Internationaler Freundeskreis "Christen in Verantwortung" (Ortsgruppe Peine im Deutschen Zweig des International Christian Leaderschip -ICL-) (Bestand)
Show full titleLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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E 47
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> E - Einrichtungen der Landeskirche, Werke, Vereine
1955-1981
Beschreibung: Als Folge der Wirtschaftskrise in den 1930er Jahren herrschte auch in der nordamerikanischen Stadt Seattle allgemeine Arbeitslosigkeit. Unter der Vermittlung von Abraham Verheide, einem Einwanderer aus Norwegen, wurden 1935 ohne Ergebnis abgebrochene Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wieder aufgenommen, indem sie die Verhandlungen bewusst unter Gottes Wort stellten. So gelang es, das gegenseitige Vertrauen zwischen den Verhandlungspartnern wieder herzustellen. Dieses Gespräch wurde rückblickend als Gründung des International Christian Leaderschip (ICL) angesehen. Daraus entwickelten sich vielgestaltige Treffen von Menschen, die sich entschlossen hatten, ihr verantwortungsbewusstes Denken und Handeln unter Gottes Leitung zu stellen. Auch außerhalb der Vereinigten Staaten entstanden ICL-Gruppen in der ganzen Welt. Die Dachorganisation der ICL, der International Council for Christian Leaderschips (ICCL), nahm unter seinem Generalsekretär Abraham Vereide (1886-1969) seinen Sitz in Washington. Nach dem 2. Weltkrieg gründeten sich auch in Westdeutschland Ortsgruppen, die unter dem Dachverband des ICL - Deutscher Zweig - e. V. maßgeblich von dem Bundestagsabgeordneten und ICL-Vize-Präsidenten Gustav-Adolf Gedat (1903-1971) mit Sitz in Bad Liebenzell zusammengeführt wurden.
Die Ortsgruppe Peine entstand im Jahre 1952. In ihr hatten sich führende christliche Persönlichkeiten der Stadt Peine aus Politik, Wirtschaft, und Verwaltung sowie der ev.-luth. Kirche zusammengeschlossen. Da die ICL-Ortsgruppen nicht nach Vereinsrecht organisiert waren, gab es auch für die Peiner Gruppe keine Satzung, noch wurden Protokolle der Gruppensitzungen verfasst. Die Gruppe Peine stand unter der Führung der gewählten Gruppenleiter: Landwirtschaftrat Max Bender (1952-1958), Oberstudiendirektor Dr. Karl-Heinz Holst (1958-1959), Justitiar der Ilseder Hütte Dr. Heinrich Weber (1960-1965), Ingenieur Gerhard Mollenhauer (1965-1966) und dem Chefarzt Dr. Rudolf Bukowski (1966-1979). Die Geschäfte führte von Anfang an G. Mollenhauer. Als weitere Mitglieder wurden u. a. auch die Superintendenten des Kirchenkreises Peine Otto Siemers, Walther Lührs (1961) und Dr. Joachim Maßner (1971) wie auch Pastor Hans-Joachim Schmutzler (1960) aus Klein Ilsede aufgeführt. Die Gruppenarbeit beschränkte sich im wesentlichen auf monatliche Zusammenkünfte, bei denen regelmäßig Vorträge von Mitgliedern oder Gästen gehalten wurden. Zum Teil ergaben sich dabei Überschneidungen zum "Loccumer Kreis" und dem 1972 gegründeten Rotary Club in Peine.
Bestandsgeschichte: Der Bestand umfasst die Akten der Gruppenleiter und des Sekretärs bzw. Geschäftsführers der Peiner Ortsgruppe. Sie bestehen hauptsächlich aus den Korrespondenzen mit Gustav-Adolf Gedat, seinem Nachfolger Dr. Friedrich von Herford und dem Dachverband in Bad Liebenzell zu Fragen der Organisation der Ortsgruppe Peine und zu den Weltkonferenzen des ICCL sowie mit den Mitgliedern der Peiner Gruppe zu Fragen der regelmäßigen Treffen und den Vorbereitungen von örtlichen und überörtlichen Tagungen mit Einladungen und Programmen.
Die Akten enden mit der Auflösung der Peiner Ortsgruppe 1979 und dem dadurch veranlassten Ende der Geschäftsführung durch Gerhard Mollenhauer in den Jahren bis 1981.
