C Rep. 111 Magistrat von Berlin, Abteilung Wohnungspolitik (Bestand)
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C Rep. 111
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.1 Magistratsverwaltungen
Vorwort: C Rep. 111 Magistrat von Berlin, Abteilung Wohnungspolitik
Behördengeschichte
Eine allein für den Bereich des Wohnungswesens zuständige Magistratsabteilung wurde erst 1953 gebildet. Bis dahin lagen die Aufgaben der Wohnungsaufsicht und -instandhaltung bzw. der Wohnraumvergabe jeweils in einer gemeinsamen Abteilung mit dem Bauwesen oder dem Sozialwesen.
Im Januar 1953 wurden im Rahmen der Umsetzung der "Verordnung über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der Organe der Staatsmacht von Groß-Berlin" die entsprechenden Aufgaben zu einer "Abteilung Wohnungswesen" zusammengefasst. Sie strukturierte sich zunächst in die Hauptreferate "Wohn- und Gewerberaumlenkung", "Wohnungsbau" und "Grundstücksverwaltung". Ab 1960 bestanden außerdem eine "Beschwerdestelle" sowie ein "Arbeitsbereich Finanz- und Betriebswirtschaft" für die VEB KWV.
Erste zuständige Stadträtin wurde im Februar 1953 Wilhelmine Schirmer-Pröscher. Ihr folgten Johanna Kuzia (1954-1957) und Max Reutter (1958-1963) im Amt. Im Oktober 1963 wurde dem Stadtrat Fritz Strutzke die Zuständigkeit der neu benannten "Abteilung Wohnungspolitik" übertragen.
1966 umfasste die Stadtratfunktion die Bereiche "Hauptplanträger, komplexer Wohnungsbau und Leiter der Abteilung Wohnungspolitik"; Stadtrat war Alexander Mallickh (1967-1969). Es folgten Friedrich Kos (1969-1976), Hans-Joachim Linn (1976-1981) und Wolfgang Bein (1981-1989). 1986 wurde die Funktion in "Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft" umbenannt.
Die "Abteilung Wohnungspolitik" war seit den 1960er Jahren verantwortlich für die Planung, Bilanzierung, Erhaltung, Verwaltung und Bewirtschaftung der Wohngebäude, die Anleitung der Berliner VEB KWV, die Grundsatzfragen der Wohn- und Gewerberaumlenkung sowie die Durchführung von Baubetreuungsaufgaben. Ihr war die Berliner Wohnungstauschzentrale unterstellt.
In den 1980er Jahren oblag dem zuständigen Stadtrat als "Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Wohnungspolitik" die Anleitung und Kontrolle der "Abteilung Wohnungspolitik" und des "Bereiches Wohnungswirtschaft" des Magistrats, der Direktion der KWV Berlin und der Wohnungstauschzentrale. Er war verantwortlich für die Umsetzung der wohnungspolitischen und -wirtschaftlichen Aufgaben zur Versorgung der Bürger mit Wohnraum und zur Bewirtschaftung und Erhaltung des Wohnungsfonds. In diesem Zusammenhang arbeitete er mit den Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG) zusammen.
Am 30. Mai 1990 wurde der letzte Magistrat von Berlin (Ost) von der Stadtverordnetenversammlung gewählt; Clemens Thurmann wurde Stadtrat für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr. Die Aufgaben der Wohnungspolitik und der Wohnungswirtschaft wurden in eine neue "Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr" überführt.
Mit dem Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 endete auch die administrative Teilung Berlins. Die Magistratsverwaltung von Berlin (Ost) wurde aufgelöst; die Aufgaben der "Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr" wurden von der "Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen" wahrgenommen.
Bestandsinformation
Die Überlieferung der für die Wohnungspolitik zuständigen Magistratsverwaltungen gelangte ab den 1970er Jahren aus dem Verwaltungsarchiv des Magistrats in das Stadtarchiv Berlin. Hier waren die Akten zunächst über Abgabeverzeichnisse zugänglich.
Eine Ende der 1990er Jahre handschriftlich angelegte vorläufige Kartei zu den jeweils in die Benutzung gegangenen Positionen dieser Abgabeverzeichnisse bildet die Grundlage für dieses vorläufige Findbuch. Die erfassten 92 Positionen bilden keine archivarische Bearbeitung der Überlieferung ab!
