Gutsarchiv Wartenburg (Bestand)
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H 247 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1531) 1558 - 1945
Findhilfsmittel: Findbuch von 2010 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Wartenburg gehört zur Stadt Kemberg, Lkr. Wittenberg, Sachsen-Anhalt.
Die Burg Wartenburg gehörte wohl schon um 1230 zum Herzogtum Sachsen-Wittenberg. Mit dem Aussterben der askanischen Kurfürsten von Sachsen ging Wartenburg 1423 an deren wettinischen Nachfolger über, die es zum Amt Wittenberg schlugen. 1815 wurde Wartenburg an Preußen abgetreten und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
1230 benennt sich der Zeuge einer herzoglichen Urkunde nach der Burg Wartenburg. 1533 verlieh Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen das Schloss mit Ober- und Niedergerichten und allem Zubehör an Merten List, der 1548 von Kurfürst Moritz erneut belehnt wurde. 1572 und noch 1635 hatten die von Ebeleben Wartenburg inne. 1651 werden die von Witzleben mit Wartenburg belehnt, die es 1748/49 an Graf Friedrich Wilhelm von Brühl veräußerten. Von ihm erwarben 1769 die Grafen von Hohenthal das Rittergut und besaßen es bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945.
Zum 1812 als altschriftsässig bezeichneten Rittergut gehörten 1533 und noch 1827 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Wartenburg und Listerfehrda sowie über die halbe wüste Mark Babel. Darüber hinaus lag hier spätestens seit dem 17. Jh. das Pfarrpatronat über Wartenburg. Dazu traten Rechte über die Schulmeisterstelle in Listerfehrda, das zu Pfarrei Elster gehörte.
Bestandsinformationen: Das Archiv des Ritterguts Wartenburg wurde im Zuge der Bodenreform vom Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt übernommen.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2014 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Wartenburg gehört zur Stadt Kemberg, Lkr. Wittenberg, Sachsen-Anhalt.
Die Burg Wartenburg gehörte wohl schon um 1230 zum Herzogtum Sachsen-Wittenberg. Mit dem Aussterben der askanischen Kurfürsten von Sachsen ging Wartenburg 1423 an deren wettinischen Nachfolger über, die es zum Amt Wittenberg schlugen. 1815 wurde Wartenburg an Preußen abgetreten und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
1230 benennt sich der Zeuge einer herzoglichen Urkunde nach der Burg Wartenburg. 1533 verlieh Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen das Schloss mit Ober- und Niedergerichten und allem Zubehör an Merten List, der 1548 von Kurfürst Moritz erneut belehnt wurde. 1572 und noch 1635 hatten die von Ebeleben Wartenburg inne. 1651 werden die von Witzleben mit Wartenburg belehnt, die es 1748/49 an Graf Friedrich Wilhelm von Brühl veräußerten. Von ihm erwarben 1769 die Grafen von Hohenthal das Rittergut und besaßen es bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945.
Zum 1812 als altschriftsässig bezeichneten Rittergut gehörten 1533 und noch 1827 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Wartenburg und Listerfehrda sowie über die halbe wüste Mark Babel. Darüber hinaus lag hier spätestens seit dem 17. Jh. das Pfarrpatronat über Wartenburg. Dazu traten Rechte über die Schulmeisterstelle in Listerfehrda, das zu Pfarrei Elster gehörte.
Bestandsinformationen: Das Archiv des Ritterguts Wartenburg wurde im Zuge der Bodenreform vom Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt übernommen.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2014 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 7.04
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST