23019 Lichttechnisches Institut (Bestand)
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23019
KIT-Archiv (Archivtektonik) >> 2 Karlsruher Institut für Technologie und Vorläufer >> 23 Institute und Lehrstühle
1920-2000
Inhalt: Hinweise auf wesentliche Inhalte sind der Klassifikation zu entnehmen. Weitere Hinweise gibt das Vorwort Klaus-Peter Hoepkes im provisorischen Findbuch von 1990:
"Immerhin vermitteln die "Allgemeine Korrespondenz Rudolf Georg Weigel" (Fasz. [= Signaturnummer] 1-16) sowie die Sachbetreffe aus den Kriegsjahren gute Einblicke in die innere und äußere Institutsgeschichte, d.h. in die dort betriebene Forschung, in die wechselseitigen Beziehungen zwischen Institut und lichttechnisch engagierten Firmen bezw. Ingenieuren, aber auch zur Gesamtkorporation der Hochschule. Darüber hinaus enthält die Weigel-Korrespondenz zahlreiche Schriftstücke, in denen es um die Verlagerung des Instituts und um dessen Schicksal während der ersten Wochen unter der französischen Besatzungshoheit geht. Der Ablauf dieser Entwicklung ist namentlich dem Fasz. 32 zu entnehmen. Von anderen Instituten fehlt bisher eine vergleichbar dichte Überlieferung über ihr Schicksal in der Endphase des "Dritten Reichs" und den Anfängen der Besatzungs-Verwaltung. Insofern sind die einschlägigen Faszikel von mittelbarem Erkenntniswert für die Geschichte der Gesamtkorporation. Das gilt auch vom Faszikel 34 ("Rundschreiben des Rektors an die Institutsleitungen, 1939-1942"); er bildet ein wertvolles Seitenstück zu den "Mitteilungen und Ersuchen des Rektors, 1934-1944", die in den Akten der Fakultät für Architektur überliefert sind (Sign. 6/1 [= Bestand 22006], fasz. 30 und 31). Die "Allgemeine Korrespondenz Paul Schulz" und die "Allgemeine Korrespondenz Otto Reeb" (fasz. 17-25 und fasz. 26-31) dokumentieren anschaulich die Bemühungen um den Wiederaufbau des Instituts und um die Wiederbelebung von Verbindungen zur Industrie und zu ausländischen Fachgenossen."
Entstehungsgeschichte: Die eigenständige Entwicklung der Lichttechnik an der Technischen Hochschule Karlsruhe begann am 30.10.1919, als der ao. Professor Joachim Teichmüller ein Ordinariat für Lichttechnik erhielt. In der Folge gelang Teichmüller mit Hilfe von Industriespenden die Einrichtung eines lichttechnisch-photometrischen Laboratoriums im Elektrotechnischen Institut. Zum Wintersemester 1921 kam es zur Gründung des zunächst im Hauptgebäude im 1. OG des Westflügels untergebrachten Lichttechnischen Instituts. Die Eröffnung erfolgte am 01.06.1922. Der Finanzierung diente die von Teichmüller gegründete Deutsche Lichttechnische Gesellschaft. 1928 erhielt das Institut mit einer 'Lichthalle' nördlich des Architekturgebäudes ein eigenes Versuchsgebäude. Teichmüller wurde 1934 emeritiert. Ihm folgte Rudolf Weigel, der zuvor 1. Assistent Teichmüllers gewesen war. Im September 1942 wurde das Institut durch Bomben schwer beschädigt, zwei Jahre später wurden die Institutsräume durch einen weiteren Bombenangriff unbenutzbar. Das Institut wurde an verschiedene Orte ausgelagert, zunächst in den Hoepfner-Keller in der Kaiserstr. 14, im Dezember 1944 nach Baden-Baden in die Geroldsauer Mühle und Mitte April 1945 nach Eigeltingen im Kreis Stockach. Durch die Auslagerungen wurde das technische Inventar größtenteils gerettet. Nach Kriegsende wurden Weigel, der von 1937 bis 1945 Rektor gewesen war, und sein Betriebsleiter Otto Hans Knoll aus dem Hochschuldienst entlassen. Das Institut erhielt zunächst Räume in der Telegrafenkaserne (Westhochschule). Zum Wintersemester 1949/50 wurde Paul Schulz auf den Lehrstuhl für Lichttechnik berufen und übernahm die Institutsleitung. 1950 wurde am Institut die Prüfstelle für lichttechnische Einrichtungen an Fahrzeugen eingerichtet. 1956 wurde Otto Reeb auf den neu eingerichteten zweiten Lehrstuhl für Angewandte Lichttechnik und Lichttechnische Meßkunde berufen. Der Umzug aus der Westhochschule in den Neubau an der Engesserstraße (Geb. 30.54) erfolgte 1962. Paul Schulz leitete das Institut bis zu seiner Emeritierung zum 31.03.1979. Ihm folgte 1980 als Inhaber des Lehrstuhls für Lichttechnik Hans-Peter Popp. Das Institut wurde nach Schulz' Emeritierung kollegial, durch Popp und Reebs 1967 berufenen Nachfolger Hans Walter Bodmann geleitet.
