Sammlung Schumacher (Bestand)
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BArch R 187
call number: R 187
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Sammlungen >> Sonstige Sammlungen
1924 - 1945
Geschichte des Bestandsbildners: Die vorliegenden Unterlagen wurden von Bruno Schumacher, einem deutschen angestellten des US Document Centers in Berlin (BDC), zusammengestellt.
Nach Abgabe der Sammlung an das Bundesarchiv wurden große Teile in dessen Bestände eingegliedert.
Bestandsbeschreibung: Mit der Aktenrückgabe aus dem Berlin Document Center im Sept./ Dez. 1962 ist die Sammlung Schumacher in Bundesarchiv nach Koblenz gelangt. Diese Sammlung war von einem deutschen Angestellten des BDC, Bruno Schumacher, in jahrelanger Arbeit zusammengetragen worden. Sie enthält Druckschriften sowie Akten, die den verschiedensten im BDC verwahrten Provenienz- und Sammelbeständen entnommen sind, wobei der Auswahlgesichtspunkt die Wichtigkeit, der Dokumentationswert des Materials war.
Archivische Bewertung und Erschließung
Schumacher beabsichtigte, sich so eine Materialsammlung der bedeutsamsten Dokumente zur Geschichte der NS-Zeit für seinen Handgebrauch und damit sich selber eine Schlüsselstellung im BDC zu schaffen.
Bei der Auswahl und Neuzusammenfassung des Materials berücksichtigte er weder Provenienz- noch Registratur- oder Bandzusammenhänge, sondern ordnete alles nach einem sehr grob angewandten Pertinenzprinzip ein. Als Findmittel diente ihm für die über 500 Bände allein sein Gedächtnis. Bei seinem Ausscheiden 1960 wurde die Sammlung in Listen verzeichnet und ein "Ordnungsschema" gebildet.
Im Bundesarchiv in Koblenz war es Ziel, die Sammlung Schumacher aufzulösen und die Unterlagen den verschiedenen Beständen zuzuordnen.
Im Jahr 1963 erfolgte die Einarbeitung der parteiamtlichen Druckschriften der Sammlung Schumacher in die ZSg. 3 (Parteiamtliche Drucksachen).
Die Unterlagen bayerischer Provenienzen wurden 1966 entnommen und dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv übergeben.
Im Laufe der Jahre wurden kleinere Teile der Sammlung an zuständige Archive und in Provenienzbestände eingearbeitet. So z. B. gelangte das Material der KPD aus der Sammlung Schumacher in den Bestand NS 26 Hauptarchiv der NSDAP (1967).
Ab 2004 erfolgte die Aufarbeitung der Sammlung "Research" des ehem. BDC und die daran anschließende Integration der Unterlagen in die inzwischen im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde verwahrte Sammlung Schumacher durch die Projektgruppe NS-Archiv des MfS. Hier wurde u. a. festgestellt, dass die Erschließungsinformationen der bei R 187 verzeichneten Archivalien teilweise mit jenen der jeweiligen Ordnernummern bei "Research" identisch sind. Offensichtliche Doppelstücke und Kopien wurden kassiert. "Novitäten" sind der Sammlung Schumacher zugeordnet worden.
Abkürzungen
BDM Bund Deutscher Mädel
bzw. beziehungsweise
DAF Deutsche Arbeitsfront
DRK Deutsches Rotes Kreuz
Gestapo Geheime Staatspolizei
HJ Hitlerjugend
hrsg. herausgegeben
KJVD Kommunistischer Jugendverband Deutschland
KPD Kommunistische Partei Deutschland
NSKOV NS-Kriegsopferversorgung
NSDAP Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschland
NSDStB Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund
SAJ Sozialistische Arbeiterjugend
SD Sicherheitsdienst
SPD Sozialistische Partei Deutschland
TeNo Technische Nothilfe
TH Technische Hochschule
USchlA Untersuchungs- und Schlichtungsausschüsse
Inhaltliche Charakterisierung: Die Sammlung enthält Druckschriften, Akten und anderes Schriftgut aus staatlichen wie parteiamtlichen Dienststellen v. a. der Jahre 1933-1945.
