B Rep. 235-11 Nachlass Helene Lange (Bestand)
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B Rep. 235-11
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Vorwort: B Rep. 235-11 Nachlass Helene Lange
1. Biographie
Helene Lange, geboren am 9. April 1848 in Oldenburg, gestorben am 13. Mai 1930 in Berlin, war Mitbegründerin und Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins (ADLV) und des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) sowie Vorstandsmitglied des Bundes Deutscher Frauenvereine (BDF).
Sie gilt als die bedeutendste Repräsentantin des gemäßigten Flügels der deutschen Frauenbewegung und hat entscheidend dazu beigetragen, Frauen bürgerlicher Schichten das Studium in Deutschland zu ermöglichen und ihnen Berufsmöglichkeiten zu eröffnen. Sprachgewandt und beharrlich kämpfte sie für gleiche Bildungs- und Berufschancen für Frauen, bekannt wurde sie als Verfasserin der sogenannten Gelben Broschüre (1887), in der sie in scharfer Form die Mädchenbildung kritisiert. Aufgrund ihrer Initiative machen 1896 erstmals sechs Frauen die Reifeprüfung in Berlin.
Helene Lange litt an einer Augenkrankheit und hätte ohne die Hilfe Gertrud Bäumers (1873-1954) nicht weiterarbeiten können. Sie wurden Lebensgefährtinnen und gaben gemeinsam das fünfbändige "Handbuch der Frauenbewegung", ein Standardwerk über die erste deutsche Frauenbewegung, und die Zeitschrift "Die Frau" (1893ff) heraus.
Als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) eröffnete sie mit "Meine Herren und Damen" im März 1919 als Alterspräsidentin die erste Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft.
Helene Lange starb am 13. Mai 1930 im Alter von 82 Jahren in Berlin.
2. Bestandsgeschichte
Helene Lange hat grundsätzlich nie einen Brief aufbewahrt - "Privates fand sie nicht so interessant" (Gertrud Bäumer) - daher und weil viele Unterlagen - vermutlich - nach ihrem Tod im Besitz ihrer Lebensgefährtin Gertrud Bäumer verblieben, umfasst ihr persönlicher Nachlass nur wenige Stücke.
Die Archivalien wurden dem Landesarchiv Berlin (LAB) 1988 vom Berliner Frauenbund 1945 e.V. als Depositum übergeben.
Der Bestand enthält 11 Archivalieneinheiten mit einer Laufzeit von 1884 bis 1948 und umfasst Schriften und Korrespondenzen.
Er ist vollständig erschlossen, verfilmt und digitalisiert und kann über den META-Katalog des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) unter https://www.meta-katalog.eu/Record/BRep23511hla gelesen werden (oder vor Ort im Landesarchiv Berlin in der AUGIAS-Datenbank, da jede Verzeichnungseinheit mit dem Digitalisat verlinkt ist).
Bitte zitieren Sie wie folgt: Landesarchiv Berlin, B Rep. 235-11 Nachlass Helene Lange Nr. xx / MF-Nr. xxxx.
3. Verweise
LAB B Rep. 235-01 Bund Deutscher Frauenvereine (BDF)
LAB B Rep. 235-02 Allgemeiner Deutscher Frauenverein (ADF)
LAB B Rep. 235-03 Allgemeiner Deutscher Lehrerinnen-Verein (ADLV)
LAB B Rep. 235-20 Zeitungsausschnittssammlung (ZAS)
Die 1921 erschienen "Lebenserinnerungen" und die 3. Auflage von "Die Frauenbewegung in ihren gegenwärtigen Problemen" aus dem Jahr 1924 können unter https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/langeh.html online gelesen werden.
4. Literatur (Auswahl)
Helene Lange, Was ich hier geliebt. Briefe, hrsg. von Emmy Beckmann, mit einem Lebensbild von Gertrud Bäumer, Tübingen 1957
Dorothea Frandsen, Helene Lange: Ein Leben für das volle Bürgerrecht der Frau, Freiburg im Breisgau 1980
Hiltrud Schröder, Helene Lange. Bibliografie, Königstein/Taunus 1997
Angelika Schaser, Helene Lange und Gertrud Bäumer: eine politische Lebensgemeinschaft. Köln, Weimar, Wien, 2. Aufl. 2010
Berlin, September 2021 Dr. Susanne Knoblich
1. Biographie
Helene Lange, geboren am 9. April 1848 in Oldenburg, gestorben am 13. Mai 1930 in Berlin, war Mitbegründerin und Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins (ADLV) und des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) sowie Vorstandsmitglied des Bundes Deutscher Frauenvereine (BDF).
