Studentenverbindungen: Akademisch-musikalische Verbindung Fridericiana (Bestand)
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1889-2002
Bestandsgeschichte: Ein Teil des vorliegenden Bestandes, die Nrn. 1-15, wurde 1945 bei der Besetzung des Verbindungshauses beschlagnahmt und 1969 aus amerikanischem Gewahrsam über das Bundesarchiv an das Staatsarchiv Marburg gegeben (Acc. 1969/72). Dieser Teil des Bestandes steht infolge Beschlagnahme und späterer Übergabe an das Land Hessen in dessen Eigentum. Die Nrn. 1-15 wurden bereits 1969 von Heinrich Seibel verzeichnet. Der zweite Teil des Bestandes ab Nr. 16 wurde durch Klaus Kiekebusch im Staatsarchiv Marburg unter Eigentumsvorbehalt deponiert (Acc. 1998/16).
weitere Acc. 2012/13 (Nr. 93), Acc. 2012/21
Geschichte des Bestandsbildners: Die am 8.12.1889 gegründete Verbindung trug zunächst den Namen Studenten-Gesang-Verein Fridericiana (StGV Fridericiana). Heute trägt die Verbindung den Namen Akademisch-musikalische Verbindung Fridericiana im SV. Früher gehörten ihr nur männliche Studierende der Philipps-Universität in Marburg an, heute sind männliche und weibliche Studierende Mitglieder. Neben dem Verein der Aktiven, den Studierenden, gibt es den Verein der Philistrierten, der Alten Herren, mit dem Namen Philistriertenverband Fridericiana e.V. (bis 1993 Altherrenverband der Fridericiana e.V. -AHV-.). Der Verband der ehemaligen Studierenden ist als eingetragener Verein eine juristische Person und Träger des Vereinsvermögens, im wesentlichen des am Schloßberg gelegenen Vereinsgrundstücks mit dem Verbindungshaus Lutherstraße 22. Die Fridericiana gehört seit ihrer Gründung dem Kartellverband Deutscher Studentengesangvereine, dem heutigen Sondershäuser Verband -SV- an. Der Philistriertenverband der Fridericiana gehört dementsprechend dem Verband Alter SVer (VASV) an. Der SV umfaßt insgesamt 38 Verbindungen an verschiedenen deutschen Universitäten.
Im wesentlichen handelt es sich um nachgelassene Papiere und Druckschriften des Joachim Kiekebusch, Vater des Deponenten, der u.a. von 1952 bis 1964 Vorsitzender des AHV war. Hinzu kommen teils umfangreiche Unterlagen die Joachim Kiekebusch von in Marburg wohnenden Alten Herren, insb. Ernst Martin und Otto Lautz, übernommen hatte. Auch Martin und Lautz gehörten zeitweise dem Vorstand der AHV an. Darüberhinaus hat Klaus Kiekebusch selbst den Nachlaß um neuere Drucksachen angereichert. Der Bestand ergänzt die Überlieferung zum kulturellen Leben der Stadt Marburg in hervorragender Weise. Neben den Unterlagen der Fridericiana bzw. des Philistriertenverbandes der Fridericiana enthält der Bestand Drucksachen über den Sondershäuser Verband, den Dachverband akademisch-musikalischer Verbindungen sowie über befreundete Kartellverbindungen, die ebenfalls dem SV angehören.
Marburg, Juni/Juli 1998 Helmut Klingelhöfer
Findmittel: HADIS-Datenbank
Findmittel: Findbuch von H. Klingelhöfer, 1998 (für Teilbestand)
Referent: Herr Klingelhöfer
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 29.8.2012
weitere Acc. 2012/13 (Nr. 93), Acc. 2012/21
Geschichte des Bestandsbildners: Die am 8.12.1889 gegründete Verbindung trug zunächst den Namen Studenten-Gesang-Verein Fridericiana (StGV Fridericiana). Heute trägt die Verbindung den Namen Akademisch-musikalische Verbindung Fridericiana im SV. Früher gehörten ihr nur männliche Studierende der Philipps-Universität in Marburg an, heute sind männliche und weibliche Studierende Mitglieder. Neben dem Verein der Aktiven, den Studierenden, gibt es den Verein der Philistrierten, der Alten Herren, mit dem Namen Philistriertenverband Fridericiana e.V. (bis 1993 Altherrenverband der Fridericiana e.V. -AHV-.). Der Verband der ehemaligen Studierenden ist als eingetragener Verein eine juristische Person und Träger des Vereinsvermögens, im wesentlichen des am Schloßberg gelegenen Vereinsgrundstücks mit dem Verbindungshaus Lutherstraße 22. Die Fridericiana gehört seit ihrer Gründung dem Kartellverband Deutscher Studentengesangvereine, dem heutigen Sondershäuser Verband -SV- an. Der Philistriertenverband der Fridericiana gehört dementsprechend dem Verband Alter SVer (VASV) an. Der SV umfaßt insgesamt 38 Verbindungen an verschiedenen deutschen Universitäten.
Im wesentlichen handelt es sich um nachgelassene Papiere und Druckschriften des Joachim Kiekebusch, Vater des Deponenten, der u.a. von 1952 bis 1964 Vorsitzender des AHV war. Hinzu kommen teils umfangreiche Unterlagen die Joachim Kiekebusch von in Marburg wohnenden Alten Herren, insb. Ernst Martin und Otto Lautz, übernommen hatte. Auch Martin und Lautz gehörten zeitweise dem Vorstand der AHV an. Darüberhinaus hat Klaus Kiekebusch selbst den Nachlaß um neuere Drucksachen angereichert. Der Bestand ergänzt die Überlieferung zum kulturellen Leben der Stadt Marburg in hervorragender Weise. Neben den Unterlagen der Fridericiana bzw. des Philistriertenverbandes der Fridericiana enthält der Bestand Drucksachen über den Sondershäuser Verband, den Dachverband akademisch-musikalischer Verbindungen sowie über befreundete Kartellverbindungen, die ebenfalls dem SV angehören.
Marburg, Juni/Juli 1998 Helmut Klingelhöfer
Findmittel: HADIS-Datenbank
Findmittel: Findbuch von H. Klingelhöfer, 1998 (für Teilbestand)
Referent: Herr Klingelhöfer
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 29.8.2012
5,58 MM
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