Beschreibung der Zugangsvorgänge: Vorwort Klaus-Peter Hoepkes im provisorischen Findbuch von 1990:
"Übernahme des verzeichneten Bestands erfolgte im Juli 1990. Der Aktenfundus enthielt nur noch spärliche Überlieferungen aus der Zeit vor 1939, weil bei Kriegsbeginn - mindestens am Lichttechnischen Institut - aus luftschutzbedingten Gründen Altakten "kurzerhand dem Feuer übergeben wurden" (Weigel an Dipl.-Ing. Hermann Martin, 26.8.1940, Fasz. 5). Aber auch für die Nachkriegsjahre wies der Fundus bereits Lücken auf, wie den Laufzeiten der erschlossenen Betreffe unschwer zu entnehmen ist. [...]
Von der Schulz-Korrespondenz blieb der Aktenordner "M-Z, 1955-1957" unauffindbar. Aus der Reeb-Korrespondenz wurden von den zahlreich abgelegten Firmenprospekten solche Stücke kassiert, die keinen erkennbaren Bezug zur sonstigen Korrespondenz hatten. Es fällt am Reeb-Briefwechsel auf, daß Kopien bezw. Durchschläge der Reeb-Briefe weitgehend fehlen; ihr Verbleib ließ sich nicht feststellen."
Klassifikationsübersicht: 1. Allgemeine Korrespondenz
2. Instituts- und Hochschulverwaltung
3. Gebäude und Inventar
4. Forschung und Gutachten
5. Studium
6. Mitwirkung in Institutionen
6.1 Lichttechnische Gesellschaft
6.2 Hochschulgemeinschaft für Lichttechnik an der TH Karlsruhe e.V.
6.3 Lichttechnischer Kurs für den Verein Deutscher Gas- und Wasserfachleute (DVGW)
7. Kolloquien und Feierlichkeiten
"Immerhin vermitteln die "Allgemeine Korrespondenz Rudolf Georg Weigel" (Fasz. [= Signaturnummer] 1-16) sowie die Sachbetreffe aus den Kriegsjahren gute Einblicke in die innere und äußere Institutsgeschichte, d.h. in die dort betriebene Forschung, in die wechselseitigen Beziehungen zwischen Institut und lichttechnisch engagierten Firmen bezw. Ingenieuren, aber auch zur Gesamtkorporation der Hochschule. Darüber hinaus enthält die Weigel-Korrespondenz zahlreiche Schriftstücke, in denen es um die Verlagerung des Instituts und um dessen Schicksal während der ersten Wochen unter der französischen Besatzungshoheit geht. Der Ablauf dieser Entwicklung ist namentlich dem Fasz. 32 zu entnehmen. Von anderen Instituten fehlt bisher eine vergleichbar dichte Überlieferung über ihr Schicksal in der Endphase des "Dritten Reichs" und den Anfängen der Besatzungs-Verwaltung. Insofern sind die einschlägigen Faszikel von mittelbarem Erkenntniswert für die Geschichte der Gesamtkorporation. Das gilt auch vom Faszikel 34 ("Rundschreiben des Rektors an die Institutsleitungen, 1939-1942"); er bildet ein wertvolles Seitenstück zu den "Mitteilungen und Ersuchen des Rektors, 1934-1944", die in den Akten der Fakultät für Architektur überliefert sind (Sign. 6/1 [= Bestand 22006], fasz. 30 und 31). Die "Allgemeine Korrespondenz Paul Schulz" und die "Allgemeine Korrespondenz Otto Reeb" (fasz. 17-25 und fasz. 26-31) dokumentieren anschaulich die Bemühungen um den Wiederaufbau des Instituts und um die Wiederbelebung von Verbindungen zur Industrie und zu ausländischen Fachgenossen."
