Supplicationis Auseinandersetzung um Bezahlung von Schulden
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(1) 3813
Wismar W 168 (W W 4 n. 168)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 23. 1. Kläger W
(1748-1749) 06.02.1749-19.03.1749
Kläger: (2) Johann Hinrich Wegner
Beklagter: Hans Kahl, Kaufmann zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Heider (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat vom Kl. die Bezahlung von Schulden seines Vaters Hinrich Wegner gefordert und sowohl die Möbel des Kl.s verkauft als auch das vom Vater geerbte Haus des Kl.s für weitaus geringere Beträge als den Zeitwert übernommen. Der Kl. hat dagegen mehrfach vor dem Ratsgericht protestiert, ist aber nicht erhört worden. Nun ist Kahl selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und der Kl. befürchtet, er könne seine Forderungen gegen Kahl nicht mehr befriedigen, wenn er nicht das Wismarer Haus sowie die Güter Martensdorf und Wolterstorf versiegeln und inventarisieren ließe und seine Forderungen in ihnen beim Tribunal anmelde. Das Tribunal fordert den Kl. am 11.02. auf, seinen Anwalt anzugeben und seine Schriftsätze von einem Prokurator einreichen zu lassen. Am 22.02. bittet der Kl. angesichts einer kurz bevorstehenden Reise Kahls nach Bordeaux, diesem die Veräußerung seines Besitzes zu untersagen. Das Tribunal lehnt den Antrag am 28.02.1749 ab und verurteilt den Kl. und seinen Anwalt zu je 5 Rtlr Strafe wegen der "Anzüglichkeiten" im Schriftsatz. Am 15.03. benennt der Kl. Dr. Heider als seinen Anwalt und bittet um Genehmigung seines Antrags vom 06.02. Das Tribunal lehnt dies am 18.03.1749 ab.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1749
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung dessen, was Bekl. vom Erbe Wegners in Besitz genommen hat (8.448 Rtlr 34 s); Supplik des Kl.s an das Ratsgericht vom 28.01.1749; Ratsgerichtsurteile vom 18.09.1748 und 29.01.1749
Beklagter: Hans Kahl, Kaufmann zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Heider (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat vom Kl. die Bezahlung von Schulden seines Vaters Hinrich Wegner gefordert und sowohl die Möbel des Kl.s verkauft als auch das vom Vater geerbte Haus des Kl.s für weitaus geringere Beträge als den Zeitwert übernommen. Der Kl. hat dagegen mehrfach vor dem Ratsgericht protestiert, ist aber nicht erhört worden. Nun ist Kahl selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und der Kl. befürchtet, er könne seine Forderungen gegen Kahl nicht mehr befriedigen, wenn er nicht das Wismarer Haus sowie die Güter Martensdorf und Wolterstorf versiegeln und inventarisieren ließe und seine Forderungen in ihnen beim Tribunal anmelde. Das Tribunal fordert den Kl. am 11.02. auf, seinen Anwalt anzugeben und seine Schriftsätze von einem Prokurator einreichen zu lassen. Am 22.02. bittet der Kl. angesichts einer kurz bevorstehenden Reise Kahls nach Bordeaux, diesem die Veräußerung seines Besitzes zu untersagen. Das Tribunal lehnt den Antrag am 28.02.1749 ab und verurteilt den Kl. und seinen Anwalt zu je 5 Rtlr Strafe wegen der "Anzüglichkeiten" im Schriftsatz. Am 15.03. benennt der Kl. Dr. Heider als seinen Anwalt und bittet um Genehmigung seines Antrags vom 06.02. Das Tribunal lehnt dies am 18.03.1749 ab.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1749
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung dessen, was Bekl. vom Erbe Wegners in Besitz genommen hat (8.448 Rtlr 34 s); Supplik des Kl.s an das Ratsgericht vom 28.01.1749; Ratsgerichtsurteile vom 18.09.1748 und 29.01.1749
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