Arbeiter- und Soldatenrat Karlsruhe (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 ASR Karlsruhe
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Archive von Anstalten, Körperschaften und Stiftungen >> Bürgerbewegungen und politische Gruppen >> Arbeiter- und Soldatenrat Karlsruhe
1918-1919
Überlieferungsgeschichte: Die von Teilen der deutschen Marine in Kiel ausgehende Revolution erfaßte auch einige Städte Badens. Bald nach der Abddankung Kaiser Wihelms II. und der Ausrufung der Republik kam es in Karlsruhe zur Gründung eines Arbeiter- und Soldatenrates. Dieser war von Mannheimer USPD-Mitgliedern dominiert, die im Sommer zwangsweise eingezogen worden waren und in Karlsruhe Dienst taten. Vorsitzende wurden zunächst der Landesvorsitzende der USPD, der Schmied Johann Brümmer, und der Angestellte Albert Böpple. Der Karlsruher USPD-Führer Hans Berkenkopf übernahm die Schriftführung. Die an der Gründung beteiligten Arbeiter blieben ohne Einfluss. An der vorläufigen Karlsruher Stadtregierung war Brümmer als Vertreter des Soldatenrats beteiligt. Am 11. November wurde der Karlsruher Soldatenrat durch eine Wahl legitimiert und erhielt am folgenden Tag mit dem ebenfalls gewählten Arbeiterrat einen gemeinsamen Vorstand, den Maurer Emil Horter und den Sergeanten in der Nachrichtenabteilung, Emil Weser. Die Verwaltung der Stadt durch den Stadtrat wurde im Einvernehmen mit dem Arbeiter- und Soldatenrat geführt. Die 6. Landesversammlung der Arbeiter-, Bauern-, Volks- und Soldatenräte beschloss am 18. August 1919 die Auflösung aller Räte. Professor Wilhelm Engelbert Oeftering übergab 1937 dem Generallandesarchiv Archivalien des Karlsruher Arbeiter- und Soldatenrats, die ihm anscheinend für sein Buch "Der Umsturz 1918 in Baden" 1920 überlassen worden waren.
Literatur: Wilhelm Engelbert Oeftering, Der Umsturz 1918 in Baden, Konstanz 1920.- Arbeiter-, Soldaten- und Volksräte in Baden 1918/19, berarb. von Peter Brand und Reinhard Rürup (= Quellen zur Geschichte der Rätebewegung in Deutschland 1918/1919, 3) Düsseldorf 1980.- Ernst Otto Bräunche, Residenzstadt, Landeshauptstadt, Gauhauptstadt. Zwischen Demokratie und Diktatur 1914-1945, in: Karlsruhe - die Stadtgeschichte, hg. von der Stadt Karlsruhe-Stadtarchiv, Karlsruhe 1998, S. 377-381.
Literatur: Wilhelm Engelbert Oeftering, Der Umsturz 1918 in Baden, Konstanz 1920.- Arbeiter-, Soldaten- und Volksräte in Baden 1918/19, berarb. von Peter Brand und Reinhard Rürup (= Quellen zur Geschichte der Rätebewegung in Deutschland 1918/1919, 3) Düsseldorf 1980.- Ernst Otto Bräunche, Residenzstadt, Landeshauptstadt, Gauhauptstadt. Zwischen Demokratie und Diktatur 1914-1945, in: Karlsruhe - die Stadtgeschichte, hg. von der Stadt Karlsruhe-Stadtarchiv, Karlsruhe 1998, S. 377-381.
4 Akten
Bestand
Karlsruhe KA; Arbeiter- und Soldatenrat
Rätebewegung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ
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