Gesellschaft Bundesrepublik/UdSSR, Region Ems-Jade, Emden (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
NLA AU, Rep. 227/ 5
Nds. Landesarchiv, Abt. Aurich (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.6 Vereine, Verbände, Parteien und Stiftungen
1979-2001
Bestandsgeschichte: Nach der Ratifizierung des Deutsch-sowjetischen Vertrages von 1970 wurde am 14. November 1972 auf deutscher Seite die "Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken" gegründet, die mit der entsprechenden Gesellschaft auf sowjetischer Seite zusammenarbeitete. 1986 bestanden in der Bundesrepublik 15 Regionalgesellschaften, deren Dachverband, die Arbeitsgemeinschaft der Gesellschaften BRD - UdSSR (ARGE), ihren Sitz in Dortmund hat.
Die Regionalgesellschaft Ems-Jade wurde am 22. September 1981 in Emden gegründet. Gründungsmitglieder waren u.a. der Reeder Klaus-Heinrich Fischer aus Papenburg, der Bundestagsabgeordnete Carl Ewen aus Pewsum und der in Rußland geborene und 1920 emigrierte Journalist Artur Bay aus Norden. Ewen und Bay waren schon Mitglieder der Regionalgesellschaft Bremen/Weser-Ems (Bremen) gewesen, Bay zuvor auch derjenigen in Hamburg. Eine weitere Regionalgesellschaft im Regierungsbezirk Weser-Ems entstand 1983 in Oldenburg. 1985 wurde die Regionalgesellschaft Ems-Jade ins Vereinsregister des Emder Amtsgerichts eingetragen. Zu diesem Zeitpunkt zählte sie rund 80 Mitglieder. Seit der Ära Gorbatschow gehören ihr auch mehrere ostfriesische Kommunen an. Besondere Beziehungen werden nach Kasachstan gepflegt. Diese sind damit auch das Hauptbetätigungsfeld der Gesellschaft. Seit 1998 trägt der Verein den Namen "West-Ost-Gesellschaft, Region Ems-Jade".
Carl Ewen übergab ab 1995 mehrmals Unterlagen aus seiner Tätigkeit als Mitglied bzw. als Vorsitzender dieser Regionalgesellschaft sowie als deren Vertreter in der Arbeitsgemeinschaft der Gesellschaften Bundesrepublik Deutschland - Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken e.V. (ARGE). Sie betreffen u.a. Fragen des Handels, Städtepartnerschaften, kulturelle und sonstige Austauschveranstaltungen, Reisen usw. Sie enthalten
Bestandsgeschichte: u.a. Schriftverkehr von Carl Ewen mit Bundes- und Landesministerien, anderen Bundestagsabgeordneten sowie russischen Korrespondenzpartnern.
Die Überlieferung beginnt mit Unterlagen der Bremer Regionalgesellschaft und reicht bislang bis zum Jahr 2001. Die übergebenen Unterlagen wurden im Bereich des "Schriftverkehrs" weitestgehend in ihrer chronologischen Ordnung belassen. Nur Satzungen, Mitgliederlisten, Protokolle der Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen sowie Unterlagen zu größeren Veranstaltungen wurden herausgelöst und zu eigenen Konvoluten zusammengefaßt. Von Faxbriefen, die konservatorisch große Probleme bereiten und schon unleserlich wurden, sind hier angefertigte Kopien hinzugelegt worden. Eingearbeitet wurden bislang die Zugänge 1995/17, 1997/36, 2001/16 und 2004/19.
Der mittlerweile verstorbene Journalist und Ehrenvorsitzenden Artur Bay, den ich im Oktober 1997 noch in Norden besuchen konnte, hat russische Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und sonstige Veröffentlichungen zu den deutsch-russischen Beziehungen der Stadtbibliothek Norden übergeben. Zwei Hefte der Zeitschrift "Kontakte. Zeitschrift der norddeutschen Freundschaftsgesellschaften Bundesrepublik Deutschland - Sowjetunion" befinden sich auch in diesem Bestand.
Es wäre zu wünschen, dass das hier vorliegende Material auch als lebendiges Anschauungsmaterial z.B. für den Russisch-Unterricht in Niedersachsen genutzt werden könnte, um das Verständnis sowohl für die russische Kultur als auch die Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen seit 1970 zu verbessern. Darüber hinaus spiegeln sich in diesen Unterlagen in besonderer Weise die weltgeschichtlichen Veränderungen durch die Auflösung der Sowjetunion wider, die natürlich auch Wandlungen in den Zielen und Zwecken der heutigen West-Ost-Gesellschaft zur Folge hatten.
