Klage des Sibert von EiIl, Gografen zum Bakenfeld gegen Johan Bockeloe gen. Wessels wegen Totschlag
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B-Acta crim, 246
B-Acta crim Acta criminalia (Kriminalakten)
Acta criminalia (Kriminalakten) >> 1501-1600
1584
Enthält: Klage des Sibert von EiIl, Gografen zum Bakenfeld, zunächst vertreten durch Johan Uphaus an der Aegidiistraße, Gograf zur Meest, gegen Johan Bockeloe gen. Wessels aus Bösensell: Der Beklagte hat den Müller Gerhard Schmit aus Urdingen in der Küsterei zu Albachten, wo er übernachtete, mit einer Büchse auf den Kopf geschlagen. Schmit soll an der Verletzung gestorben sein. Er ist der Bruder des Dr. theol. Fabricius in Münster und reiste mit seinem anderen Bruder Arent von Rhein nach Münster. Der Beklagte will in Notwehr gehandelt haben und behauptet, der Tod sei infolge einer Krankheit eingetreten. Der Angeklagte wird verhaftet, aber auf Bürgschaft des Heinrich Moderson gen. Michael, wohnhaft auf der Rotenburg, des Heinrich von Senden, des Konrad von der Weick und des Bernt Vorschepoel entlassen; er muss sich im Hause des Moderson aufhalten. Der Antrag des Klägers, ihm als zuständigen Richter den Angeklagten auszuliefern oder die Sache an den Stadtrichter zu verweisen, wird abgelehnt. Der Kläger legt Berufung ein, nimmt aber dann die Klage zurück, und erklärt, civiliter vor dem Stadtrichter gegen den Angeklagten vorgehen zu wollen. Erwähnt werden Küster Herman Berninck und Frau Else in Albachten; M. Evert von Vorden; Tilman Klute; Abraham Redeker; Johan Busch; Bottmeister Herman Reer gen. Quante; die Gogerichtsdiener Johan Herbers und Johan Krimphove; Hauptmann Jürgen Westerman; Barbierer Johan Koster; Ratsdiener Rotger Rensinckhoff; Notar Franz Letmate.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:26 MEZ
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