1348, 1. Indiktion, im 6. Jahr des Pontifikats Klemens' VI., 27. März, um die sechste Stunde, im Mainzer Domchor, vor Notar und Zeugen: schenken Trutmann von Bruchsal ("Bruchsella"), Kleriker der Mainzer Diözese, Prokurator der Domkirche, u.s. Fr. "Metza" all ihren Besitz, im besondern den Hof zum Gossolf in der Neustadt ("in nova civitate") zu Mainz, der Domfabrik, und den Hof zum "Venden" in Worms bei St. Paul, ausgenommen 3 Joch Weingarten in der Markung der Stadt ("opidi") Bruchsal ("Bruchsel"), der Mainzer Dompräsenz, und stiften damit einen Jahrtag für sich und ihre Vorfahren. Die Übergabe erfolgt in die Hände des Domkustos Heinrich von Bienbach ("Byenbach") als Vertreters von Fabrik und Präsenz des Doms. Die Eheleute erhalten den Besitz zu lebenslänglicher Nutzung gegen 2 Kappen Zins, fällig auf Martini an Fabrik und Präsenz, zurück. Übersteigt beim Tod der Eheleute der Wert des Geschenkten, Kleidung ausgenommen, 1000 Pfd., dürfen sie über 100 Pfd. darüber hinaus nach Belieben verfügen. Anwesend: Johannes, Fabrikmeister, Dilmann, Präsenzmeister, und andere Vikare; Albert von Münzenberg ("Mintzenberg"), Stiftsherr von St. Moritz; Wigand, Pastor der Pfarrkirche zu "Durenheim"; Arnold zum "Spiße", Kaplan von St. Agnes; Meister Richwin, Chirurg ("cyrugicus") zu Mainz, und dessen Scholar Burkhard ("Burckardus"). Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars "Ulricus quondam Marquardi de Frisinga", wohnhaft zu Mainz