Der Bestand zeigt die politischen Auseinandersetzungen in bürgerlichen Kreisen einer Kleinstadt in den 1950er und 1960er u. a. zur Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, zur Deutsch-französischen Aussöhnung, zur Problematik des geteilten Deutschlands, zur sozialen Verantwortung von Unternehmen und Unternehmern, zur Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze und zur Frage der friedlichen Nutzung von Atomkraft. Ab 1970 enthalten die Akten im wesentlichen jedoch nur noch Schriftverkehr zur Organisation und Durchführung von Tagungen auf lokaler, regionaler, landesweiter und internationaler Ebene und die dazugehörigen jeweiligen Drucksachen, Abrechnungen und Protokolle.
Gerhard Mollenhauer übergab das Schriftgut 1989 dem Landeskirchlichen Archiv, wo es 2008 geordnet und verzeichnet worden ist.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
Die Ortsgruppe Peine entstand im Jahre 1952. In ihr hatten sich führende christliche Persönlichkeiten der Stadt Peine aus Politik, Wirtschaft, und Verwaltung sowie der ev.-luth. Kirche zusammengeschlossen. Da die ICL-Ortsgruppen nicht nach Vereinsrecht organisiert waren, gab es auch für die Peiner Gruppe keine Satzung, noch wurden Protokolle der Gruppensitzungen verfasst. Die Gruppe Peine stand unter der Führung der gewählten Gruppenleiter: Landwirtschaftrat Max Bender (1952-1958), Oberstudiendirektor Dr. Karl-Heinz Holst (1958-1959), Justitiar der Ilseder Hütte Dr. Heinrich Weber (1960-1965), Ingenieur Gerhard Mollenhauer (1965-1966) und dem Chefarzt Dr. Rudolf Bukowski (1966-1979). Die Geschäfte führte von Anfang an G. Mollenhauer. Als weitere Mitglieder wurden u. a. auch die Superintendenten des Kirchenkreises Peine Otto Siemers, Walther Lührs (1961) und Dr. Joachim Maßner (1971) wie auch Pastor Hans-Joachim Schmutzler (1960) aus Klein Ilsede aufgeführt. Die Gruppenarbeit beschränkte sich im wesentlichen auf monatliche Zusammenkünfte, bei denen regelmäßig Vorträge von Mitgliedern oder Gästen gehalten wurden. Zum Teil ergaben sich dabei Überschneidungen zum "Loccumer Kreis" und dem 1972 gegründeten Rotary Club in Peine.
Bestandsgeschichte: Der Bestand umfasst die Akten der Gruppenleiter und des Sekretärs bzw. Geschäftsführers der Peiner Ortsgruppe. Sie bestehen hauptsächlich aus den Korrespondenzen mit Gustav-Adolf Gedat, seinem Nachfolger Dr. Friedrich von Herford und dem Dachverband in Bad Liebenzell zu Fragen der Organisation der Ortsgruppe Peine und zu den Weltkonferenzen des ICCL sowie mit den Mitgliedern der Peiner Gruppe zu Fragen der regelmäßigen Treffen und den Vorbereitungen von örtlichen und überörtlichen Tagungen mit Einladungen und Programmen.
Die Akten enden mit der Auflösung der Peiner Ortsgruppe 1979 und dem dadurch veranlassten Ende der Geschäftsführung durch Gerhard Mollenhauer in den Jahren bis 1981.
Der Bestand zeigt die politischen Auseinandersetzungen in bürgerlichen Kreisen einer Kleinstadt in den 1950er und 1960er u. a. zur Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, zur Deutsch-französischen Aussöhnung, zur Problematik des geteilten Deutschlands, zur sozialen Verantwortung von Unternehmen und Unternehmern, zur Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze und zur Frage der friedlichen Nutzung von Atomkraft. Ab 1970 enthalten die Akten im wesentlichen jedoch nur noch Schriftverkehr zur Organisation und Durchführung von Tagungen auf lokaler, regionaler, landesweiter und internationaler Ebene und die dazugehörigen jeweiligen Drucksachen, Abrechnungen und Protokolle.
Gerhard Mollenhauer übergab das Schriftgut 1989 dem Landeskirchlichen Archiv, wo es 2008 geordnet und verzeichnet worden ist.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
0,2 lfd. M.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.04.2025, 1:47 PM CEST
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