Das Kapitel zu Kranenburg (Cranenboirch) überläßt dem Marschall Hermann van Wachtendonck, Drost zu Kranenburg und in Duyffell, auf seine Bitte 1 holl. Morgen und 89 Ruten in Germenseel (Germenzeell) (Anlieger: das Kapitel, Herman van Wachtendonk und die große Wäßerung ("die grote wateringhe"), ferner noch 67 Ruten, welche neben dem Wall (zyngell waell) und dem alten steinernen Speicher ("stenen Spykerken") des Kapitelhofes von Kranenburg gelegen sind zum Bau eines Weges und eines Deiches als freies Eigen, mit dem Vorbehalt, dass des Kapitels Hausmann zu Germenseel , der das Land neben Weg und Deich bebaut, mit Wagen und Pflug an- und abfahren kann, wenn es nötig ist. Hermann von Wachtendonk soll dafür einen zehnten Pfennig entrichten, wovon das Kapitel Güter, die es vormals hat verkaufen oder verpfänden müssen, wiederum zurückgewinnen will. Ferner muss Hermann 140 Goldgulden (davon 50 einfache Goldgulden und, 90 Joachimstaler) geben, die er, wie das Kapitel bestätigt, durch seinen Diener Gerit Braem schon bezahlt hat. Gegeben: tuysent vyffhondert eyn ende vyertich, opten vyerden dach Januarii. Siegel des Kapitels und des Hermann van Wachtendonck