Erbstreitigkeiten unter den Erben Cornelis und in der Folge um die Zahlungsschuld gegenüber dem Bevollmächtigten Johann Busch
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GerKer, 438
GerKer Schöffengericht Kerpen
Schöffengericht Kerpen >> 1 Zivilsachen >> 1.2 Erb- und Besitzstreitigkeiten
1667 - 1680
Enthält: Seit etwa Mitte der 1660er Jahre streiten der Kerpener Zweig der Erben des Bernhart Cornelis: Wilhelm und seine Schwester Anne und ihre Nachkommen, darunter die Familien von Georg und Michael Scheffer, Johann Busch, Reinhart Vaesen, Wilhelm Hertzig, gegen die Familien der in die holländische Stadt Delft verzogenen Jan Cornelis und seiner Frau Margarete Gisbrecht von Cauenhoven und Adam Cornelis (Brüder von Wilhelm und Anne), darunter Peter Peters, um das Erbe. Im Verlauf war offenbar ein Teil des Nachlasses gepfändet worden, für den im Prozess am holländischen Hof dem Testamentsexekutor Samuel Both van der Een eine Kaution gestellt worden war. 1676 bevollmächtigen die Kläger am Gericht in Kerpen ihre Miterben Johann Busch aus Dulcken und Georg Scheffers mit der Interessenvertretung, die Beklagtenpartei ihrerseits bestimmt den Prokurator N. Leerssen aus Den Haag und, als dieser wegen der Kriegszeiten sein Amt niederlegt, Peter Peters, ebenfalls ein Erbberechtigter aus Köln, zu ihrer Prozessvertretung. Zusammen mit den Bevollmächtigten erheben die Familien Klage gegen die Witwe des Testamentsvollstreckers Both, Maria van der Meer, u. a. um die Forderungen des Jan Busch zu erfüllen, der dazu 1678-1680 am Gericht zu Kerpen prozessierte.
Schriftstücke: 31
Archivale
Both van der Een, Samuel, Prokurator
Busch, Johann
Cornelis - Jan, aus Kerpen, wohnhaft in Delft
Cornelis - Bernhart, aus Kerpen
Cornelis - Anne, verh. Scheffer
Cornelis - Agnes, Frau von Wilhelm
Cornelis - Adam, zu Delft
Cornelis - Wilhelm, aus Kerpen
Gisbrecht, Magarete, von Cauenhoven, Frau des Jan Cornelis
Hertzig, Wilhelm
Holter, Johann Wilhelm
Leerssen, Prokurator
Peters, Peter
Scheffer (Schaeffer, Schieffer) - Georg
Scheffer (Schaeffer, Schieffer) - Magdalena, Tochter der Anne Cornelis
Scheffer (Schaeffer, Schieffer) - Michael
Vaesen, Reinhart
Van der Meer, Maria, Witwe Both
Delft
Den Haag
Dulcken
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:15 MEZ