Der gößte Teil der Überlieferung ist nach wie vor nicht erschlossen und nur über die Abgabeverzeichnisse zugänglich.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
Berlin, November 2006 Dr. Heike Schroll
Behördengeschichte
Eine allein für den Bereich des Wohnungswesens zuständige Magistratsabteilung wurde erst 1953 gebildet. Bis dahin lagen die Aufgaben der Wohnungsaufsicht und -instandhaltung bzw. der Wohnraumvergabe jeweils in einer gemeinsamen Abteilung mit dem Bauwesen oder dem Sozialwesen.
Im Januar 1953 wurden im Rahmen der Umsetzung der "Verordnung über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der Organe der Staatsmacht von Groß-Berlin" die entsprechenden Aufgaben zu einer "Abteilung Wohnungswesen" zusammengefasst. Sie strukturierte sich zunächst in die Hauptreferate "Wohn- und Gewerberaumlenkung", "Wohnungsbau" und "Grundstücksverwaltung". Ab 1960 bestanden außerdem eine "Beschwerdestelle" sowie ein "Arbeitsbereich Finanz- und Betriebswirtschaft" für die VEB KWV.
Erste zuständige Stadträtin wurde im Februar 1953 Wilhelmine Schirmer-Pröscher. Ihr folgten Johanna Kuzia (1954-1957) und Max Reutter (1958-1963) im Amt. Im Oktober 1963 wurde dem Stadtrat Fritz Strutzke die Zuständigkeit der neu benannten "Abteilung Wohnungspolitik" übertragen.
1966 umfasste die Stadtratfunktion die Bereiche "Hauptplanträger, komplexer Wohnungsbau und Leiter der Abteilung Wohnungspolitik"; Stadtrat war Alexander Mallickh (1967-1969). Es folgten Friedrich Kos (1969-1976), Hans-Joachim Linn (1976-1981) und Wolfgang Bein (1981-1989). 1986 wurde die Funktion in "Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft" umbenannt.
Die "Abteilung Wohnungspolitik" war seit den 1960er Jahren verantwortlich für die Planung, Bilanzierung, Erhaltung, Verwaltung und Bewirtschaftung der Wohngebäude, die Anleitung der Berliner VEB KWV, die Grundsatzfragen der Wohn- und Gewerberaumlenkung sowie die Durchführung von Baubetreuungsaufgaben. Ihr war die Berliner Wohnungstauschzentrale unterstellt.
In den 1980er Jahren oblag dem zuständigen Stadtrat als "Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Wohnungspolitik" die Anleitung und Kontrolle der "Abteilung Wohnungspolitik" und des "Bereiches Wohnungswirtschaft" des Magistrats, der Direktion der KWV Berlin und der Wohnungstauschzentrale. Er war verantwortlich für die Umsetzung der wohnungspolitischen und -wirtschaftlichen Aufgaben zur Versorgung der Bürger mit Wohnraum und zur Bewirtschaftung und Erhaltung des Wohnungsfonds. In diesem Zusammenhang arbeitete er mit den Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG) zusammen.
Am 30. Mai 1990 wurde der letzte Magistrat von Berlin (Ost) von der Stadtverordnetenversammlung gewählt; Clemens Thurmann wurde Stadtrat für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr. Die Aufgaben der Wohnungspolitik und der Wohnungswirtschaft wurden in eine neue "Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr" überführt.
Mit dem Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 endete auch die administrative Teilung Berlins. Die Magistratsverwaltung von Berlin (Ost) wurde aufgelöst; die Aufgaben der "Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr" wurden von der "Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen" wahrgenommen.
Bestandsinformation
Die Überlieferung der für die Wohnungspolitik zuständigen Magistratsverwaltungen gelangte ab den 1970er Jahren aus dem Verwaltungsarchiv des Magistrats in das Stadtarchiv Berlin. Hier waren die Akten zunächst über Abgabeverzeichnisse zugänglich.
Eine Ende der 1990er Jahre handschriftlich angelegte vorläufige Kartei zu den jeweils in die Benutzung gegangenen Positionen dieser Abgabeverzeichnisse bildet die Grundlage für dieses vorläufige Findbuch. Die erfassten 92 Positionen bilden keine archivarische Bearbeitung der Überlieferung ab!
Der gößte Teil der Überlieferung ist nach wie vor nicht erschlossen und nur über die Abgabeverzeichnisse zugänglich.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
Berlin, November 2006 Dr. Heike Schroll
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