Sie gilt als die bedeutendste Repräsentantin des gemäßigten Flügels der deutschen Frauenbewegung und hat entscheidend dazu beigetragen, Frauen bürgerlicher Schichten das Studium in Deutschland zu ermöglichen und ihnen Berufsmöglichkeiten zu eröffnen. Sprachgewandt und beharrlich kämpfte sie für gleiche Bildungs- und Berufschancen für Frauen, bekannt wurde sie als Verfasserin der sogenannten Gelben Broschüre (1887), in der sie in scharfer Form die Mädchenbildung kritisiert. Aufgrund ihrer Initiative machen 1896 erstmals sechs Frauen die Reifeprüfung in Berlin.
Helene Lange litt an einer Augenkrankheit und hätte ohne die Hilfe Gertrud Bäumers (1873-1954) nicht weiterarbeiten können. Sie wurden Lebensgefährtinnen und gaben gemeinsam das fünfbändige "Handbuch der Frauenbewegung", ein Standardwerk über die erste deutsche Frauenbewegung, und die Zeitschrift "Die Frau" (1893ff) heraus.
Als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) eröffnete sie mit "Meine Herren und Damen" im März 1919 als Alterspräsidentin die erste Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft.
Helene Lange starb am 13. Mai 1930 im Alter von 82 Jahren in Berlin.
2. Bestandsgeschichte
Helene Lange hat grundsätzlich nie einen Brief aufbewahrt - "Privates fand sie nicht so interessant" (Gertrud Bäumer) - daher und weil viele Unterlagen - vermutlich - nach ihrem Tod im Besitz ihrer Lebensgefährtin Gertrud Bäumer verblieben, umfasst ihr persönlicher Nachlass nur wenige Stücke.
Die Archivalien wurden dem Landesarchiv Berlin (LAB) 1988 vom Berliner Frauenbund 1945 e.V. als Depositum übergeben.
Der Bestand enthält 11 Archivalieneinheiten mit einer Laufzeit von 1884 bis 1948 und umfasst Schriften und Korrespondenzen.
Er ist vollständig erschlossen, verfilmt und digitalisiert und kann über den META-Katalog des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) unter https://www.meta-katalog.eu/Record/BRep23511hla gelesen werden (oder vor Ort im Landesarchiv Berlin in der AUGIAS-Datenbank, da jede Verzeichnungseinheit mit dem Digitalisat verlinkt ist).
Bitte zitieren Sie wie folgt: Landesarchiv Berlin, B Rep. 235-11 Nachlass Helene Lange Nr. xx / MF-Nr. xxxx.
3. Verweise
LAB B Rep. 235-01 Bund Deutscher Frauenvereine (BDF)
LAB B Rep. 235-02 Allgemeiner Deutscher Frauenverein (ADF)
LAB B Rep. 235-03 Allgemeiner Deutscher Lehrerinnen-Verein (ADLV)
LAB B Rep. 235-20 Zeitungsausschnittssammlung (ZAS)
Die 1921 erschienen "Lebenserinnerungen" und die 3. Auflage von "Die Frauenbewegung in ihren gegenwärtigen Problemen" aus dem Jahr 1924 können unter https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/langeh.html online gelesen werden.
4. Literatur (Auswahl)
Helene Lange, Was ich hier geliebt. Briefe, hrsg. von Emmy Beckmann, mit einem Lebensbild von Gertrud Bäumer, Tübingen 1957
Dorothea Frandsen, Helene Lange: Ein Leben für das volle Bürgerrecht der Frau, Freiburg im Breisgau 1980
Hiltrud Schröder, Helene Lange. Bibliografie, Königstein/Taunus 1997
Angelika Schaser, Helene Lange und Gertrud Bäumer: eine politische Lebensgemeinschaft. Köln, Weimar, Wien, 2. Aufl. 2010
Berlin, September 2021 Dr. Susanne Knoblich
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