Militärischer Nachlass Karl Hermann von Fack, württ. Generalmajor, Kommandant des Ehreninvalidenkorps, *1833 +1894 (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 660/077
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Militärische Bestände 1871-ca. 1920 >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe
1866, 1870 - 1871
1. Zur Person Hermann von Facks: Hermann Fack wurde am 17. Februar 1833 als Sohn eines Finanzministerial-Kanzlisten in Stuttgart gebo-ren. Seine militärische Karriere begann im November 1850, als er als Regiments-Offizierzögling 2. Klasse in die 1. reitende Batterie des Württembergischen Artillerieregiments eintrat. Nach Besuch der Kriegsschule von 1851 bis 1853 absolvierte er seine gesamte Laufbahn in Artillerieeinheiten. Am Krieg von 1866 nahm er als Hauptmann 2. Klasse teil und kämpfte in den Gefechten bei Tauberbischofsheim und Gerchsheim mit. Im Feldzug gegen Frankreich 1870/71 befehligte er die 8. Batterie der 3. Feldartillerie-Abteilung des Würt-tembergischen Feldartillerieregiments. Mit dieser Einheit nahm er an den Schlachten von Wörth und Sedan sowie an verschiedenen Gefechten vor Paris (Mont-Mesly, Villiers, Ville- Evrard und La Maison Blanche) teil. Für seine Leistungen in diesem Krieg wurde er in den Adelsstand erhoben. Nach seiner Beförderung zum Major 1874 diente er im 2. Badischen Feldartillerie-Regiment Nr. 30 (1874 - 1875) sowie im Schlesischen Feldartillerie-Regiment Nr. 6 (1875 - 1877), um 1877 in württembergische Dienste zurückzukehren. Dort brachte er es bis zum Kommandeur des 1. Württembergischen Feldartillerie-Regiments Nr. 13 (1883). Auf eigenen Wunsch schied er 1888 mit dem Dienstgrad eines Oberst aus dem aktiven Dienst aus und wurde zum Kommandan-ten des Ehreninvalidenkorps ernannt. Als Generalmajor zur Disposition verstarb er am 3. November 1894 im Alter von 60 Jahren. Die Personalakte Hermann von Facks befindet sich im Bestand M 430/1, Nr. 624.
2. Zum militärischen Nachlass: Der militärische Nachlass Hermann von Facks, der einige Unterlagen aus dem Krieg von 1866, schwerpunktmäßig jedoch solche von 1870/71 enthält, ermöglicht detaillierte Aufschlüsse über die Tätigkeit der 8. Batterie des württembergischen Feldartillerie-Regiments während des deutsch-französischen Krieges. Von zentralem Interesse sind hier das komplette Kriegstagebuch dieser Einheit sowie die Erfahrungsberichte, die Fack als Batteriechef zusammen mit seinen beiden Zugführern anfertigte. Weitere Unterlagen über die Aktivitäten der 8. Feldartillerie-Batterie im Krieg von 1870/71 befinden sich im Bestand E 293, insbesondere Bestellnummer 38, sowie im Bestand E 297, Bestellnummer 294. Der Nachlass Hermann von Facks kam am 28. August 1944 in das Heeresarchiv und wurde in 26 Einheiten untergliedert, blieb jedoch unverzeichnet. Im August 1995 wurde er im Rahmen der Ausbildung von Archivreferendar Dr. Andreas Weber unter Anleitung von Dr. Moegle-Hofacker neu geordnet, verzeichnet und mit einem Orts-, Personen- und Sachindex versehen . Der Bestand umfasst nun 23 Archivalieneinheiten bzw. 0,1 lfd. Regalmeter. Redaktion und Überarbeitung, v.a. auch im Hinblick auf einen Gesamtindex aller militärischen Nachlässe in M 660/1ff besorgte der Unterzeichner. Stuttgart, im November 1997 Franz Moegle-Hofacker
2. Zum militärischen Nachlass: Der militärische Nachlass Hermann von Facks, der einige Unterlagen aus dem Krieg von 1866, schwerpunktmäßig jedoch solche von 1870/71 enthält, ermöglicht detaillierte Aufschlüsse über die Tätigkeit der 8. Batterie des württembergischen Feldartillerie-Regiments während des deutsch-französischen Krieges. Von zentralem Interesse sind hier das komplette Kriegstagebuch dieser Einheit sowie die Erfahrungsberichte, die Fack als Batteriechef zusammen mit seinen beiden Zugführern anfertigte. Weitere Unterlagen über die Aktivitäten der 8. Feldartillerie-Batterie im Krieg von 1870/71 befinden sich im Bestand E 293, insbesondere Bestellnummer 38, sowie im Bestand E 297, Bestellnummer 294. Der Nachlass Hermann von Facks kam am 28. August 1944 in das Heeresarchiv und wurde in 26 Einheiten untergliedert, blieb jedoch unverzeichnet. Im August 1995 wurde er im Rahmen der Ausbildung von Archivreferendar Dr. Andreas Weber unter Anleitung von Dr. Moegle-Hofacker neu geordnet, verzeichnet und mit einem Orts-, Personen- und Sachindex versehen . Der Bestand umfasst nun 23 Archivalieneinheiten bzw. 0,1 lfd. Regalmeter. Redaktion und Überarbeitung, v.a. auch im Hinblick auf einen Gesamtindex aller militärischen Nachlässe in M 660/1ff besorgte der Unterzeichner. Stuttgart, im November 1997 Franz Moegle-Hofacker
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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