Ermittlungen über die Ermordung des ehem. Matrosen, Former Karl Meseberg, Mitglied des Soldatenrates und Führer der KPD in Halle (Saale) am 13. März 1919 durch Angehörige der II. Streifenkompagnie (in Halle aufgestellter Freiwilligentruppenteil), dann Angehörige der Gardekavallerie-Schützendivision bzw. Geheimorganisation C in Berlin. Gnadenverfahren für den Maler Kurt Just, den Arbeiter Ernst Kotsch, den Holzbildhauer Albert Sander, den Maurer Felix Claus, den Monteur Paul Richter und den Dreher Paul Henze, verurteilt wegen Teilnahme an der Erstürmung des Strafgefängnisses in Halle am 03. März 1919
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Ermittlungen über die Ermordung des ehem. Matrosen, Former Karl Meseberg, Mitglied des Soldatenrates und Führer der KPD in Halle (Saale) am 13. März 1919 durch Angehörige der II. Streifenkompagnie (in Halle aufgestellter Freiwilligentruppenteil), dann Angehörige der Gardekavallerie-Schützendivision bzw. Geheimorganisation C in Berlin. Gnadenverfahren für den Maler Kurt Just, den Arbeiter Ernst Kotsch, den Holzbildhauer Albert Sander, den Maurer Felix Claus, den Monteur Paul Richter und den Dreher Paul Henze, verurteilt wegen Teilnahme an der Erstürmung des Strafgefängnisses in Halle am 03. März 1919
I. HA Rep. 84a, Nr. 51053
I. HA Rep. 84a Justizministerium
Justizministerium >> 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) >> 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) >> 04.03.05 Angehörige der Arbeiterbewegung von 1918 bis 1934 >> 04.03.05.01 Novemberrevolution >> 04.03.05.01.03 Einzelfälle
1919 - 1927
Enthält u. a.:
- 2 Ermittlungsberichte des Staatsanwalts in Halle über Ermordung Mesebergs, März 1919
- Zeitungsnotiz der "Freiheit" über die Ermordung Mesebergs, 26. März 1919
- Artikel aus der "Roten Fahne" und des "Vorwärts" mit dem offenen Brief des Felix Claus, ehem. Mitglied der Operation C, über den Verbrecherschutz der Deutschnationalen bzw. über die Mordorganisation C im Zusammenhang mit dem Mord an Meseburg, 29. Juni - 7. Juli 1922
- Gnadengesuch für den zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilten Just vom MdL Menzel (KPD), Nov. 1922.
- 2 Ermittlungsberichte des Staatsanwalts in Halle über Ermordung Mesebergs, März 1919
- Zeitungsnotiz der "Freiheit" über die Ermordung Mesebergs, 26. März 1919
- Artikel aus der "Roten Fahne" und des "Vorwärts" mit dem offenen Brief des Felix Claus, ehem. Mitglied der Operation C, über den Verbrecherschutz der Deutschnationalen bzw. über die Mordorganisation C im Zusammenhang mit dem Mord an Meseburg, 29. Juni - 7. Juli 1922
- Gnadengesuch für den zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilten Just vom MdL Menzel (KPD), Nov. 1922.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:32 MESZ
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- Justizverwaltung und Rechtspflege (Tektonik)
- Justizministerium (Bestand)
- 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) (Gliederung)
- 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) (Gliederung)
- 04.03.05 Angehörige der Arbeiterbewegung von 1918 bis 1934 (Gliederung)
- 04.03.05.01 Novemberrevolution (Gliederung)
- 04.03.05.01.03 Einzelfälle (Gliederung)