Berufungssache 1. der Witwe Heine Peick, geb. Katharina Varvick, 2. der Kinder des + Hinrich Bolling und der Elsabe Peick (der Tochter des Beklagten zu 1.), vertreten durch ihre Vormünder Ratsherr Johan Jodefeld, Arndt Peick und Philipp Brandes, später auch 3. der Kinder des + Herman Nagel und der Elsabe Peick, vertreten durch ihre Vormünder Ratsherr Herman Bisping, Kaspar und Erasmus Lutkenbecke, Beklagte ./. Lambrecht Umbgrove, Kläger. Lambrecht Varvick aus Halberstadt, Sohn des Gerhard V., starb in Münster. In seinem Testament setzte er dem Kläger ein Vermächtnis aus. Er verlangt dieses von der Beklagten zu 1. und den Beklagten zu 2. u. 3. als Erben ihrer Mutter Elsabe Peick, da diese bei den Erben des Varvick seien. Die Beklagte zu 1. bestreitet das; nur sie will ein Vermächtnis erhalten haben. Elsabe Peick ist als Erbin eingesetzt. Es wird aber eingewendet, dass der Kläger das Vermächtnis nicht in der vorgesehenen Zeit eingefordert habe, und dass es sich nicht im Nachlass befunden habe.
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Berufungssache 1. der Witwe Heine Peick, geb. Katharina Varvick, 2. der Kinder des + Hinrich Bolling und der Elsabe Peick (der Tochter des Beklagten zu 1.), vertreten durch ihre Vormünder Ratsherr Johan Jodefeld, Arndt Peick und Philipp Brandes, später auch 3. der Kinder des + Herman Nagel und der Elsabe Peick, vertreten durch ihre Vormünder Ratsherr Herman Bisping, Kaspar und Erasmus Lutkenbecke, Beklagte ./. Lambrecht Umbgrove, Kläger. Lambrecht Varvick aus Halberstadt, Sohn des Gerhard V., starb in Münster. In seinem Testament setzte er dem Kläger ein Vermächtnis aus. Er verlangt dieses von der Beklagten zu 1. und den Beklagten zu 2. u. 3. als Erben ihrer Mutter Elsabe Peick, da diese bei den Erben des Varvick seien. Die Beklagte zu 1. bestreitet das; nur sie will ein Vermächtnis erhalten haben. Elsabe Peick ist als Erbin eingesetzt. Es wird aber eingewendet, dass der Kläger das Vermächtnis nicht in der vorgesehenen Zeit eingefordert habe, und dass es sich nicht im Nachlass befunden habe.
B-C Civ, 625
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1501-1600
(1581, 1583) 1597-1598
Darin: Anlage 1: Abschrift aus dem Gerichtsbuch in Halberstadt, 1.8. 1581. Gertrud, Frau Veit Gotts und Cäcilia, Frau Valtin Trappe, im Beistand des Johan Hencklin (Heucklin?), sowie Henrich Smidtwindts als Kurator der Frau Mathias Schneiderwindts quittieren dem Henrich Bölling aus Münster und der Elsabe Peick den Empfang des Legats laut Testament des Lambert Farwick. Anlage 2: Nachweislegung des Johan Farvigk und des Philipp Umbegrove, beide Bürger zu Münster vom 17.8. 1583, als ihr Mündel Lambert Farvigk nach Münster ging, und Verzeichnis späterer Ausgaben aus dessen Vermögen. Die Rechnung ist offenbar in Halberstadt aufgestellt. Darin werden erwähnt: Wilhelm und Johan Budde; Hans Halfpape; Valtin Gronewaldt; Hans Ritter auf der Vogtei zu Halberstadt; Gerd Wansingk; Martin Kipman; Joachim Todendorff, Vormund der Tochter des Hans Marck; Hans Budde zu Aschersleben; Hans Engelbrecht; Mathias Geldenicht; Andreas Arndes zu Lütken-Alsleben; Hans Leonard; Jakob Bontwerck; Kaspar Vischer zu Ermesleben; Friedrich Rossing; Klaus Müller in Frankfurt; Bote Henrich Stork; Herman Wissing; Isahias Sauten; Bote Peter Hase; Roleff Menneken; Henrich Bolinck (Bülinck) von Münster; Christoph von Heimb in Armesleben; Bote Gerdt Barchman; Balzer Brett; Herman Hubener.
Enthält: Margarete Peick, Tochter der Beklagten zu 1., ist mit dem Färber Kaspar zum Busch verheiratet. Erbe des Johan Varvick in Halberstadt ist Henrich Plate; Frau Henrich Plate ( Kath. Farvick) und Frau Hermann Kock (Agatha Farvick) sind Schwestern. Erwähnt werden Herman Borchartz; Johan Witte; Gerhard Kramer; Advokat Alexander Grote; Prokurator Johan Budde.
Enthält: Margarete Peick, Tochter der Beklagten zu 1., ist mit dem Färber Kaspar zum Busch verheiratet. Erbe des Johan Varvick in Halberstadt ist Henrich Plate; Frau Henrich Plate ( Kath. Farvick) und Frau Hermann Kock (Agatha Farvick) sind Schwestern. Erwähnt werden Herman Borchartz; Johan Witte; Gerhard Kramer; Advokat Alexander Grote; Prokurator Johan Budde.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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09.01.2026, 11:56 AM CET