Eberhard Weigel, Einwohner zu Petterweil, bekundet, dass er den Grafen Heinrich v. Isenburg-Büdingen und Hans Georg v. Solms versprochen habe, auf...
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B 9 Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim
Urkunden der Grafschaft Solms-Rödelheim >> 8 1571-1610
1585 Februar 11
Ausf., Papier, Unterschriften der Siegler, die über kein eigenes Sg. verfügen.
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Eberhard Weigel, Einwohner zu Petterweil, bekundet, dass er den Grafen Heinrich v. Isenburg-Büdingen und Hans Georg v. Solms versprochen habe, auf den nächsten beiden Frankfurter Messen je 500 Gulden zu zahlen, nachdem diese auf einen Peinlichen Prozeß wegen Betrugs gegen ihn verzichtet haben. Eberhard hatte sich 400 Gulden falscher halber Batzen von dem Juden Jakob aus Hannover geben lassen und davon schon 22 1/2 Gulden ausgegeben, was entdeckt wurde, als er einem von Rauschenberg einen eisernen Ofen mit diesem Geld abgekauft hatte. Die Söhne des A, Gerhard und Konrad, erteilen ihre Zustimmung.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller, dessen Söhne
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller, dessen Söhne
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:39 MESZ