Supplicationis Auseinandersetzung um Verletzung der Grenzen
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0452
Wismar B 302b (W B n. 302b)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
(1603-1763) 16.09.1763-20.12.1763
Kläger: (2) Wilhelm Dietrich von Bülow auf Luttersdorf, kaiserlicher Kammerherr
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 16.08. um ein Subsidial des Herzogs von Mecklenburg und dessen Schreiben an das Tribunal vom 03.09. mit Bitte um Untersuchung des Vorfalls fordert das Tribunal am 20.09. Bericht von Bekl. an. Kl. schildert einen Überfall mehrerer reitender Diener der Bekl. auf den Feldern seiner Güter, die Bauern gezwungen hätten, Korn zu mähen und dieses nach Wismar zu bringen und bittet um Schadensersatz, der Rat berichtet am 15.12., Kl. habe wiederholt den öffentlichen Landweg untergepflügt und mit bestellt, so daß sie diesen bereits mehrfach mähen lassen mußten, um ihn für den Verkehr freizuhalten. Bekl. bitten, sie mit allen Mitteln in ihrem Handeln zu unterstützen, um die landesherrlichen Rechte zu verteidigen und den Weg zu erhalten und erwirken am 20.12.1763 ein Schreiben des Tribunal an den Herzog von Mecklenburg in diesem Sinne.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1763
Prozessbeilagen: (7) Subsidial des Herzogs Friedrich von Mecklenburg an Tribunal vom 03.09.1763; von Notar J. C Baumgart aufgenommene Zeugenaussagen von Philipp Jacob Cleppien und Jürgen Rawe vom 30.07.1763; Protokoll des adligen Gerichts zu Groß Stieten vom 30.07.1763; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommenes Besichtigungsprotokoll des Rates vom 02.12.1763; Kommission des Herzogs von Mecklenburg Karl an Baltzer Schöneich zu Schönefeldt und Heinrich Stralendorf zu Goldebee vom 13.08.1603; Vergleich zwischen Jochim von Bülow zu Scharfstorf und den Vorstehern des Heilgeisthospitals von Wismar vom 28.03.1604; von Notar A. W. Rüdemann aufgenommene Befragung von Johann Kobau und Hans Jürgen Gössel vom 08.12.1763
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 16.08. um ein Subsidial des Herzogs von Mecklenburg und dessen Schreiben an das Tribunal vom 03.09. mit Bitte um Untersuchung des Vorfalls fordert das Tribunal am 20.09. Bericht von Bekl. an. Kl. schildert einen Überfall mehrerer reitender Diener der Bekl. auf den Feldern seiner Güter, die Bauern gezwungen hätten, Korn zu mähen und dieses nach Wismar zu bringen und bittet um Schadensersatz, der Rat berichtet am 15.12., Kl. habe wiederholt den öffentlichen Landweg untergepflügt und mit bestellt, so daß sie diesen bereits mehrfach mähen lassen mußten, um ihn für den Verkehr freizuhalten. Bekl. bitten, sie mit allen Mitteln in ihrem Handeln zu unterstützen, um die landesherrlichen Rechte zu verteidigen und den Weg zu erhalten und erwirken am 20.12.1763 ein Schreiben des Tribunal an den Herzog von Mecklenburg in diesem Sinne.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1763
Prozessbeilagen: (7) Subsidial des Herzogs Friedrich von Mecklenburg an Tribunal vom 03.09.1763; von Notar J. C Baumgart aufgenommene Zeugenaussagen von Philipp Jacob Cleppien und Jürgen Rawe vom 30.07.1763; Protokoll des adligen Gerichts zu Groß Stieten vom 30.07.1763; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommenes Besichtigungsprotokoll des Rates vom 02.12.1763; Kommission des Herzogs von Mecklenburg Karl an Baltzer Schöneich zu Schönefeldt und Heinrich Stralendorf zu Goldebee vom 13.08.1603; Vergleich zwischen Jochim von Bülow zu Scharfstorf und den Vorstehern des Heilgeisthospitals von Wismar vom 28.03.1604; von Notar A. W. Rüdemann aufgenommene Befragung von Johann Kobau und Hans Jürgen Gössel vom 08.12.1763
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