Kommandanturen der Militärverwaltungen der Wehrmacht (Bestand)
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BArch RH 36
call number: RH 36
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Befehlshaber und Kommandanturen
1940-1944
Bestandsbeschreibung: Die Bestandsgruppe wird aus Unterlagen der Oberfeld-Kommandanturen, Feld-Kommandanturen, Kreis- und Orts-Kommandanturen sowie Militär-Kommandanturen (in Italien) in den besetzten Gebieten gebildet, denen - gegliedert in Kommandostab und Verwaltungsstab - die Aufrechterhaltung der militärischen Ordnung und die Überwachung der landeseigenen Verwaltung und Industrie oblag. Die Oberfeld-Kommandanturen unterstanden mit den ihnen zugeteilten Dienststellen den jeweiligen Militärbefehlshabern.
Inhaltliche Charakterisierung: Der größte Teil der ins Bundesarchiv gelangten Unterlagen stammt von Kommandanturen in den besetzten Westgebieten. Überliefert sind in großer Zahl Befehle für die militärische Ordnung und Sicherheit, für die Versorgung und Betreuung der Truppen und ihre Unterbringung, außerdem Lage- und Stimmungsberichte. Von den Verwaltungsstäben liegen zahlreiche Dokumente über Einsatz und Umsetzung von Arbeitskräften (einschließlich Kriegsgefangene), Preisüberwachung und den Kampf gegen den Schwarzhandel, Verkehrsüberwachung, Regelungen für wichtige Industriebetriebe und deren Anträge und Meldungen, Maßnahmen gegen Juden sowie über Vermögensbeschlagnahme bzw. -verwaltung vor.
In nennenswertem Umfang sind Unterlagen nur von folgenden Kommandanturen erhalten geblieben (in Klammer die Anzahl der Archivalieneinheiten):
Oberfeld-Kommandantur 570 - Gent (31 AE),
Oberfeld-Kommandantur 670 - Lille (12 AE),
Oberfeld-Kommandantur 672 - Brüssel (45 AE),
Oberfeld-Kommandantur 894 - Marseille, Avignon (12 AE),
Feld-Kommandantur 518 - Nantes (63 AE),
Feld-Kommandantur 550 - Epinal (12 AE),
Feld-Kommandantur 560 - Besancon (21 AE),
Feld-Kommandantur 591 - Nancy (24 AE),
Feld-Kommandantur 669 - Dijon (24 AE),
Feld-Kommandantur 723 - Caen (29 AE),
Feld-Kommandantur 769 - Chaumont (18 AE),
Kreis-Kommandantur 66 - Neuf-Chateau (11 AE) .
Dem Findbuch zum Bestand wurde eine Sammlung mit Stammtafeln vorangestellt. Die hinter den Kommandantur-Bezeichnungen angegebenen Ortsnamen sind dort nicht immer vollständig aufgeführt. Sofern eine Kommandantur an verschiedenen Orten eingesetzt war, wurden nur die Einsätze/Stationierungen von längerer Dauer berücksichtigt. Die Daten im Findbuch wurden aus Lagenkarten, Auszeichnungslisten oder den sog. Studies gewonnen; sie erstrecken sich aber nur in Ausnahmefällen auf die gesamte Kriegsdauer.
Erschließungszustand: Findbuch
Umfang, Erläuterung: 625 AE
Zitierweise: BArch RH 36/...
Inhaltliche Charakterisierung: Der größte Teil der ins Bundesarchiv gelangten Unterlagen stammt von Kommandanturen in den besetzten Westgebieten. Überliefert sind in großer Zahl Befehle für die militärische Ordnung und Sicherheit, für die Versorgung und Betreuung der Truppen und ihre Unterbringung, außerdem Lage- und Stimmungsberichte. Von den Verwaltungsstäben liegen zahlreiche Dokumente über Einsatz und Umsetzung von Arbeitskräften (einschließlich Kriegsgefangene), Preisüberwachung und den Kampf gegen den Schwarzhandel, Verkehrsüberwachung, Regelungen für wichtige Industriebetriebe und deren Anträge und Meldungen, Maßnahmen gegen Juden sowie über Vermögensbeschlagnahme bzw. -verwaltung vor.
