Ludwig Pallat (Bestand)
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PALLAT
BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung - Archiv (Archivtektonik) >> C. Bestandszuwachs seit 1992 >> Pädagogische Vereine, Institutionen und Gesellschaften >> Nachlässe, Vorlässe, Teilnachlässe und Personenfonds
Bestandsbeschreibung: Ludwig Pallat (geb. 03.12.1867, gest. 12.11.1946) war ein Archäologe und Bildungspolitiker.
Ludwig Pallat wurde 1867 in Ober-Ingelheim am Rhein geboren, galt schon früh als guter Zeichner und studierte dann Archäologie und klassische Philologie in München, Leipzig und Berlin, wo er bei Herrmann Diels promovierte. Seit 1895 fungierte als Vorsteher des Museums für Nassauische Altertümer in Wiesbaden. Ab 1898/1899 wurde er Referent im preußischen Kultusministerium in Berlin, wo er bis 1928 für fast drei Jahrzehnte den Reformierungsprozess des Zeichenunterrichts begleitete und in diesem Rahmen auch zum Oberregierungsrat avancierte. Anschließend wirkte er bis 1932 als Kurator an der Universität Halle-Wittenberg. Zusätzlich leitete er seit 1915 mit dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht die zentrale Auskunftsstelle für Lehrmittel, der er mit kurzer Unterbrechung noch bis 1938 vorstand. Ludwig Pallat verstarb 1946 in Göttingen.
Der Bestand wurde im Jahr 2009 auf Wunsch der Familie an das Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung übergeben und durch weitere Nachlieferungen in den Jahren 2014 und 2018 ergänzt.
Der Bestand weist nach der Bearbeitung einen Umfang von 3,30 Regalmetern auf und erstreckt sich insgesamt über den Zeitraum von 1866 bis 2009. Überliefert sind vielfältige Lebensdokumente, wie z.B. (Ernennungs-)Urkunden und Zeugnissen aus verschiedenen Lebensphasen. Zudem sind Manuskripte und Zeichnungen sowie eine umfangreiche Fotosammlung mit u.a. zahlreichen Familienaufnahmen sowie Fotografien, die im Rahmen seiner Reisen entstanden sind, im Bestand enthalten. Besonders hervorhebenswert sind der sehr umfangreiche Briefwechsel zwischen den Eheleuten Pallat, der auf den Zeitraum 1898-1943 datiert sowie die zahlreich überlieferten Tage- und Notizbücher Ludwig Pallats aus den Jahren 1881-1946. Hinzu kommen die Unterlagen zum Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin. Der Bestand wurde gemäß den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) erschlossen.
Weiterführende Archivalien:
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (DIPF/BBF/Archiv:)
Nachlass Annemarie Pallat (PALLATA)
Nachlass Adolf Reichwein (REICH)
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStAPK)
I. Hauptabteilung (HA), Repositur (Rep.) 76 Kultusministerium
VI. Hauptabteilung, (HA), Nachlass (Nl.) Becker, Carl, Heinrich (C.H.)
Ludwig Pallat wurde 1867 in Ober-Ingelheim am Rhein geboren, galt schon früh als guter Zeichner und studierte dann Archäologie und klassische Philologie in München, Leipzig und Berlin, wo er bei Herrmann Diels promovierte. Seit 1895 fungierte als Vorsteher des Museums für Nassauische Altertümer in Wiesbaden. Ab 1898/1899 wurde er Referent im preußischen Kultusministerium in Berlin, wo er bis 1928 für fast drei Jahrzehnte den Reformierungsprozess des Zeichenunterrichts begleitete und in diesem Rahmen auch zum Oberregierungsrat avancierte. Anschließend wirkte er bis 1932 als Kurator an der Universität Halle-Wittenberg. Zusätzlich leitete er seit 1915 mit dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht die zentrale Auskunftsstelle für Lehrmittel, der er mit kurzer Unterbrechung noch bis 1938 vorstand. Ludwig Pallat verstarb 1946 in Göttingen.
Der Bestand wurde im Jahr 2009 auf Wunsch der Familie an das Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung übergeben und durch weitere Nachlieferungen in den Jahren 2014 und 2018 ergänzt.
Der Bestand weist nach der Bearbeitung einen Umfang von 3,30 Regalmetern auf und erstreckt sich insgesamt über den Zeitraum von 1866 bis 2009. Überliefert sind vielfältige Lebensdokumente, wie z.B. (Ernennungs-)Urkunden und Zeugnissen aus verschiedenen Lebensphasen. Zudem sind Manuskripte und Zeichnungen sowie eine umfangreiche Fotosammlung mit u.a. zahlreichen Familienaufnahmen sowie Fotografien, die im Rahmen seiner Reisen entstanden sind, im Bestand enthalten. Besonders hervorhebenswert sind der sehr umfangreiche Briefwechsel zwischen den Eheleuten Pallat, der auf den Zeitraum 1898-1943 datiert sowie die zahlreich überlieferten Tage- und Notizbücher Ludwig Pallats aus den Jahren 1881-1946. Hinzu kommen die Unterlagen zum Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin. Der Bestand wurde gemäß den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) erschlossen.
Weiterführende Archivalien:
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (DIPF/BBF/Archiv:)
Nachlass Annemarie Pallat (PALLATA)
Nachlass Adolf Reichwein (REICH)
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStAPK)
I. Hauptabteilung (HA), Repositur (Rep.) 76 Kultusministerium
VI. Hauptabteilung, (HA), Nachlass (Nl.) Becker, Carl, Heinrich (C.H.)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2025, 07:50 MESZ
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