Entstehungsgeschichte: Die eigenständige Entwicklung der Lichttechnik an der Technischen Hochschule Karlsruhe begann am 30.10.1919, als der ao. Professor Joachim Teichmüller ein Ordinariat für Lichttechnik erhielt. In der Folge gelang Teichmüller mit Hilfe von Industriespenden die Einrichtung eines lichttechnisch-photometrischen Laboratoriums im Elektrotechnischen Institut. Zum Wintersemester 1921 kam es zur Gründung des zunächst im Hauptgebäude im 1. OG des Westflügels untergebrachten Lichttechnischen Instituts. Die Eröffnung erfolgte am 01.06.1922. Der Finanzierung diente die von Teichmüller gegründete Deutsche Lichttechnische Gesellschaft. 1928 erhielt das Institut mit einer 'Lichthalle' nördlich des Architekturgebäudes ein eigenes Versuchsgebäude. Teichmüller wurde 1934 emeritiert. Ihm folgte Rudolf Weigel, der zuvor 1. Assistent Teichmüllers gewesen war. Im September 1942 wurde das Institut durch Bomben schwer beschädigt, zwei Jahre später wurden die Institutsräume durch einen weiteren Bombenangriff unbenutzbar. Das Institut wurde an verschiedene Orte ausgelagert, zunächst in den Hoepfner-Keller in der Kaiserstr. 14, im Dezember 1944 nach Baden-Baden in die Geroldsauer Mühle und Mitte April 1945 nach Eigeltingen im Kreis Stockach. Durch die Auslagerungen wurde das technische Inventar größtenteils gerettet. Nach Kriegsende wurden Weigel, der von 1937 bis 1945 Rektor gewesen war, und sein Betriebsleiter Otto Hans Knoll aus dem Hochschuldienst entlassen. Das Institut erhielt zunächst Räume in der Telegrafenkaserne (Westhochschule). Zum Wintersemester 1949/50 wurde Paul Schulz auf den Lehrstuhl für Lichttechnik berufen und übernahm die Institutsleitung. 1950 wurde am Institut die Prüfstelle für lichttechnische Einrichtungen an Fahrzeugen eingerichtet. 1956 wurde Otto Reeb auf den neu eingerichteten zweiten Lehrstuhl für Angewandte Lichttechnik und Lichttechnische Meßkunde berufen. Der Umzug aus der Westhochschule in den Neubau an der Engesserstraße (Geb. 30.54) erfolgte 1962. Paul Schulz leitete das Institut bis zu seiner Emeritierung zum 31.03.1979. Ihm folgte 1980 als Inhaber des Lehrstuhls für Lichttechnik Hans-Peter Popp. Das Institut wurde nach Schulz' Emeritierung kollegial, durch Popp und Reebs 1967 berufenen Nachfolger Hans Walter Bodmann geleitet.
Beschreibung der Zugangsvorgänge: Vorwort Klaus-Peter Hoepkes im provisorischen Findbuch von 1990:
"Übernahme des verzeichneten Bestands erfolgte im Juli 1990. Der Aktenfundus enthielt nur noch spärliche Überlieferungen aus der Zeit vor 1939, weil bei Kriegsbeginn - mindestens am Lichttechnischen Institut - aus luftschutzbedingten Gründen Altakten "kurzerhand dem Feuer übergeben wurden" (Weigel an Dipl.-Ing. Hermann Martin, 26.8.1940, Fasz. 5). Aber auch für die Nachkriegsjahre wies der Fundus bereits Lücken auf, wie den Laufzeiten der erschlossenen Betreffe unschwer zu entnehmen ist. [...]
Von der Schulz-Korrespondenz blieb der Aktenordner "M-Z, 1955-1957" unauffindbar. Aus der Reeb-Korrespondenz wurden von den zahlreich abgelegten Firmenprospekten solche Stücke kassiert, die keinen erkennbaren Bezug zur sonstigen Korrespondenz hatten. Es fällt am Reeb-Briefwechsel auf, daß Kopien bezw. Durchschläge der Reeb-Briefe weitgehend fehlen; ihr Verbleib ließ sich nicht feststellen."