Erschließungszustand: Bestand in Bearbeitung.
Zitierweise: BArch R 187/...
Nach Abgabe der Sammlung an das Bundesarchiv wurden große Teile in dessen Bestände eingegliedert.
Bestandsbeschreibung: Mit der Aktenrückgabe aus dem Berlin Document Center im Sept./ Dez. 1962 ist die Sammlung Schumacher in Bundesarchiv nach Koblenz gelangt. Diese Sammlung war von einem deutschen Angestellten des BDC, Bruno Schumacher, in jahrelanger Arbeit zusammengetragen worden. Sie enthält Druckschriften sowie Akten, die den verschiedensten im BDC verwahrten Provenienz- und Sammelbeständen entnommen sind, wobei der Auswahlgesichtspunkt die Wichtigkeit, der Dokumentationswert des Materials war.
Archivische Bewertung und Erschließung
Schumacher beabsichtigte, sich so eine Materialsammlung der bedeutsamsten Dokumente zur Geschichte der NS-Zeit für seinen Handgebrauch und damit sich selber eine Schlüsselstellung im BDC zu schaffen.
Bei der Auswahl und Neuzusammenfassung des Materials berücksichtigte er weder Provenienz- noch Registratur- oder Bandzusammenhänge, sondern ordnete alles nach einem sehr grob angewandten Pertinenzprinzip ein. Als Findmittel diente ihm für die über 500 Bände allein sein Gedächtnis. Bei seinem Ausscheiden 1960 wurde die Sammlung in Listen verzeichnet und ein "Ordnungsschema" gebildet.
Im Bundesarchiv in Koblenz war es Ziel, die Sammlung Schumacher aufzulösen und die Unterlagen den verschiedenen Beständen zuzuordnen.
Im Jahr 1963 erfolgte die Einarbeitung der parteiamtlichen Druckschriften der Sammlung Schumacher in die ZSg. 3 (Parteiamtliche Drucksachen).
Die Unterlagen bayerischer Provenienzen wurden 1966 entnommen und dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv übergeben.
Im Laufe der Jahre wurden kleinere Teile der Sammlung an zuständige Archive und in Provenienzbestände eingearbeitet. So z. B. gelangte das Material der KPD aus der Sammlung Schumacher in den Bestand NS 26 Hauptarchiv der NSDAP (1967).
Ab 2004 erfolgte die Aufarbeitung der Sammlung "Research" des ehem. BDC und die daran anschließende Integration der Unterlagen in die inzwischen im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde verwahrte Sammlung Schumacher durch die Projektgruppe NS-Archiv des MfS. Hier wurde u. a. festgestellt, dass die Erschließungsinformationen der bei R 187 verzeichneten Archivalien teilweise mit jenen der jeweiligen Ordnernummern bei "Research" identisch sind. Offensichtliche Doppelstücke und Kopien wurden kassiert. "Novitäten" sind der Sammlung Schumacher zugeordnet worden.
Abkürzungen
BDM Bund Deutscher Mädel
bzw. beziehungsweise
DAF Deutsche Arbeitsfront
DRK Deutsches Rotes Kreuz
Gestapo Geheime Staatspolizei
HJ Hitlerjugend
hrsg. herausgegeben
KJVD Kommunistischer Jugendverband Deutschland
KPD Kommunistische Partei Deutschland
NSKOV NS-Kriegsopferversorgung
NSDAP Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschland
NSDStB Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund
SAJ Sozialistische Arbeiterjugend
SD Sicherheitsdienst
SPD Sozialistische Partei Deutschland
TeNo Technische Nothilfe
TH Technische Hochschule
USchlA Untersuchungs- und Schlichtungsausschüsse
Inhaltliche Charakterisierung: Die Sammlung enthält Druckschriften, Akten und anderes Schriftgut aus staatlichen wie parteiamtlichen Dienststellen v. a. der Jahre 1933-1945.
Erschließungszustand: Bestand in Bearbeitung.
Zitierweise: BArch R 187/...
Sammlung Schumacher, 1924-1962
419 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Besondere Benutzungsbedingungen: Bundesarchivgesetz
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST