Petrus von Vicenza, Doktor beider Rechte, Kaplan des Papstes Innozenz VIII., Auditor der päpstlichen Kurie, bestätigt die inserierte Bulle von Papst Innozenz VIII. von 1486 X 6, in der ausdrücklich der Genuß von Milchspeisen in der Fastenzeit, mit Ausnahme der Karwoche, gestattet wird. Da in Deutschland, insbesondere in Bayern, die Menschen aus Mangel an Olivenbäumen von Jugend an nur den Genuß von Milch und Butter gewöhnt sind (... ita Germani et presertim Bavari buturo caseo et lacte cum apud eos non crescerent olive ex quibus oleum conficeretur) dürfen sie sich auch in Fastenzeit davon ernähren, um nicht Hungers zu sterben, wie in der Grafschaft Haag geschehen, sollen jedoch in eigens dafür aufgestellte Opferstöcke soviel entrichten, wie sie an einem Tag für Speise ausgeben würden (... quantum uno die esset pro victu verisimiliter consumpturus); vgl. auch die Urkunde von 1484 IV 5. S: A. Notar: Ego Johannes Desiderius de Badricuria clericus Tullensis dioecesis publicus apostolica et Imperiali auctoritatibus ... notarius ...
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Petrus von Vicenza, Doktor beider Rechte, Kaplan des Papstes Innozenz VIII., Auditor der päpstlichen Kurie, bestätigt die inserierte Bulle von Papst Innozenz VIII. von 1486 X 6, in der ausdrücklich der Genuß von Milchspeisen in der Fastenzeit, mit Ausnahme der Karwoche, gestattet wird. Da in Deutschland, insbesondere in Bayern, die Menschen aus Mangel an Olivenbäumen von Jugend an nur den Genuß von Milch und Butter gewöhnt sind (... ita Germani et presertim Bavari buturo caseo et lacte cum apud eos non crescerent olive ex quibus oleum conficeretur) dürfen sie sich auch in Fastenzeit davon ernähren, um nicht Hungers zu sterben, wie in der Grafschaft Haag geschehen, sollen jedoch in eigens dafür aufgestellte Opferstöcke soviel entrichten, wie sie an einem Tag für Speise ausgeben würden (... quantum uno die esset pro victu verisimiliter consumpturus); vgl. auch die Urkunde von 1484 IV 5. S: A. Notar: Ego Johannes Desiderius de Badricuria clericus Tullensis dioecesis publicus apostolica et Imperiali auctoritatibus ... notarius ...
Benediktinerinnenkloster Neuburg Urkunden, BayHStA, Benediktinerinnenkloster Neuburg Urkunden 299
Benediktinerinnenkloster Neuburg Urkunden
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6. Oktober 1486
Urkunden
lat
Ausstellungsort: Rom
Literatur: Regest: KL Neuburg 11, Nr. 26 (59-72, mit deutscher Übersetzung)
Originaldatierung: ... die vero Veneris sexta Mensis Octobris
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1486
Monat: 10
Tag: 6
Äußere Beschreibung: Or., lat., Perg.; Siegel anhängend, in Metallkapsel, stark beschädigt
Literatur: Regest: KL Neuburg 11, Nr. 26 (59-72, mit deutscher Übersetzung)
Originaldatierung: ... die vero Veneris sexta Mensis Octobris
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1486
Monat: 10
Tag: 6
Äußere Beschreibung: Or., lat., Perg.; Siegel anhängend, in Metallkapsel, stark beschädigt
Besonderheiten: Notariatsinstrument mit Notariatssignet
Vicenza: Petrus von, Auditor der päpstlichen Kurie
Innozenz VIII., Papst
Badricuria: Johannes Desiderius, päpstlicher und kaiserlicher Notar, Kleriker zu Toul
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:27 MESZ