Egkh und Heinrich von Reischach, Brüder, verkaufen für 2.500 Gulden rheinisch, deren Empfang sie bestätigen, der edlen und wohlgeborenen Gräfin Anna von Werdenberg, geb. von Zimmern, ihre Stücke und Güter: die Veste Dietfurt, Vilsingen, Inzigkofen und Pault mit allen Rechten und allem Zubehör, wie ihr verstorbener Vater und sie alles bisher innegehabt haben, ausgenommen nur Ennli Schniderlin, alle ihre Kinder und Geschwister. Dietfurt, Vilsingen und Inzigkofen sind Lehen von Nellenburg; Pault ist Lehen der Herrschaft von Württemberg, ausgenommen ein Gütligen, das eigen ist und Hans Schneider bebaut. Die Aussteller setzen der Käuferin der frommen festen Hans von Königsegg zu einem Selbschuldner und Diethalm Gremlich, Frickh von Magenbuoch, Ulrich von Hornstein und Heinrich von Reischach von Reichenstein zu Bürgen. Die Käuferin kann die Bürgen, jeden mit einem Pferd, binnen 8 Tagen zum Einlager in den Städten Pfullerdorf, Mengen, Meßkirch oder Stockach mahnen. Wer das Einlager nicht leisten will oder kann, soll einen Knecht mit einem Pferd schicken. Wenn das Einlager erfolglos ist, kann sich die Käuferin an die beiden Aussteller und den Mitschuldner halten. Wenn ein Bürge stirbt oder außer Landes geht, sollen die beiden Aussteller der Käuferin innerhalb von 14 Tagen einen anderen Bürgen setzen. Die beiden Aussteller und Hans von Königsegg geloben, die Bürgen von der Bürgschaft zu lösen. Die Aussteller geloben außerdem, Hans von Königsegg von der Selbschuld zu lösen. Hans von Königsegg und die 4 Bürgen geloben, die Selbschuld bzw. Bürgschaft zu halten Dorsualvermerk: Vff diser brieff vermaint Graff Fridrich [zu Fürstenberg] sich zu erholen vnd Gerechtigkeit zu haben [16. Jh.], No. 40, B, Scat. E No. 3