Die Brüder Steven, Gerlach und Dietrich von der Malsburg (Malsberg), Knappen, beurkunden, daß Arnd von der Malsburg, Abt des Stiftes Corvey, Prior und Konvent der Klöster Böddeken und Dalheim, St. Augustini Ordens der Regulierer im Stift Paderborn, ihren verstorbenen Vater Wulf von der Malsburg mit dem Zehnten des wüsten Dorfs Oestelren am Sintfeld belehnt hatte, dessen Entrichtung ihnen als rechtmäßigen Erben Kloster Dalheim verweigert hatte. Als Entgelt dafür sollen die Brüder von der Malsburg in die Bruderschaft des Klosters aufgenommen werden, wofür diese wiederum das Kloster zu schützen versprechen. Siegel der Brüder angekündigt. Die Theodori martiris etc.
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Die Brüder Steven, Gerlach und Dietrich von der Malsburg (Malsberg), Knappen, beurkunden, daß Arnd von der Malsburg, Abt des Stiftes Corvey, Prior und Konvent der Klöster Böddeken und Dalheim, St. Augustini Ordens der Regulierer im Stift Paderborn, ihren verstorbenen Vater Wulf von der Malsburg mit dem Zehnten des wüsten Dorfs Oestelren am Sintfeld belehnt hatte, dessen Entrichtung ihnen als rechtmäßigen Erben Kloster Dalheim verweigert hatte. Als Entgelt dafür sollen die Brüder von der Malsburg in die Bruderschaft des Klosters aufgenommen werden, wofür diese wiederum das Kloster zu schützen versprechen. Siegel der Brüder angekündigt. Die Theodori martiris etc.
B 602u, 238
B 602u Kloster Dalheim - Urkunden
Kloster Dalheim - Urkunden
1481 November 09
Vermerke: Ausfertigung, Pergament, Siegel der drei Brüder an Pergamentpresseln anhängend, beschädigt. Rückseitig: E XXV. (16. Jh.). Renunciacio armigerorum de Maelbergh iuris et facti ac impeticionis contra monasterium in Dailhem racione decime in Oistelren (16. Jh.). Abschriften Msc. I 127 fol. 83-83v, Msc. VII 4505a fol. 110-11, Fot. 287 S. 175-176
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:48 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.3. Stifte und Klöster (Tektonik)
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