Berlin zwischen Kurfürstendamm und Stalinallee
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D601006/503
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1960 >> August
27. August 1960
(O-Ton) N.N., Reiseführer, erläutert auf einer Rundfahrt im Bus den Mitgliedern der Landespressekonferenz Baden-Württemberg (auf Einladung des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen) die Geographie, Geschichte und aktuellen Besonderheiten Berlins / (4'51)
(O-Ton) Alois Rummel, Dr., Vorsitzender der Landespressekonferenz: Westberlin war beeindruckend / Die Trostlosigkeit und die hohle Pracht der Stalinallee im Ostteil / Kennt Berlin nicht von früher her / (0'52)
(O-Ton) N.N., Reiseteilnehmer: War vor sechzehn Jahren schon einmal in Berlin / War vom heutigen Ostberlin stärker erschüttert als damals / (0'48)
(O-Ton) N.N., Reiseteilnehmer: Im Ostteil der Stadt hat sich seit 1950 kaum etwas getan / Hinter der hohlen Pracht der Fassaden der Stalinallee verbirgt sich Armut, wenn man sie von der Rückseite betrachtet / (1'15)
(O-Ton) N.N., Reiseteilnehmer: Besonders beklemmend ist die doppelte Polizeikette, die man beim Wechsel zwischen den Stadtteilen passieren muss / Die Grenzer beider Systeme weisen die gleiche Berliner Schnoddrigkeit auf / (1'16)
(O-Ton) Otto Busack, Senatsdirektor, Senatsverwaltung für Wirtschaft und Kredit von Berlin, gibt den Mitgliedern der Landespressekonferenz einen Überblick über Entwicklung und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft in Westberlin: Wir könnten mit der heutigen Situation zufrieden sein, wenn nicht der politische Horizont dicke Wolken hätte / Im Ostsektor ist die Situation wesentlich schlechter, dazu kommt dort die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit / Westberlin schwimmt mit der Konjunktur des Bundesgebietes mit / Westberlin wird auch getragen von einer Welle des nationalen Bewußtseins in Westdeutschland / Die Chrustschow-Note schuf erhebliche Sorgen / Die 1950 in Berlin begonnene Politik hat sich als richtig erwiesen / Berlin hat früher zu fünfzig Prozent aus Dienstleistungen gelebt / Die anderen fünfzig Prozent wurden seit eh und je von der Industrie erbracht / Die Industrie hat sich nach dem Krieg sukzessive mit Mitteln des Marshall-Plans wieder regeneriert / Gleichzeitig das Notstandsprogramm für Arbeitslose / Es gab in den zehn Jahren des Aufbaus keine nennenswerten Rückschläge / Es besteht zur Zeit in der Leistungsbilanz ein Defizit von circa einer Million, welches aber dank beachtlicher Reserven an Nahrungsmitteln und Rohstoffen nicht voll ins Gewicht fällt / (8'02)
(O-Ton) Alois Rummel, Dr., Vorsitzender der Landespressekonferenz: Westberlin war beeindruckend / Die Trostlosigkeit und die hohle Pracht der Stalinallee im Ostteil / Kennt Berlin nicht von früher her / (0'52)
(O-Ton) N.N., Reiseteilnehmer: War vor sechzehn Jahren schon einmal in Berlin / War vom heutigen Ostberlin stärker erschüttert als damals / (0'48)
(O-Ton) N.N., Reiseteilnehmer: Im Ostteil der Stadt hat sich seit 1950 kaum etwas getan / Hinter der hohlen Pracht der Fassaden der Stalinallee verbirgt sich Armut, wenn man sie von der Rückseite betrachtet / (1'15)
(O-Ton) N.N., Reiseteilnehmer: Besonders beklemmend ist die doppelte Polizeikette, die man beim Wechsel zwischen den Stadtteilen passieren muss / Die Grenzer beider Systeme weisen die gleiche Berliner Schnoddrigkeit auf / (1'16)
(O-Ton) Otto Busack, Senatsdirektor, Senatsverwaltung für Wirtschaft und Kredit von Berlin, gibt den Mitgliedern der Landespressekonferenz einen Überblick über Entwicklung und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft in Westberlin: Wir könnten mit der heutigen Situation zufrieden sein, wenn nicht der politische Horizont dicke Wolken hätte / Im Ostsektor ist die Situation wesentlich schlechter, dazu kommt dort die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit / Westberlin schwimmt mit der Konjunktur des Bundesgebietes mit / Westberlin wird auch getragen von einer Welle des nationalen Bewußtseins in Westdeutschland / Die Chrustschow-Note schuf erhebliche Sorgen / Die 1950 in Berlin begonnene Politik hat sich als richtig erwiesen / Berlin hat früher zu fünfzig Prozent aus Dienstleistungen gelebt / Die anderen fünfzig Prozent wurden seit eh und je von der Industrie erbracht / Die Industrie hat sich nach dem Krieg sukzessive mit Mitteln des Marshall-Plans wieder regeneriert / Gleichzeitig das Notstandsprogramm für Arbeitslose / Es gab in den zehn Jahren des Aufbaus keine nennenswerten Rückschläge / Es besteht zur Zeit in der Leistungsbilanz ein Defizit von circa einer Million, welches aber dank beachtlicher Reserven an Nahrungsmitteln und Rohstoffen nicht voll ins Gewicht fällt / (8'02)
0:19:00; 0'19
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Deutschland [D]; Besatzungszeit: Marshall-Plan
BRD: Berlin
Dienstleistungsgewerbe
Industrie
Leistung: Leistungsbilanz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