In nennenswertem Umfang sind Unterlagen nur von folgenden Kommandanturen erhalten geblieben (in Klammer die Anzahl der Archivalieneinheiten):
Oberfeld-Kommandantur 570 - Gent (31 AE),
Oberfeld-Kommandantur 670 - Lille (12 AE),
Oberfeld-Kommandantur 672 - Brüssel (45 AE),
Oberfeld-Kommandantur 894 - Marseille, Avignon (12 AE),
Feld-Kommandantur 518 - Nantes (63 AE),
Feld-Kommandantur 550 - Epinal (12 AE),
Feld-Kommandantur 560 - Besancon (21 AE),
Feld-Kommandantur 591 - Nancy (24 AE),
Feld-Kommandantur 669 - Dijon (24 AE),
Feld-Kommandantur 723 - Caen (29 AE),
Feld-Kommandantur 769 - Chaumont (18 AE),
Kreis-Kommandantur 66 - Neuf-Chateau (11 AE) .
Dem Findbuch zum Bestand wurde eine Sammlung mit Stammtafeln vorangestellt. Die hinter den Kommandantur-Bezeichnungen angegebenen Ortsnamen sind dort nicht immer vollständig aufgeführt. Sofern eine Kommandantur an verschiedenen Orten eingesetzt war, wurden nur die Einsätze/Stationierungen von längerer Dauer berücksichtigt. Die Daten im Findbuch wurden aus Lagenkarten, Auszeichnungslisten oder den sog. Studies gewonnen; sie erstrecken sich aber nur in Ausnahmefällen auf die gesamte Kriegsdauer.
Erschließungszustand: Findbuch
Umfang, Erläuterung: 625 AE
Zitierweise: BArch RH 36/...
Kommandanturen der Militärverwaltung, 1942-1944
673 Aufbewahrungseinheiten; 16,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RH 22 Befehlshaber rückwärtige Heeresgebiete
RH 23 Kommandanten rückwärtige Armeegebiete
RH 34 Truppenkommandanturen
RW 35-41 Militär- und Wehrmachtbefehlshaber
Amtliche Druckschriften: RHD 57
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 38
Umbreit, Hans: Der Militärbefehlshaber in Frankreich 1940 bis 1944. Boppard 1968
Meyer, Ahlrich: Die deutsche Besatzung in Frankreich 1940-1944. Widerstandbekämpfung und Judenverfolgung. Darmstadt 2000
Benz, Wolfgang/Otto, Gerhard und Houwink ten Cate, Johannes (Hrsg.): Die Bürokratie der Okkupation. Strukturen der Herrschaft und Verwaltung im besetzten Europa. Berlin 1998
Schumann, Wolfgang und Nestler, Ludwig (Hrsg.): Europa unterm Hakenkreuz. Dokumentenedition. Frankreich (1940-1944). Berlin 1990
Martens, Stefan (Hrsg.): Frankreich und Belgien unter deutscher Besatzung 1940-1944. Die Bestände des Bundesarchiv-Militärarchivs Freiburg. Stuttgart 2002.
La France et la Belgique sous l¿occupation allemande 1940-1944. Les fonds allemands conservés au Centre historique des archives nationales. Inventaire de la sous-série AJ 40. Ed. de Archives nationales. Paris 2002
RH 23 Kommandanten rückwärtige Armeegebiete
RH 34 Truppenkommandanturen
RW 35-41 Militär- und Wehrmachtbefehlshaber
Amtliche Druckschriften: RHD 57
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 38
Umbreit, Hans: Der Militärbefehlshaber in Frankreich 1940 bis 1944. Boppard 1968
Meyer, Ahlrich: Die deutsche Besatzung in Frankreich 1940-1944. Widerstandbekämpfung und Judenverfolgung. Darmstadt 2000
Benz, Wolfgang/Otto, Gerhard und Houwink ten Cate, Johannes (Hrsg.): Die Bürokratie der Okkupation. Strukturen der Herrschaft und Verwaltung im besetzten Europa. Berlin 1998
Schumann, Wolfgang und Nestler, Ludwig (Hrsg.): Europa unterm Hakenkreuz. Dokumentenedition. Frankreich (1940-1944). Berlin 1990
Martens, Stefan (Hrsg.): Frankreich und Belgien unter deutscher Besatzung 1940-1944. Die Bestände des Bundesarchiv-Militärarchivs Freiburg. Stuttgart 2002.
La France et la Belgique sous l¿occupation allemande 1940-1944. Les fonds allemands conservés au Centre historique des archives nationales. Inventaire de la sous-série AJ 40. Ed. de Archives nationales. Paris 2002
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST
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