B Rep. 036-01 Office of Military Government Berlin Sector (OMGBS) (Bestand)
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B Rep. 036-01
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 4 Alliierte Behörden und Bundesbehörden mit regionaler Zuständigkeit >> B 4.1 Berliner Behörden und Einrichtungen der Alliierten
1944 - 1959
Vorwort: B Rep. 036-01 Office of Military Government Berlin Sector (OMGBS)
A. Verwaltungsgeschichte
Nach Trennung der Militärregierung von den Streitkräften wurde am 1. Oktober 1945 das Office of Military Government for Germany U.S. (OMGUS) eingerichtet. Auf Berliner Ebene etablierte sich das Office of Military Government Berlin District (OMGBD), das zunächst jedoch weiterhin Teil der Berliner Armeeführung blieb. Um die Regierungsaktivitäten besser koordinieren und die deutsche Verwaltung effektiver überwachen zu können, wurde Ende Januar 1946 die räumliche Trennung von der Armeeführung vollzogen. Die Militärregierung zog in das Gebäude der Deutschen Forschungsgemeinschaft in die Steglitzer Grunewaldstraße und in Häuser der benachbarten Brentano- und Kaiser-Wilhelm-Straße. Erst mit der Neuorganisation der Aufsichtsstruktur erfolgte am 1. November 1946 die vollständige Trennung von den Streitkräften. Die Behörde nannte sich seitdem Office of Military Government Berlin Sector (OMGBS) und verstand sich als ein "Element" der Alliierten Kommandantur.
An der Spitze standen der Direktor und der stellvertretende Direktor. Das Büro des Direktors (Director's Office) war die Schaltstelle der amerikanischen Militärregierung in Berlin. Es empfing Weisungen von der OMGUS-Zentrale, überwachte und koordinierte deren Ausführungen durch die ihm nachgeordneten rund vierzehn Abteilungen (Branches) und dreißig Unterabteilungen (Sections), durch die Verbindungsoffiziere (Liaison Officers), durch den Magistrat und die Bezirksämter. Die Verbindungsoffiziere hielten den Kontakt zum Oberbürgermeister, zum Polizeipräsidenten und zu den sechs Bezirken des amerikanischen Sektors. Das Büro des Direktors unterhielt ferner den Kontakt zu den drei anderen Militärregierungen. Ihm unterstand das U.S. Sekretariat der Alliierten Kommandantur. Abgesehen von einigen kleineren Änderungen bei der Zusammenlegung von Abteilungen und Unterabteilungen (Sub Commitees) blieb der Verwaltungsaufbau in dieser Form im Wesentlichen bis zum Ende der Militärregierung am 21. September 1949 bestehen.
B. Bestandsgeschichte
Der Bestand wurde von 1977 bis 1981 von Archivaren des Landesarchivs in den National Archives in Washington gesichtet und für die Mikroverfilmung vorbereitet. Er ist in Form von Mikrofiches zugänglich. Wenige Akten liegen nicht als Mikrofiches vor und können nur im National Archive in Washington eingesehen werden. Die nicht verfilmten Akten können über die Findbücher ermittelt werden. Die Findbücher können auf Anfrage vorgelegt werden.
Enthält:
Arbeitsberichte der einzelnen Abteilungen und der Verbindungsoffiziere.- Korrespondenz mit der OMGUS-Zentrale, mit dem Oberbürgermeister, den Magistrats- und Bezirksbehörden sowie mit gesellschaftlichen Institutionen wie der Kirche, den Parteien, Verbänden und Vereinen.- Amerikanische Vertreter in der Viermächteverwaltung (Korrespondenz, Besprechungsprotokolle der Kommandanten und stellvertretenden Kommandanten, der Komitees und Subkomitees).
Erschlossen: 1.00 [lfm] sonstige Angaben: 3500 Mikrofiches
Laufzeit:
1941 - 1951
Benutzung:
Verzeichnungsbögen (Data Sheets)
Verweise:
-> LAB F Rep. 037 Amerikanische Behörden in Berlin
C. Literatur
-> Die amerikanische Militärregierung in Deutschland 1945-1949, hrsg. von Christoph Weisz, München 1994 (= OMGUS-Handbuch), S. 671-738.
-> Office of Military Government U. S. Sector, Berlin: A Four Year Report, July 1, 1945 - September 1, 1949, Berlin 1949.
-> Chamberlin, Brewster S.: Kultur auf Trümmern. Berliner Berichte der amerikanischen Information Control Section Juli - Dezember 1945. In: Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Nr. 39 (1979), S. 252 ff.
-> Howley, Frank L.: Berlin Command, New York 1950.
-> Maginnis, John J.: Government Journal. From the Normandy to Berlin, Amherst 1971.
-> Wetzel, Jürgen: Das OMGUS-Projekt. Die Verfilmung von Akten der US-Regierung. In: Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch 1982 des Landesarchivs Berlin, S. 121-130.
-> Wetzel, Jürgen: Office of Military Government for Berlin Sector. In: OMGUS-Handbuch (s.o.).
