Die zwischen dem Satzer- und Knutten-Müller zu Pömbsen wegen der Mahl-Gäste vorgewesener Differenz betreffend
Vollständigen Titel anzeigen
Loculus XXII, Paket L Nr. 1-22
B 414 Fürstbistum Paderborn, Oberamt Dringenberg
Fürstbistum Paderborn, Oberamt Dringenberg >> 15. Mühlen
1654-1764
Enthaeltvermerke: enth.: 1) Schreiben Herrn Land-Rentmeisters Aeneas Steinhausen wegen der Satzer Mühle (Müllen), daß die Pömbster Eingesessenen, als welche dazu zwangsmäßig gehören, wegen des bezeigten Ungehorsams zu bestrafen und dahin anzuhalten, daß sie dem alten Herkommen nach ihr Korn zu Satzen mahlen müssen, 13. Dez. 1654; 1 1/2) Verzeichnisse, welche von den Pömbsischen Eingesessenen in der Hochfürstlichen Mühle zu Satzen und welche in der sogenannten Knutten-Mühle zu mahlen verpflichtet [sind], wie solche der Schmied Cordt Peinen benennet, und solche seine Aussage auf Erfordern eidlich zu erhalten erbietig, 19. Dez. 1723; 2) Termini protocollares in Sachen Carl Seybaums, Müllers zu Satzen, contra Simon Sieleman, Müller zu Pömbsen, Richter Pelizaeus, Adam und Johan Berend Peinen, Cordt Spiker und Rischemeyer in puncto preaetendierten Mahlgästen zu Pömbsen, 22. Sept. 1724; 3) Concept [eines] Berichts, daß die Dorfschaft Pömbsen bei Strafe gehalten sei, in der Satzer Mühle (Müllen) zu mahlen, 1727; 4) Concept [eines] Berichts, daß die Hochfürstliche Mühle zu Satzen ein Molendinum bannale sei, worin die Eingesessenen zu Pömbsen ohne Ausnahme zu mahlen verpflichtet [sind], Dez. 1727; 5) Concept [eines] Berichts, worin der Rent-Meister anfragt, ob nicht der Richter und andere zu Pömbsen schuldig [seien?], den Satzer Müller wegen entzogenen Multer zu indemnisieren, 6. Dez. 1727; 6) Concept [eines] Berichts, so abermals wegen des Richters und anderen zu Pömbsen abgestattet, welche sich der Bannalitat entziehen wollen, 5. Jan. 1728; 7) Copia Citationis ad Causam Conductoris der Mühle (Müllen) zu Satzen contra Simon Sileman zu Pömbsen ad tentandam Concordiam Vel in eventum publicari Sententiam, 3. Aug. 1728; 8) Citatio wider den Richter zu Pömbsen in Finem Se exculpandi, warum er sich auf den Hochfürstlichen Hof Satzen einger Infinuation angemaßt [habe], 17. Aug. 1728; 9) Humillima Exculpation an Seiten des Richters zu Pömbsen, 18. Aug. 1728; 10) Dieser Exculpation ungeachtet, wird der Richter wegen der verübten Insinuation in 3 Goldgulden (gg.) Strafe fällig erteilt, 20. Aug. 1728; 11) Extractus Protocolli Cameralis mit einer Verordnung, welche von den Pömbsischen Eingesessenen in der Satzer und welche in der Pömbser Mühle mahlen sollen, 23. Aug. 1728; 12) Publicandum, so in Gefolg Protocolli Cameralis zu Pömbsen von der Kanzel publiciert werden solle, 1. Sept. 1728; 13) Relatio des Kirchen-Templierers Ferdinand Schulten zu Pömbsen wegen vom Herrn Pastore nicht publiciert werden wollenden Publicandi, 27. Sept. 1728; 14) Bericht des Richters Pelizaeus wegen geschehener Publication der Cameral-Verordnung, item wegen des schlechten Mahlens zu Satzen, 4. Okt. 1728; 15) Extractus Protocolli sive Manadatum prioris inhaesivum wegen des Pömbsischen Mahl-Zwangs, 5. Okt. 1728; 16) Untertängige gehorsamste Exculpations-Schrift cum adj. Attestato an Seiten Francisci Pelizaeus, Richters zu Pömbsen, wegen von ihm geschehener Insinuation und desfalls andictierten Brüchten, 16. Okt. 1728; 17) Rescriptum Camerae an den Rent-Meister zum Dringenberg gegen die Contraventores zu Pömbsen, welche der Satzer Mühle (Müllen) Schaden zugefügt, mit gehöriger Strafe zu verfahren und inzwischen die Knotten-Mühle (Müllen), bis zum Austrag der Sache oder anderwerter Verordnung zuschließen zu lassen, 4. März 1729; 18) Concept [eines] Berichts, so wegen des Knutten-Müllers und dessen dem Conductori zu Satzen praejudicierlichen Mahlens zum Geheimen Rat abgestattet, nebst dem Recepisse, daß solcher zu Paderborn praesentiert [sei], 19. Jan. 1736; 19) Extractus Protocolli Camerae Paderbornensis, cum Mandato an den Rent-Meister zum Dringenberg, die sämtlichen Pömbsischen Eingesessenen nach Proportion ihres Schatzungs-Contingents unter diesen beiden Müllern pro Rata ihrer Pacht-Gelder zu verteilen und einem jeden seiner sicheren Mahlgäste anzuweisen, 20. Febr. 1739; 20) Specificatio der Pömbser Eingesessenen und wieviel ein jeder zur einfachen Schatzung contribuieren müsse; 21) Verzeichnis derjenigen Pömbsischen Eingesessenen, so beim Knotte-Müller zu mahlen angewiesen [seien], cum Mandato an den Richter zu Pömbsen, auf die Cameral-Verordnung fest und unverbrüchtlich zu halten, 25. Febr. 1739; 22) Decretum in Sachen Conductoris Backhaus contra Pömbsische Mühlen-Pflichtige Ratione bannalitatis zur Satzer Mühle (Müllen), 17. Jan. 1764
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:13 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.1. Verwaltung, Justiz, Landstände (Tektonik)
- Fürstbistum Paderborn, Oberamt Dringenberg (Bestand)
- 15. Mühlen (Gliederung)