Schlossarchiv Sandersdorf Urkunden (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Schlossarchiv Sandersdorf Urkunden
Staatsarchiv Amberg (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Staatsarchivs Amberg >> IV. Nichtstaatliches Archivgut >> B. Archive des Adels, adelige Standesherrschaft und Jurisdiktion >> 1. Adelsarchive
1256-1911
Vorwort: Der Bestand "Schlossarchiv Sandersdorf Urkunden" enthält Urkunden der Familie von Bassus sowie der seit dem 17. Jahrhundert in ihrem Besitz befindlichen Hofmarken Sandersdorf-Mendorf (Gde. Altmannstein, Lkr. Eichstätt) und Eggersberg-Tachenstein-Harlanden. Bedeutende Angehörige des Geschlechts De Bassus, das von Graubünden nach Bayern gekommen war, waren v.a. Dominicus Bassus (1643-1704, Professor der Jurispudenz in Ingolstadt) und Thomas Freiherr von Bassus (1742-1815, Freund von Adam Weishaupt). Sandersdorf kam im Jahr 1650, nachdem es zuvor den Familien von Forchheim, Muggenthaler und (seit 1644) Unverzagt gehört hatte, an Johann Jacob Lossius, der aus Poschiavo in Graubünden stammte. Sein Erbe ging an seine Neffen aus den Familien Malgaritta und Bassus über. Im Jahr 1684 erwarben die Bassus zusätzlich Eggersberg mit Tachenstein und Harlanden. Dieses hatte sich im Besitz der bayerischen Herzöge befunden und war lange verpfändet, u.a. im 16./17. Jahrhundert an die Familie von Eck. 1613 kaufte es Dr. Wilhelm Jocher. 1780 folgte in allen Besitzungen mit Thomas von Bassus der jüngere Familienzweig. Der Bestand besteht aus 147 Urkunden mit einer Laufzeit von 1256 bis 1911, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit vor 1800 liegt. Knapp die Hälfte der Urkunden bezieht sich auf die Zeit vor 1650 und damit die Vorgänger der von Bassus in Sandersdorf. Eine Urkunde der Familie von Bassus stammt aus der Zeit bevor sie nach Bayern kamen und acht Urkunden beziehen sich auf die Familie der Grafen von Pappenheim. Letztere stammen aus dem Nachlass der Gräfin Elisabeth von Pappenheim, die in ihrem Testament 1810 die Kinder ihrer Nichte Auguste Elisabeth von Bassus als Erben einsetzte. Vgl. Wilhelm Volkert, Schlossarchiv Sandersdorf, München 1962 (Bayerische Archivinventare 18)
Schlossarchiv Sandersdorf Urkunden
147
Bestand
Urkunden
ger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.03.2025, 10:30 MEZ