßler, Joachim, Dr. iur., Rat und Oberamtmann
Reimann, Placidus; Abt von Einsiedeln
Einsiedeln, Kt. Schwyz [CH]; Kloster, Abt und Konvent
Heiligenberg FN; Grafschaft, Oberamtmann
Kippenhausen : Immenstaad am Bodensee FN
Tettnang FN; Grafschaft
Tettnang FN; Oberamtmann
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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