Der Würzburger Bischof Konrad Wilhelm [von Wernau] und der Abt des Klosters Fulda Placidus [von Droste] ratifizieren den von ihren Bevollmächtigten geschlossenen, im Wortlaut inserierten Vertrag (vgl. auch Hochstift Fulda Urkunden 419) über die Beilegung verschiedener Streitigkeiten. Geregelt wird darin die Bestätigung des Propstes von Zella unter Fischberg sowie die Visitation der Propstei, der Pfarrkirche und des Dorfes, die Zugehörigkeit des fuldischen Ortes Brand zur würzburgischen Pfarrei Wüstensachsen sowie der wechselseitige Austausch von Hoheitsrechten. Hierbei tritt Würzburg seine Rechte in Batten, Thaiden (Deuten), Seiferts (Seyfriz) und Findlos an Fulda ab, während Fulda seine Hoheitsrechte in den der Universität Würzburg bzw. dem Juliusspital gehörenden Orten Windheim, Ochsenthal, Morlesau und Heckmühle, am juliusspitälischen Anteil zu Völkersleier, im halben Dorf Platz sowie in den Orten Wolfsmünster und Wüstensachsen, soweit es sich um fuldische Lehen im Besitz der Universität und des Spitals handelt, abtritt.
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Der Würzburger Bischof Konrad Wilhelm [von Wernau] und der Abt des Klosters Fulda Placidus [von Droste] ratifizieren den von ihren Bevollmächtigten geschlossenen, im Wortlaut inserierten Vertrag (vgl. auch Hochstift Fulda Urkunden 419) über die Beilegung verschiedener Streitigkeiten. Geregelt wird darin die Bestätigung des Propstes von Zella unter Fischberg sowie die Visitation der Propstei, der Pfarrkirche und des Dorfes, die Zugehörigkeit des fuldischen Ortes Brand zur würzburgischen Pfarrei Wüstensachsen sowie der wechselseitige Austausch von Hoheitsrechten. Hierbei tritt Würzburg seine Rechte in Batten, Thaiden (Deuten), Seiferts (Seyfriz) und Findlos an Fulda ab, während Fulda seine Hoheitsrechte in den der Universität Würzburg bzw. dem Juliusspital gehörenden Orten Windheim, Ochsenthal, Morlesau und Heckmühle, am juliusspitälischen Anteil zu Völkersleier, im halben Dorf Platz sowie in den Orten Wolfsmünster und Wüstensachsen, soweit es sich um fuldische Lehen im Besitz der Universität und des Spitals handelt, abtritt.
Hochstift Fulda Urkunden 420
WU 118/17, Urkundenlibell 716
Hochstift Fulda Urkunden 1683 Dezember 16
Hochstift Fulda Urkunden
Hochstift Fulda Urkunden >> Einzelregestierung von Urkunden
1683 Dezember 16
Hochstift Fulda
Pergament
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Siehe Feld: Äußere Beschreibung
Überlieferung: Original
Sprache: Deutsch
Literatur: Repertorium: WU VII, 538
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Siegler/Siegel: S 1: Bischof von Würzburg, besch. S 2: Abt von Fulda, besch. S 3: Domkapitel zu Würzburg, besch. S 4: Konvent zu Fulda, besch. Beschreibstoff: Perg., Orig., dt.
Überlieferung: Original
Sprache: Deutsch
Literatur: Repertorium: WU VII, 538
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Siegler/Siegel: S 1: Bischof von Würzburg, besch. S 2: Abt von Fulda, besch. S 3: Domkapitel zu Würzburg, besch. S 4: Konvent zu Fulda, besch. Beschreibstoff: Perg., Orig., dt.
Beiliegend ein Schreiben des Christoph von Guttenberg an den Bischof von Würzburg vom 15. Dezember 1683, in dem er um die bischöfliche Genehmigung zur Beibehaltung der Koadiutorie der Abtei Michelsberg zur Propstei Zella unter Fischberg auf Lebenszeit bittet. Die Ausfertigung für das Hochstift Würzburg liegt unter WU 3/52a.
Wernau, Konrad Wilhelm von, Würzburg, Bischof
Droste, Placidus von, Kloster Fulda, Abt
Wigandt, Michael Karl, würzburg. Rat
Demeradt, Eberhard Christoph, würzburg. Rat
Johannis, Johann Ludwig, Kloster Fulda, Kanzler
Rodenhausen, Konrad Adolf von, Hammelburg bzw. Saaleck, fuld. Oberschultheiß bzw. Amtmann
Guttenberg, Christoph von, Zella bzw. Bamberg, Propst bzw. Abt
Stadion, Franz Konrad von, Würzburg, Dompropst
Rosenbach, Franz Christoph von, Würzburg, Domdekan
Schleifras, Adalbert von, Kloster Fulda, Dekan
Würzburg, Bischof
Würzburg, Universität
Würzburg, Spital, Juliusspital
Fulda (Hessen), Kloster, Abt
Fulda (Hessen), Kloster, Dekan
Fulda (Hessen), Kloster, Kanzler
Speyer (Rheiland-Pfalz), Reichskammergericht
Hammelburg (Lkr. Bad Kissingen), Oberschultheiß, Kloster Fulda
Saaleck (Stadt Hammelburg/Lkr. Bad Kissingen), Amtmann, Kloster Fulda
Saaleck (Stadt Hammelburg/Lkr. Bad Kissingen), Zent, Kloster Fulda
Zella (Thüringen/Wartburgkreis), Kloster bzw. Propstei, Propst
Zella (Thüringen/Wartuburgkreis), Pfarrei
Zella (Thüringen/Wartburgkreis), Dorf
Bamberg, Kloster, Michelsberg, Abt
Wüstensachsen (Hessen/Gde. Ehrenberg Lkr. Fulda), Pfarrei
Brand (Hessen/Gde. Hilders Lkr. Fulda), Dorf
Bieberstein (Hessen/Gde. Hofbieber Lkr. Fulda), Vogt, Kloster Fulda
Windheim (Gde. Wartmannsroth/Lkr. Bad Kissingen)
Ulster, Fluss
Batten (Hessen/Gde. Hilders Lkr. Fulda)
Thaiden (Hessen/Gde. Ehrenberg Lkr. Fulda)
Seiferts (Hessen/Gde. Ehrenberg Lkr. Fulda)
Findlos (Hessen/Gde. Hilders Lkr. Fulda)
Ochsenthal (Stadt Hammelburg/Lkr. Bad Kissingen)
Morlesau (Stadt Hammelburg/Lkr. Bad Kissingen)
Heckmühle (Gde. Wartmannsroth/Lkr. Bad Kissingen)
Völkersleier (Gde. Wartmannsroth/Lkr. Bad Kissingen)
Platz (Gde. Geroda/Lkr. Bad Kissingen)
Wolfsmünster (Gde. Gräfendorf/Lkr. Main-Spessart)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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20.08.2025, 09:55 MESZ
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