Die Vettern, Brüder und Verwandten der zu Odenheim getöteten Thonigus Schuhmacher von Bretten und Wendel Schuhmacher, namentlich Klaus Schuhmacher von Bretten (Claus Schuchmacher von Brethaim), seine Mutter Margarethe, Witwe des Thonigus Schuhmacher, weiter Ulrich Stachel (Stahell), Bruder des Thonigus, Bernhard Schuhmacher von Bretten, Stiefsohn des Thonigus für sich und Katharina, die Witwe des getöteten Wendel, dessen Bruder Peter Bauerbacher von Neibsheim (Buwerbacher von Nypssen) für sich und seine Schwester Apollonia sowie Veit Schneider von Bretten für sich und seine Ehefrau Katharina, Schwester des Wendel Schuhmacher, bekunden, dass Hans Nefe, Jakob [von Sachsenhausen] und Lazarus [von Elsaßzabern], Knechte des Bischofs Ludwig von Speyer, im Verdacht standen, die Totschläge an ihren Verwandten auf dem Jahrmarkt zu Odenheim begangen zu haben. Nachdem Kurfürst Philipp von der Pfalz auf ihr Ersuchen hin unter vielfacher Mühe und Arbeit einen Vertrag zwischen den Parteien hat aufrichten lassen, verzichten die Aussteller, die die Einhaltung des Vertrags gelobt haben, auf alle Ansprüche und Forderungen gegen den Bischof, die genannten Knechte und alle an der Sache Verdächtigen. Sie bitten Hermann Boos von Waldeck, Hofmeister, um Besiegelung.
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Die Vettern, Brüder und Verwandten der zu Odenheim getöteten Thonigus Schuhmacher von Bretten und Wendel Schuhmacher, namentlich Klaus Schuhmacher von Bretten (Claus Schuchmacher von Brethaim), seine Mutter Margarethe, Witwe des Thonigus Schuhmacher, weiter Ulrich Stachel (Stahell), Bruder des Thonigus, Bernhard Schuhmacher von Bretten, Stiefsohn des Thonigus für sich und Katharina, die Witwe des getöteten Wendel, dessen Bruder Peter Bauerbacher von Neibsheim (Buwerbacher von Nypssen) für sich und seine Schwester Apollonia sowie Veit Schneider von Bretten für sich und seine Ehefrau Katharina, Schwester des Wendel Schuhmacher, bekunden, dass Hans Nefe, Jakob [von Sachsenhausen] und Lazarus [von Elsaßzabern], Knechte des Bischofs Ludwig von Speyer, im Verdacht standen, die Totschläge an ihren Verwandten auf dem Jahrmarkt zu Odenheim begangen zu haben. Nachdem Kurfürst Philipp von der Pfalz auf ihr Ersuchen hin unter vielfacher Mühe und Arbeit einen Vertrag zwischen den Parteien hat aufrichten lassen, verzichten die Aussteller, die die Einhaltung des Vertrags gelobt haben, auf alle Ansprüche und Forderungen gegen den Bischof, die genannten Knechte und alle an der Sache Verdächtigen. Sie bitten Hermann Boos von Waldeck, Hofmeister, um Besiegelung.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 178
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1496 Oktober 15 (uff samstag nach Dionisy)
fol. 197v-198r
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Hermann Boos von Waldeck, Hofmeister
Siegler: Hermann Boos von Waldeck, Hofmeister
Kopfregest: "Wie sich etlich der Pfaltz angehörigen verzyhen an min hern von Spir und etlich sin knecht der todschlaeg halb et cetera kain ansprach oder fordernung zu haben".
Bauerbacher, Apollonia; erw. 1496
Bauerbacher, Katharina; m. Veit Schneider, erw. 1496
Bauerbacher, Peter, von Neibsheim; erw. 1496
Elsaßzabern, Lazarus von; speyerischer Knecht, erw. 1496
Katharina; m. Wendel Schuhmacher von Bretten, erw. 1496
Margarethe; m. Thonigus Schuhmacher von Bretten, erw. 1496
Nefe (Neff), Hans, von Sinnersdorf; speyerischer Knecht, erw. 1496
Sachsenhausen, Jakob von; speyerischer Knecht, erw. 1496
Schneider, Veit; ux. Katharina Bauerbacher, erw. 1496
Schuhmacher, Bernhard; Stiefsohn des Wendel Schuhmacher, erw. 1496
Schuhmacher, Klaus; zu Bretten, erw. 1496
Schuhmacher, Thonigus [Antonius]; Bürger zu Bretten, in Odenheim getötet, -1494
Schuhmacher, Wendel von; Bürger zu Bretten, in Odenheim getötet, -1494
Stachel, Ulrich; Bruder des Klaus Schuhmacher zu Bretten, erw. 1496
Bretten KA
Odenheim : Östringen KA
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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