Klassifikationsübersicht: 1. Allgemeine Korrespondenz
2. Instituts- und Hochschulverwaltung
3. Gebäude und Inventar
4. Forschung und Gutachten
5. Studium
6. Mitwirkung in Institutionen
6.1 Lichttechnische Gesellschaft
6.2 Hochschulgemeinschaft für Lichttechnik an der TH Karlsruhe e.V.
6.3 Lichttechnischer Kurs für den Verein Deutscher Gas- und Wasserfachleute (DVGW)
7. Kolloquien und Feierlichkeiten
Lichttechnisches Institut der Universität Karlsruhe (TH)
4,0 m
Akten
Verweis auf ähnliches Material: KIT-Archiv:
21001 Hochschulverwaltung
22010 Fakultät für Elektrotechnik
23049 Nachlass Joachim Teichmüller
23050 Nachlass Paul Schulz
Literatur: Das Lichttechnische Institut der Universität (TH) Karlsruhe [!] von 1961-1971. Monografie, hg. zu seinem 50-jährigen Bestehen, hg. v. Lichttechnischen Institut der Universität Karlsruhe (TH), 1972.
21001 Hochschulverwaltung
22010 Fakultät für Elektrotechnik
23049 Nachlass Joachim Teichmüller
23050 Nachlass Paul Schulz
Literatur: Das Lichttechnische Institut der Universität (TH) Karlsruhe [!] von 1961-1971. Monografie, hg. zu seinem 50-jährigen Bestehen, hg. v. Lichttechnischen Institut der Universität Karlsruhe (TH), 1972.
Benutzungbeschränkungen: Die Benutzung ist teilweise durch Schutzfristen für Sachakten und personenbezogene Unterlagen eingeschränkt.
Weigel, Rudolf Georg
Arndt, Wilhelm
Bühl, Alfons
Dittes, Walter
Ernst, Fritz
Kirchner, W.
Comberg, W.
Knoll, Otto
Schramm, Willi
Köhler, Walter
Richter, Rudolf
Barleben, Günter
Meyer, Alfred R.
Bayha, Hellmuth
Born, Fritz
Brauer, Peter
Dziobek, W.
Ernst, Friedrich
Finkelnburg, Wolfgang
Günter, Albrecht
Halbertsma, Nicolaas Adolf
Teichmüller, Joachim
Hammerschmidt, Wilhelm
Schulz, Paul
Lompe, Arved
Schneider, Ludwig
Seeliger, Rudolf
Meyer, Wilfried
Palm, Ernst
Reeb, Otto
Franke, Georg
Frühling, H.-G.
Hansen, G.
Helwig, Hans-Joachim
Korte, H.
Baden-Baden
Eigeltingen
Schloss Stutensee
Institutsgründung
Photochemisches Institut
Firma Siemens
Geroldsauer Mühle (Baden-Baden)
Alte Brauerei Hoepfner
Kameradschaften an der TH Karlsruhe
Kriegswirtschaftsstelle im Reichsforschungsrat
Rüstungskommando Mannheim
Forschungsaufträge
Auslagerungen
Osram GmbH Berlin
Firma Siemens-Schuckert Erlangen
Physikalisch-Technische Reichsanstalt Berlin
Firma Philips GmbH
Firma Leitz Wetzlar
Firma Carl Zeiss Oberkochen
Physikalisch-Technische Bundesanstalt Braunschweig
Forschungsauftrag Lichtpolster
Reichswissenschaftsministerium
Institutsneubau
Personalsachen
BRUCO-Sparlampe
Kleinquecksilberdampflampe
Regenerierung von Glühlampen
Leuchtsstoffröhren
Wirkungsgrad und Lebensdauer von Glühlampen
Innenmattierung von Glühlampen
Forschungsüberwachung der US-Militärregierung
Niederschriften der Institutskonferenzen
Haushalt
Lichthalle
Heereswaffenamt
Erkennbarkeit von Zielen bei Nacht
Lichttechnisches Kolloquium
30-Jahrfeier
Exkursionen
Vorträge
Hochschulgemeinschaft für Lichttechnik
Lichttechnische Gesellschaft
Lichttechnische Kurse
Deutscher Verein von Gas- und Wasserfachmännern (DVGW)
06.03.2025, 18:21 MEZ