Verkauf des Erbhofes "Horstes Erbe"
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C-Stift-Jun, Urk. 8
C-Stift-Jun Stiftung Jungeblodt
Stiftung Jungeblodt >> 1. Urkunden >> 1501-1600
20. September 1596
Enthält: Sander Drost und seine Frau Agnes von Buir sowie Jobst Drostt und seine Frau Maria, Erbgesetzte des Hauses Senden verkaufen dem Schonebecken von Brabeck zu Schonebecke und seiner Frau Annen von Lethmaten für eine ungenannte Summe Geldes ihren Erbhof genannt Horstes Erbe, auf dem derzeit Jobst Horstes und seine Frau Margareta "zellen vnd boiren", mitsamt den beiden auf dem zugehörigen "jn den Effen" genannten Grund stehenden Kotten und des Erbes und beider Kotten Eigenhörigen und ihren Kindern sowie allen Pertinenzien an Busch, Bruch, Torf, Zweig, Wasser, Weide, Land und Sand, gelegen im Stift Münster, Kirchspiel Senden, Bauerschaft Holtendorp. Der Erbhof ist mit dem Zehnten an das Venhauß belastet, für den die Verkäufer einen Zehnten geben aus der Bernlo im Kirchspiel Billerbeck und Laer mit folgenden auf Remigii fälligen jährlichen Einkünften: - von Loeßeman 13 Scheffel Gerste, 9 Scheffel Hafer und 18 Becher weißer Weizen, zudem 22 Pfennige - von Stabertman 6 1/2 Scheffel Gerste, 4 1/2 Scheffel Hafer und 18 Becher weißer Weizen, zudem der Blutzehnt ("blödigen zehenden") - von Leverman 3 Scheffel weißer Weizen - von Wulff 6 1/2 Scheffel Gersten, 4 1/2 Scheffel Hafer und 18 Becher weißer Weizen, zudem an Geld einen Stüver. Als Unterpfand setzen sie ihren Sitz und Haus Senden. Sander Drost siegelt. Jobst Drost, "derweill jch noch zur zeitt keinß siegelß gebrauche", bestätigt mit seiner gewöhnlichn Petschaft. Unterschriften der vier Verkäufer.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:45 MEZ