Aurich, September 1997 - Juni 2005
Dr. Wolfgang
Bestandsgeschichte: Henninger
Im Jahre 2012 wurden die restlichen Akten (acc. 2006/026) durch den Praktikanten Ch. Albrecht verzeichnet, damit ist der Bestand vorerst abgeschlossen.
Aurich, 6.2.2013
Bestandsgeschichte: Hennings
Aurich
Die Regionalgesellschaft Ems-Jade wurde am 22. September 1981 in Emden gegründet. Gründungsmitglieder waren u.a. der Reeder Klaus-Heinrich Fischer aus Papenburg, der Bundestagsabgeordnete Carl Ewen aus Pewsum und der in Rußland geborene und 1920 emigrierte Journalist Artur Bay aus Norden. Ewen und Bay waren schon Mitglieder der Regionalgesellschaft Bremen/Weser-Ems (Bremen) gewesen, Bay zuvor auch derjenigen in Hamburg. Eine weitere Regionalgesellschaft im Regierungsbezirk Weser-Ems entstand 1983 in Oldenburg. 1985 wurde die Regionalgesellschaft Ems-Jade ins Vereinsregister des Emder Amtsgerichts eingetragen. Zu diesem Zeitpunkt zählte sie rund 80 Mitglieder. Seit der Ära Gorbatschow gehören ihr auch mehrere ostfriesische Kommunen an. Besondere Beziehungen werden nach Kasachstan gepflegt. Diese sind damit auch das Hauptbetätigungsfeld der Gesellschaft. Seit 1998 trägt der Verein den Namen "West-Ost-Gesellschaft, Region Ems-Jade".
Carl Ewen übergab ab 1995 mehrmals Unterlagen aus seiner Tätigkeit als Mitglied bzw. als Vorsitzender dieser Regionalgesellschaft sowie als deren Vertreter in der Arbeitsgemeinschaft der Gesellschaften Bundesrepublik Deutschland - Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken e.V. (ARGE). Sie betreffen u.a. Fragen des Handels, Städtepartnerschaften, kulturelle und sonstige Austauschveranstaltungen, Reisen usw. Sie enthalten
Bestandsgeschichte: u.a. Schriftverkehr von Carl Ewen mit Bundes- und Landesministerien, anderen Bundestagsabgeordneten sowie russischen Korrespondenzpartnern.
Die Überlieferung beginnt mit Unterlagen der Bremer Regionalgesellschaft und reicht bislang bis zum Jahr 2001. Die übergebenen Unterlagen wurden im Bereich des "Schriftverkehrs" weitestgehend in ihrer chronologischen Ordnung belassen. Nur Satzungen, Mitgliederlisten, Protokolle der Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen sowie Unterlagen zu größeren Veranstaltungen wurden herausgelöst und zu eigenen Konvoluten zusammengefaßt. Von Faxbriefen, die konservatorisch große Probleme bereiten und schon unleserlich wurden, sind hier angefertigte Kopien hinzugelegt worden. Eingearbeitet wurden bislang die Zugänge 1995/17, 1997/36, 2001/16 und 2004/19.
Der mittlerweile verstorbene Journalist und Ehrenvorsitzenden Artur Bay, den ich im Oktober 1997 noch in Norden besuchen konnte, hat russische Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und sonstige Veröffentlichungen zu den deutsch-russischen Beziehungen der Stadtbibliothek Norden übergeben. Zwei Hefte der Zeitschrift "Kontakte. Zeitschrift der norddeutschen Freundschaftsgesellschaften Bundesrepublik Deutschland - Sowjetunion" befinden sich auch in diesem Bestand.
Es wäre zu wünschen, dass das hier vorliegende Material auch als lebendiges Anschauungsmaterial z.B. für den Russisch-Unterricht in Niedersachsen genutzt werden könnte, um das Verständnis sowohl für die russische Kultur als auch die Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen seit 1970 zu verbessern. Darüber hinaus spiegeln sich in diesen Unterlagen in besonderer Weise die weltgeschichtlichen Veränderungen durch die Auflösung der Sowjetunion wider, die natürlich auch Wandlungen in den Zielen und Zwecken der heutigen West-Ost-Gesellschaft zur Folge hatten.
Aurich, September 1997 - Juni 2005
Dr. Wolfgang
Bestandsgeschichte: Henninger
Im Jahre 2012 wurden die restlichen Akten (acc. 2006/026) durch den Praktikanten Ch. Albrecht verzeichnet, damit ist der Bestand vorerst abgeschlossen.
Aurich, 6.2.2013
Bestandsgeschichte: Hennings
Aurich
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:33 MESZ