Karten des Prämonstratenserklosters Schussenried (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, N 30
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Karten, Pläne und Zeichnungen >> Handschriftliche Karten >> Neuwürttemberg (bis 1806)
1742-1841
Inhalt und Bewertung
Karten der Provenienzen Kloster Schussenried, Gräflich Sternbergsche Verwaltung Schussenried und Kameralamt Schussenried, die mit anderen vom Kameralamt Waldsee eingekommenen Teilen des Klosterarchivs zum Bestand B 507 gehörten, dort jedoch 1949 herausgenommen und zum vorliegenden Bestand vereinigt wurden (bis 1968 unter der Signatur J 35, Sonderreihe Schussenried). Es handelt sich um großmaßstäbliche Karten von Orten und Waldungen der Klosterherrschaft einschließlich der Klostergemarkung Schussenried. Zugehörige Lagerbücher finden sich im Bestand H 233, Markungsgrenzbeschreibungen in B 507. Das Kloster gelangte im Zuge der Säkularisation 1803 an die Grafen von Sternberg-Manderscheid und wurde von diesen 1835 an Württemberg verkauft. Der Bestand enthält auch Karten der Provenienzen Gräflich Sternbergsche Verwaltung Schussenried und württembergisches Kameralamt Schussenried.
Vorbemerkung: Der Bestand enthält Karten Schussenrieder Provenienz, die mit anderen vom Kameralamt Waldsee nach 1922 im Staatsarchiv Ludwigsburg eingekommenen Teilen des Klosterarchivs zum Bestand B 507 gehörten, dart jedoch 1949 herausgenommen und im Hauptstaatsarchiv Stuttgart zum vorlieganden Bestand vereinigt wurden (bis 1968 unter def Signatur J 35 Land- und Flurkarten betreffand Neuwürttemberg, Sonderreihe Schussenried). Die Karten sind im Rahmen der klösterlichen Herrschaftsausübung und Vermögensverwaltung erwachsen. Zugehörige Urbare finden sich in H 233, Grenzbeschreibunqen in B 507, eventuelle Akten und senstige Unterlagen in B 505 und B 507. Frägt man nach dam speziellen Zweck der Karten, lassen sich in zeitlicher Reihung ihres ersten Auftretens folgende Gruppen unterscheiden: Forst- und Jagdbezirke, Gemarkungen, Waldungen, Jurisdiktionsgrenzen, einzelne Grundstücke, Wege, Gewässer. Die stärkste Gruppe stellen Karten über ganze Gemarkungen vor allem des Schussenrieder Territoriums dar, jeweils mit Wegen und Gewässernetz, Siedlung und Kulturarten (41). Ihnen folgen die Blätter über Jurisdiktionsgrenzen (16) und einzelne Waldungen (14). Nur wenige Karten betreffen Forst- und Jagdbezirke (3), einzelne Grundstücke (5), Wege (1) oder Gewässer (1). Das Findbuch gliedert sich in die genannten Gruppen. Innerhalb einer jeden Gruppe ist die Ordnung chronologisch. Unter dam Autoren der Karten ragt der Schussenrieder Kanoniker Pater Dominicus Reiner hervor. Seine Arbeiten umfassen mit 37 von ihm signierten oder zweifelsfrei ihm zuweisbaren Blättern nahezu die Hälfte des Bestands. Reiner fertigte sie in den Jahren 1758 - 1772 im Rahmen einer vermutlich von ihm geleiteten Renovation der gesamten Klostergüter. Sie sind ebensosehr der kartographische Niederschlag einer bemerkenswerten Katastervermessung wie Zeugnis eines küstlerischen Gestaltungswillens, dessen Stil in Formen und Farben unverkennbar Paralielen zum Schussenrieder Bibliothekssaal aufweist. Die Verzeichnun des Einzelstücks folgt im wesentlichen den "Richtlinien zur Inventarisierung handgezeichneter Karten und Pläne", die von einem von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg benannten Ausschuss unter Vorsitz von Professor Ruthardt Oehme 1963/64 aufgestellt worden sind und seitdem im Hauptstaatsarchiv Stuttgart beachtet warden. Auf ein geographisches Stichwort (Orts- oder sonstiger Gebietsbetreff mit heutiger Gemeinde- und Kreiszugehörigkeit) folgen 1. Titel 2. Zeit und Ort der Entstehung 3. Verfasser, Zeichner und andere an der Entstehung beteiligte Personen 4. Maßstab, mit errechneter oder anhand moderner Karte ermittelter, auf volle Hunderte ab- oder aufgerundeter Bruchzahl in eckigen Klammern 5. Karten- und Blattgröße in cm Höhe und Breite 6. Orientierung 7. Geographische Begrenzung 8. Zeichnungsträger und Erhaltungszustand 9. Entstehungsstufe (wenn nicht Ausfertigung) 10. Ausführungstechnik 11. Karteninhalt und Darstellungsweise 12. Hinweise auf zugehöriqe Archivalien, auf die Provenienz und frühere Archivsignaturen sowie sonstige Bemerkungen Die Nummern- bzw. Lagerungsfolge der Karten entspricht nicht der Gliederung des Findbuchs. Es erschien daher notwendig, am Schluss des Bandes im Sinne eines Standortkatalogs auch Titelaufnahmen in der Nummernfolge einzufügen und damit eime rasche Verifizierung der anhand des Registers ermittelten oder ansonsten vorgegebener Kartennummern zu ermöglichen. Die Titelaufnahmen fertigte Dr. Robert Uhland um 1965, Gliederung und Redaktion sowie Erstellung des Registers und der Vorbemerkung erfolgten 1982 durch die Unterzeichnete, die Reinschrift besorgte Frau Else Schwelling. Der Bestand umfasst 81 Kartenblätter. Stuttgart, im März 1982 Margaretha Bull-Reichenmiller
153 Karten
Bestand
Bad Schussenried BC; Prämonstratenserkloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