Notariatsinstrument über die Bekanntmachung des Transsumpts von 1542 September 23 (Regest 3014a/91) des zu Gunsten des Deutschen Ordens ergangenen Judenedikts von 1542 März 17 (Regest 3014a/90) in sämtlichen von Juden bewohnten Orten im Umkreis von zwei Meilen um Ellingen. Genannt werden 1. in Roth: der markgräfliche Amtmann Cristoff Heinrich v. Schirnding, der Jude Natta, 2. in Go{e}rgensgmu{e}ndt: der Grundherr Endres v. Haussen, der Jude Jacob, Zeugen der Bekanntgabe: Steffan Meßner, Bürger zu Weissenburg, Hans Schmidt von Hettingen, 3. zu Gunzenhausen: der markgräfliche Kastner Hans Voll, der Vogt des edlen Linhart v. Gundelßheim zu Wurmbach, Petter Seckler, der Jude Nan, Haushalter im Schlösslein, 4. zu Bappenheim: der Reichserbmarschall Hainrich Burckhart zu B., der Kastner ebenda Petter Rab, die Juden Helias Lazarias, Eberle und Jo{e}ßle, Zeugen sind der Kastner Rab, der Stadtvogt Hans Heg, der Amtsknecht Simon Mu{e}llich, Frau Anna Marschalkin zu Bappenhaim, geb. v. Frauenhouen, der Jude Mosse zu Bißwang, Zeugen sind Florian Reichserbmarschall zu Bappenheim, Jacob Strobel, Diener und Reisknecht des Herrn Johan von der Laytter; 5. zu Langenaltham: die Juden Davidt, Salmon, Mose und Jüdle, Zeugen sind Jacob Haidle und Hans Knauckk; 6. zu Treuchtlingen: Rudolff marschalk zu Bappenhaim, der Jude Michel, Zeugen sind Lorenz Seiz und Jheronimus Maurer; 7. zu Dettenhaim: die Juden Enoch, Feustle, Menndle, Hirsch und Mosse, Zeugen sind die Dorfvierer Erhard Spies und Wolff Maier; 8. zu Emetzhaim: die marschalkischen Juden Maier, Bonus und Samuelsen, Zeugen sind der marschalkische Amtsknecht Hans Ruedel und Leonhart Schmidt; 9. zu O{e}lleßhaim: die marschalkischen Juden Sambson, Feustle, Sanderman, zwei Mosse, der Jude Hirsch zu Diettenhaim, Zeugen sind Görig Karlocher und Hans Baurle. - Auftraggeber: Wilhelm Lochinger, Statthalter der Ballei Franken und Komtur zu Ellingen und Nürnberg. Genannt wird der Ordensmeister Walther v. Cronberg. - Notar ist Dietherich Seitz von Gundelßheim a. Nekar, Deutschordensvogt zu Stopfenheim. - Ort der Handlung ist das Landkomturei- oder Statthaltergemacht im Schloss zu Ellingen, verschiedene Judenhäuser in den oben unter 1 bis 8 genannten Orten.

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Staatsarchiv Nürnberg