A. Verwaltungsgeschichte
Nach Trennung der Militärregierung von den Streitkräften wurde am 1. Oktober 1945 das Office of Military Government for Germany U.S. (OMGUS) eingerichtet. Auf Berliner Ebene etablierte sich das Office of Military Government Berlin District (OMGBD), das zunächst jedoch weiterhin Teil der Berliner Armeeführung blieb. Um die Regierungsaktivitäten besser koordinieren und die deutsche Verwaltung effektiver überwachen zu können, wurde Ende Januar 1946 die räumliche Trennung von der Armeeführung vollzogen. Die Militärregierung zog in das Gebäude der Deutschen Forschungsgemeinschaft in die Steglitzer Grunewaldstraße und in Häuser der benachbarten Brentano- und Kaiser-Wilhelm-Straße. Erst mit der Neuorganisation der Aufsichtsstruktur erfolgte am 1. November 1946 die vollständige Trennung von den Streitkräften. Die Behörde nannte sich seitdem Office of Military Government Berlin Sector (OMGBS) und verstand sich als ein "Element" der Alliierten Kommandantur.
An der Spitze standen der Direktor und der stellvertretende Direktor. Das Büro des Direktors (Director's Office) war die Schaltstelle der amerikanischen Militärregierung in Berlin. Es empfing Weisungen von der OMGUS-Zentrale, überwachte und koordinierte deren Ausführungen durch die ihm nachgeordneten rund vierzehn Abteilungen (Branches) und dreißig Unterabteilungen (Sections), durch die Verbindungsoffiziere (Liaison Officers), durch den Magistrat und die Bezirksämter. Die Verbindungsoffiziere hielten den Kontakt zum Oberbürgermeister, zum Polizeipräsidenten und zu den sechs Bezirken des amerikanischen Sektors. Das Büro des Direktors unterhielt ferner den Kontakt zu den drei anderen Militärregierungen. Ihm unterstand das U.S. Sekretariat der Alliierten Kommandantur. Abgesehen von einigen kleineren Änderungen bei der Zusammenlegung von Abteilungen und Unterabteilungen (Sub Commitees) blieb der Verwaltungsaufbau in dieser Form im Wesentlichen bis zum Ende der Militärregierung am 21. September 1949 bestehen.
B. Bestandsgeschichte
Der Bestand wurde von 1977 bis 1981 von Archivaren des Landesarchivs in den National Archives in Washington gesichtet und für die Mikroverfilmung vorbereitet. Er ist in Form von Mikrofiches zugänglich. Wenige Akten liegen nicht als Mikrofiches vor und können nur im National Archive in Washington eingesehen werden. Die nicht verfilmten Akten können über die Findbücher ermittelt werden. Die Findbücher können auf Anfrage vorgelegt werden.
Enthält:
Arbeitsberichte der einzelnen Abteilungen und der Verbindungsoffiziere.- Korrespondenz mit der OMGUS-Zentrale, mit dem Oberbürgermeister, den Magistrats- und Bezirksbehörden sowie mit gesellschaftlichen Institutionen wie der Kirche, den Parteien, Verbänden und Vereinen.- Amerikanische Vertreter in der Viermächteverwaltung (Korrespondenz, Besprechungsprotokolle der Kommandanten und stellvertretenden Kommandanten, der Komitees und Subkomitees).
Erschlossen: 1.00 [lfm] sonstige Angaben: 3500 Mikrofiches
Laufzeit:
1941 - 1951
Benutzung:
Verzeichnungsbögen (Data Sheets)
Verweise:
-> LAB F Rep. 037 Amerikanische Behörden in Berlin
C. Literatur
-> Die amerikanische Militärregierung in Deutschland 1945-1949, hrsg. von Christoph Weisz, München 1994 (= OMGUS-Handbuch), S. 671-738.
-> Office of Military Government U. S. Sector, Berlin: A Four Year Report, July 1, 1945 - September 1, 1949, Berlin 1949.
-> Chamberlin, Brewster S.: Kultur auf Trümmern. Berliner Berichte der amerikanischen Information Control Section Juli - Dezember 1945. In: Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Nr. 39 (1979), S. 252 ff.
-> Howley, Frank L.: Berlin Command, New York 1950.
-> Maginnis, John J.: Government Journal. From the Normandy to Berlin, Amherst 1971.
-> Wetzel, Jürgen: Das OMGUS-Projekt. Die Verfilmung von Akten der US-Regierung. In: Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch 1982 des Landesarchivs Berlin, S. 121-130.
-> Wetzel, Jürgen: Office of Military Government for Berlin Sector. In: OMGUS-Handbuch (s.o.).
Bestand
en
Verwandte Verzeichnungseinheiten: F Rep. 037 Sammlung Amerikanische Behörden in Berlin
B Rep. 035 Britische Militärregierung (Military Government British Troops)
BArch
IfZ
B Rep. 035 Britische Militärregierung (Military Government British Troops)
BArch
IfZ
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ
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