Querulationis Auseinandersetzung um Verteilung eines Erbes
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(1) 0749
Wismar E 52 (W E n. 52)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 19. 1. Kläger S
(1719-1757) 01.12.1757-22.06.1758
Kläger: (2) Claus Evers namens seiner Ehefrau Anne Lise Westing (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Dorothea Margaretha Schmidt, Witwe des David Steinhagen, jetzt Ehefrau des N N Beyer in Vorwerk auf Poel (Kl.in in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P) Bekl.: Dr. Johann David Lembcke (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Bekl. vom 01.12. um Fristverkürzung zum Einreichen des Schriftsatzes an Kl., fordert das Tribunal Kl. am 02.12. auf, binnen 8 Tagen seinen Schriftsatz vorzulegen. Am 10.12.1757 berichtet Kl., daß Bekl. eine in Niendorf gelegene Hofstelle vor dem Amtsgericht als ihr Eigentum reklamiert habe, da sie ihr aus ihrer ersten Ehe mit Hans Westing durch einen Vergleich aller Berechtigten erblich zugefallen wäre. Dies bestreitet Kl., dessen Frau die Enkelin Hans Westings ist und die fragliche Hofstelle von ihrem Vater geerbt hat. Kl. fordert die Vorlage des Original-Vergleichs, von dem er behauptet, daß er später kassiert worden sei, um den üblichen Erbgang auszulösen. Am 13.12.1757 stellt Bekl. den Fall aus ihrer Sicht dar, beschuldigt Kl. der "frivolen Appellation". Das Tribunal fordert das AG Poel am 10.02.1758 zur Einsendung der Akten der Vorinstanz auf. Am 17.03. erbittet Bekl. Eröffnung der Akten, die am 18.03. auf den 03.04. festgesetzt wird. Am 10.04. 1758 erbitten Parteien Prozeßbeschleunigung, am 20.06.1758 bestätigt das Tribunal das Urteil der Vorinstanz
Instanzenzug: 1. Amtsgericht zu Poel 1757 2. Tribunal 1757-1758
Prozessbeilagen: (7) Klagen der Bekl. vor dem Poeler Amtsgericht vom 07.09. und 05.11.1757, Urteile des AG Poel vom 13.09., 13. und 27.10., 05.11.1757; Kopie des Vergleichs über die Westingsche Stelle in Niendorf vom 24.02.1719; Amtsgerichtsprotokolle vom 23.08.1720, 27.06.1743, 29.04.1744; Supplik der Vormünder der Anne Lise Westing an das AG Poel (o.D.); von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 16.11.1757; Ehevertrag zwischen Peter Christoph Paetow und Catharina Wegener (o.D.); Inventar des Westingschen Hofes vom 28.11.1743; Stellungnahme des Poeler AG vom 08.03.1758; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Hasse vom 12.06.1758; von Tribunalspedell C.G. Wulf ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 22.06.1758
Beklagter: Dorothea Margaretha Schmidt, Witwe des David Steinhagen, jetzt Ehefrau des N N Beyer in Vorwerk auf Poel (Kl.in in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P) Bekl.: Dr. Johann David Lembcke (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Bekl. vom 01.12. um Fristverkürzung zum Einreichen des Schriftsatzes an Kl., fordert das Tribunal Kl. am 02.12. auf, binnen 8 Tagen seinen Schriftsatz vorzulegen. Am 10.12.1757 berichtet Kl., daß Bekl. eine in Niendorf gelegene Hofstelle vor dem Amtsgericht als ihr Eigentum reklamiert habe, da sie ihr aus ihrer ersten Ehe mit Hans Westing durch einen Vergleich aller Berechtigten erblich zugefallen wäre. Dies bestreitet Kl., dessen Frau die Enkelin Hans Westings ist und die fragliche Hofstelle von ihrem Vater geerbt hat. Kl. fordert die Vorlage des Original-Vergleichs, von dem er behauptet, daß er später kassiert worden sei, um den üblichen Erbgang auszulösen. Am 13.12.1757 stellt Bekl. den Fall aus ihrer Sicht dar, beschuldigt Kl. der "frivolen Appellation". Das Tribunal fordert das AG Poel am 10.02.1758 zur Einsendung der Akten der Vorinstanz auf. Am 17.03. erbittet Bekl. Eröffnung der Akten, die am 18.03. auf den 03.04. festgesetzt wird. Am 10.04. 1758 erbitten Parteien Prozeßbeschleunigung, am 20.06.1758 bestätigt das Tribunal das Urteil der Vorinstanz
Instanzenzug: 1. Amtsgericht zu Poel 1757 2. Tribunal 1757-1758
Prozessbeilagen: (7) Klagen der Bekl. vor dem Poeler Amtsgericht vom 07.09. und 05.11.1757, Urteile des AG Poel vom 13.09., 13. und 27.10., 05.11.1757; Kopie des Vergleichs über die Westingsche Stelle in Niendorf vom 24.02.1719; Amtsgerichtsprotokolle vom 23.08.1720, 27.06.1743, 29.04.1744; Supplik der Vormünder der Anne Lise Westing an das AG Poel (o.D.); von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 16.11.1757; Ehevertrag zwischen Peter Christoph Paetow und Catharina Wegener (o.D.); Inventar des Westingschen Hofes vom 28.11.1743; Stellungnahme des Poeler AG vom 08.03.1758; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Hasse vom 12.06.1758; von Tribunalspedell C.G. Wulf ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 22.06.1758
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:30 AM CET